Deutscher Kommunalimnformationsdienst 24.11.2025

VKU: Ladeinfrastruktur braucht kommunale Gestaltungsspielräume und höchste IT-Sicherheit

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland gewinnt zunehmend an Dynamik – zugleich wächst der Handlungsdruck auf Kommunen und Netzbetreiber, die wachsende Zahl an Anträgen effizient und sicher zu bewältigen. Beim vom Bundesverkehrsministerium einberufenen Ladeinfrastrukturkonferenz in Berlin – einen Tag nach dem Kabinettsbeschluss zum „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ – machte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing deutlich, dass Tempo und Sicherheit nur gemeinsam zu erreichen sind. „Die IT-Sicherheit muss höchste Priorität haben. Digitale Tools dürfen nicht zur Schwachstelle für kritische Infrastrukturen werden. Schnelligkeit darf nicht vor Sicherheit gehen“, betonte Liebing in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Standortfaktor Ladeinfrastruktur: Was braucht es vor Ort?“. Liebing verwies auf eine deutlich veränderte Akteurslandschaft im Bereich der Ladeinfrastruktur: „Während in den Anfangsjahren vor allem Stadtwerke und wenige große Energieversorger investierten, ist das Feld heute deutlich vielfältiger. Es herrscht intensiver Wettbewerb um geeignete Flächen – sowohl auf öffentlichem als auch privatem Grund.“ Einzelhandel, Tankstellenbetreiber und neue Anbieter tragen zunehmend zur Angebotsvielfalt bei. Trotz dieser Dynamik bleibe der Erfolg des Ausbaus eng mit der Rolle der Kommunen verknüpft. „Stadtwerke sollen weiter eine zentrale Rolle spielen. Dafür brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie“, so Liebing. Insbesondere die Genehmigungs- und Netzanschlussprozesse seien komplex und oft ein Engpass – gerade ab der Mittelspannungsebene, wo Ladeinfrastruktur mit Wind- und PV-Anlagen, Speichern, Rechenzentren und Wärmeerzeugern konkurriere. „Hier braucht es individuelle Lösungen statt starrer Standards“, forderte der VKU-Hauptgeschäftsführer. Kritisch sieht der Verband die politische Forderung nach strengeren Fristen und Sanktionen: Härtere Zeitvorgaben könnten die Probleme nicht lösen, solange die Prozesse selbst zu aufwendig seien. Erst müsse die Digitalisierung der Verfahren greifen – mit schlanken, standardisierten und zugleich sicheren Abläufen. Auch zusätzliche regulatorische Eingriffe in die Vergabe von Flächen für Ladeinfrastruktur lehnt der VKU ab. Kommunen hätten längst wettbewerbsfördernde Verfahren etabliert – von zeitlich begrenzten Konzessionen über Ausschreibungen in Losen bis hin zu offenen Vergaben. „Das vermeintliche Problem hoher Marktkonzentration wird größer dargestellt, als es tatsächlich ist“, betonte Liebing. „Zusätzliche Regulierung würde den Ausbau eher bremsen als beschleunigen.“ Der VKU fordert deshalb, die Gestaltungskompetenz der Kommunen anzuerkennen und ihnen den nötigen Spielraum für flexible Lösungen zu lassen. Nur so könne die Ladeinfrastruktur flächendeckend, sicher und praxisnah weiterentwickelt werden – als zentraler Baustein einer erfolgreichen kommunalen Energiewende. (DEKOM/VKU, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

Ladebordsteine als Alternative zu klassischen Ladesäulen                      

Mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur steigt der Druck auf die Kommunen Ladepunkte barrierearm und zugleich stadtverträglich in bestehende Straßenräume zu integrieren. Klassische Ladesäulen beanspruchen jedoch Platz auf Gehwegen, beeinträchtigen Sichtachsen und führen häufig zu Beschwerden über querliegende Ladekabel. Hinzu kommen rechtliche Vorgaben. Während das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) den Ausbau von Ladepunkten vorantreibt, setzt der Denkmalschutz klare Grenzen. Das Oberverwaltungsgericht Münster entschied 2023, dass eine freistehende Ladesäule in einem denkmalgeschützten Ensemble unzulässig sein kann, wenn sie das Erscheinungsbild beeinträchtigt. Für viele Innenstädte ist das relevant: Klimaziele und Schutz historischer Straßenzüge müssen gleichzeitig berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund gewinnen Lösungen an Bedeutung, die sich zurückhaltend in den Straßenraum einfügen. Eine davon ist der Ladebordstein – ein System, das den Ladepunkt ebenerdig im Bordstein integriert. Entwickelt von Rheinmetall und bereits in Köln und Nörvenich im Regelbetrieb, wird es seit Kurzem auch über die EBERO FAB GmbH angeboten. Die Ladebuchse befindet sich dort, wo das Fahrzeug steht: am Parkstreifen. Gehwege bleiben frei, zusätzliche Stelen entfallen und Stolperfallen durch querliegende Kabel werden vermieden. Der Zugang erfolgt unmittelbar am Auto, die Freigabe per App, QR-Code oder RFID-Karte. Für Städte, die Wert auf barrierefreie Querungen, ein ruhiges Stadtbild oder geordnete Straßenräume legen, schafft der Ladebordstein zusätzliche Gestaltungsspielräume. Auch im Rahmen von Smart-City-Konzepten – etwa bei der Einbindung in Parkraummanagement, kommunale Backend-Systeme oder vernetzte Quartiersinfrastrukturen – bietet die flache Bauweise Vorteile. Die Module bestehen aus einem Betonbordstein mit integrierter Elektronikeinheit aus Edelstahl und Aluminium. Die Bauform ist kompakt (1 Meter Länge, 25 Zentimeter Breite). Bei Wartungsarbeiten kann die Elektronikeinheit vollständig entnommen und durch ein Austauschmodul ersetzt werden. Das reduziert Ausfallzeiten und vermeidet größere Eingriffe in den Straßenkörper. „Häufig die beste Option“ – Einordnung aus kommunaler Praxis Der Ladebordstein ersetzt nicht alle Formen der Ladeinfrastruktur – Schnellladehubs, Parkhauslösungen und große Straßenräume erfordern weiterhin andere Systeme. Entscheidend ist jedoch: Überall dort, wo genügend Bordsteinkante vorhanden ist, bieten Ladebordsteine eine überzeugende Lösung – insbesondere in verdichteten Innenstädten, wo Platz knapp und die Gestaltung sensibel ist. EBERO-FAB setzt auf diese platzsparende Ladeinfrastruktur für die Mobilität der Zukunft. Geschäftsführer Roman Baumhof betont: „Das Konzept der platzsparenden und gut zugänglichen Ladebordsteine überzeugt uns – gerade auch im Hinblick auf die Mobilität der Zukunft. Wir freuen uns, das Produktsortiment von EBERO FAB rund um das Thema Smart City mit den Ladebordsteinen zu erweitern“. Mit bundesweit über 134.000 Normalladepunkten und mehr als 43.000 Schnellladepunkten (Stand: September 2025) wächst die Ladeinfrastruktur weiter. Parallel steigt die Bedeutung stadtverträglicher Lösungen, die planerisch flexibel einsetzbar sind. Der Ladebordstein ist in diesem Mix zunehmend ein Baustein, der Kommunen neue Optionen eröffnet. (DEKOM/EBERO-FAB, 24.11.2025) Mehr Infos hier…

 

Studie: Bereitschaft zur beruflichen Weiterbildung sinkt

Ausgerechnet in einer Zeit, in der technologische, ökologische und demografische Veränderungen die Anforderungen an Arbeitskräfte tiefgreifend verändern, geht die Weiterbildungsneigung der Beschäftigten zurück.  Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung plant nur etwa die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (50,7 Prozent) in Deutschland, sich in den kommenden zwölf Monaten weiterzubilden. Vor fünf Jahren waren es noch 57 Prozent. Damit droht Deutschland die europäischen Weiterbildungsziele deutlich zu verfehlen: Nach EU-Vorgaben sollten 65 Prozent der Belegschaften jährlich an Weiterbildungen teilnehmen. „Der technologische Wandel nimmt immer mehr Geschwindigkeit auf, gleichzeitig stagniert die Bereitschaft zur Weiterbildung. Das ist eine Hypothek für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Studienautor Dr. Martin Noack, Senior Expert für betriebliche Bildung bei der Bertelsmann Stiftung. Besonders problematisch: Die Weiterbildungsbereitschaft konzentriert sich auf ohnehin qualifizierte Beschäftigte. Während 77 Prozent derjenigen, die eine Weiterbildung planen, bereits im Vorjahr an einem Kurs teilgenommen haben, bleibt die große Gruppe der Geringqualifizierten weitgehend außen vor. Als zentrale Hürden nennen die Befragten fehlende Zeit, hohe Kosten und eine unübersichtliche Informationslage. Vielen Beschäftigten fehlt zudem die Aussicht, dass Weiterbildung zu besserem Einkommen oder beruflichem Aufstieg führt. „Teilqualifikationen können hier ein wichtiger Schlüssel sein“, so Noack. „Sie eröffnen berufliche Quereinstiege und führen Schritt für Schritt zum Berufsabschluss.“ Ein Drittel der Beschäftigten, die sich grundsätzlich weiterbilden möchten, findet nach eigenen Angaben keine passenden Angebote oder Informationen zu Fördermöglichkeiten. Noack fordert daher, Beratungsangebote zu bündeln und digitale Infrastrukturen auszubauen: „Wir brauchen eine gemeinsame Datenbasis der Weiterbildungsangebote mit Open-Data-Standard – Grundlage für eine zielgenaue, KI-gestützte Online-Beratung.“ Genau hier setzen zunehmend kommunale Initiativen und Anbieter wie Cogniport an. Das digitale Bildungsportal von Cogniport stellt Kommunen und öffentlichen Einrichtungen eine Plattform bereit, die den Zugang zu Schulungen, Wissensmanagement und Bildungssteuerung deutlich vereinfacht. Durch den neuen Single-Sign-On-Dienst und die modernisierte Fachbereichsverwaltung wird Lernen im Arbeitskontext niedrigschwelliger und besser strukturiert. Kommunen können dadurch nicht nur eigene Weiterbildungsangebote koordinieren, sondern auch Transparenz schaffen – ein Punkt, den die Bertelsmann-Studie als entscheidend identifiziert. Die Studie zeigt, dass Weiterbildung in vielen Betrieben noch immer als private Angelegenheit gilt. Sechs von zehn Beschäftigten beklagen eine Unternehmenskultur, die Weiterbildung nicht als Teil der Arbeit begreift. Neben finanziellen Anreizen und klaren Bildungswegen brauche es deshalb, so Noack, eine „Weiterbildungsoffensive, die sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen einbindet“. Für Städte und Gemeinden eröffnet sich dabei eine doppelte Chance: Sie können durch eigene digitale Bildungsportale den Zugang zu Weiterbildung erleichtern – und zugleich als Vorbilder vorangehen, wenn es um die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden geht. (DEKOM/BS, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

ML Gruppe macht Verwaltungen für die digitale Bedrohungslage fit

Die öffentliche Verwaltung gerät zunehmend ins Visier professioneller Hackergruppen. Der aktuelle BSI-Lagebericht zeigt: Kommunen sind konkrete Angriffsziele – vor allem kleine und mittlere Verwaltungen mit oft schwacher IT-Sicherheit. Das größte Einfallstor: menschliches Verhalten. Beschäftigte scannen manipulierte QR-Codes, fallen auf Voice-Phishing herein oder öffnen präparierte E-Mail-Anhänge.  Im DEKOM-Interview erklärt Frank Hoffritz, Geschäftsführer der ML Gruppe, wie Kommunen sich gegen diese Bedrohungen wappnen können – und warum digitale Sicherheit heute Pflichtaufgabe ist.

 

DEKOM: Der neue BSI-Lagebericht zeigt: Die öffentliche Verwaltung zählt inzwischen zu den

Hauptzielen professioneller Hackergruppen. Was bedeutet das für Kommunen?

 

Frank Hoffritz: Die Zeiten, in denen Verwaltungen „nur Beifang“ waren, sind vorbei. Das BSI zeigt schwarz auf weiß, dass politisch motivierte Gruppen und Cybercrime-Akteure gezielt nach schlecht gesicherten kommunalen Systemen suchen. Besonders betroffen sind kleinere Verwaltungen – nicht, weil sie so interessant wären, sondern weil sie leicht angreifbar sind. Das größte Einfallstor ist nicht die Technik, sondern das Verhalten der Beschäftigten.

 

DEKOM: Das BSI spricht von ungeschützten „Web-Angriffsflächen“. Was genau heißt das?

 

Frank Hoffritz: Jede Kommune hat inzwischen dutzende digitale Kontaktpunkte: Bürgerportale, Formulare, Mailadressen. Angreifer nutzen genau diese Flächen aus. Oft reichen schon schlecht abgesicherte Zugangsdaten oder ein unentdeckter Patch. Wenn ein Angriff gelingt, geht es nicht um einzelne Rechner – es geht um Entscheidungsfähigkeit. Genau das haben wir zuletzt bei einer Großstadt erlebt: Die Verwaltung musste Systeme vom Netz nehmen, Sitzungen wurden abgesagt,

Haushaltsberatungen verschoben. Das ist kein IT-Problem, das ist ein Problem kommunaler

Handlungsfähigkeit.

 

DEKOM: Der Bericht nennt als neue Masche manipulierte QR-Codes an Parkautomaten und „Voice-

Phishing“ am Telefon. Wie bereitet man Mitarbeitende darauf vor?

 

Frank Hoffritz: Nur durch Praxis. Wir hängen im Training plötzlich QR-Codes an Türen oder Parkautomaten auf – genau wie Angreifer es tun würden. Die Beschäftigten scannen, weil es im Arbeitsalltag schnell gehen muss, und erkennen erst im Training, dass die Seite gefälscht war. Beim „Voice-Phishing“ simulieren wir Anrufe, bei denen sich jemand als interner IT-Support ausgibt und Zugangsdaten verlangt. In diesen Übungen entsteht echte Awareness: Man spürt, wie leicht man im Alltag in eine Falle geraten kann – und verhält sich danach anders.

 

DEKOM: Viele Kommunen sagen: „Wir haben kein Personal und kein Budget für sowas.“ Wie

begegnen Sie diesem Argument?

 

Frank Hoffritz: Indem wir alles abnehmen. Die ML Gruppe ist seit vielen Jahren exklusiver Schulungspartner des Bundes und darauf spezialisiert, ganze Belegschaften in kurzer Zeit fit zu machen. Wir kommen mit mobilen Trainingsräumen direkt in die Rathäuser, Bürgerbüros oder Bauhöfe. Kommunen müssen weder Räume organisieren noch Technik bereitstellen. Und: Mehrere Gemeinden können Trainings bündeln – das senkt die Kosten pro Teilnehmer deutlich.

 

DEKOM: Das BSI fordert ausdrücklich „Schutz der Angriffsflächen“. Was heißt das für die Praxis in

einer Verwaltung?

 

Frank Hoffritz: Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme: Wo haben wir digitale Angriffsflächen? Wer hat welche Zugänge? Dann folgt ein verpflichtendes Grundlagentraining für alle Mitarbeitenden – nicht nur für die IT. Cybersicherheit ist kein Projekt, sondern Routine. Kein Bürgermeister würde die Feuerwehr nur einmal im Jahr üben lassen. Bei Cybersicherheit ist es genauso: Es braucht Wiederholung und klare Abläufe.

 

DEKOM: Ein Cybervorfall kann also auch ohne Datenabfluss gefährlich sein?

 

Frank Hoffritz: Absolut. Der Fall Ludwigshafen hat gezeigt: Schon der Verdacht reicht, und die IT muss

vorsorglich heruntergefahren werden. Dann ist eine Verwaltung nicht erreichbar, Beratungen werden abgesagt, Entscheidungen verschoben. Es geht um die kommunale Souveränität. Wer vorbereitet ist, bleibt handlungsfähig.

 

DEKOM: Die ML Gruppe hat den eLearning-Award für innovative Lernformate gewonnen. Hilft

Gamification wirklich?

 

Frank Hoffritz: Ja, denn Menschen ändern Verhalten nur, wenn sie erleben, was passieren kann. Wir setzen Simulationen ein: Ein Klick führt zum „Ausfall“ des Rathauses. Danach versteht jeder, warum

Cybersicherheit nicht „irgendwo in der IT“ stattfindet, sondern am eigenen Schreibtisch.

 

DEKOM: Ihr Fazit für kommunale Entscheider?

 

Frank Hoffritz:  Digitalisierung ohne Sicherheit ist keine Modernisierung. Wer seine Angriffsflächen kennt, trainiert und klare Abläufe hat, bleibt arbeitsfähig – auch unter Angriff. Das ist der Maßstab. (DEKOM/ML Gruppe, 24.11.2025) Mehr Infos hier…

 

Cogniport stärkt kommunale Bildungsverwaltung

Die digitale Bildungslandschaft in Kommunen entwickelt sich rasant weiter. Effizienz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit stehen zunehmend im Mittelpunkt, wenn es darum geht, Lernprozesse und Verwaltungsaufgaben miteinander zu verknüpfen. Mit zwei zentralen Neuerungen hat Cogniport sein Bildungsportal jetzt deutlich weiterentwickelt: einem neuen Single-Sign-On-Dienst (SSO) und einer vollständig überarbeiteten Fachbereichsverwaltung. Beide Funktionen zielen darauf ab, die digitale Bildungssteuerung in Verwaltungen einfacher, vernetzter und praxistauglicher zu gestalten. Der neue SSO-Dienst ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, sich nur einmal im Bildungsportal anzumelden und anschließend ohne erneute Logins auf alle verknüpften Anwendungen zuzugreifen. Die Authentifizierung erfolgt im Hintergrund über moderne Token-Technologien, was sowohl den Komfort als auch die Sicherheit erhöht. Für kommunale Verwaltungen bedeutet das weniger technische Hürden, einen schnelleren Zugang zu Schulungs- und Verwaltungsangeboten und einen zentralen Einstiegspunkt in die digitale Lernumgebung. Auch bestehende Zugangsdaten können weiterhin genutzt werden – das System steuert die Rechteverwaltung automatisch. Parallel dazu wurde die App „Fachbereiche“ im Bildungsportal grundlegend modernisiert. Sie bietet jetzt eine deutlich verbesserte Nutzererfahrung und neue Funktionen, die speziell auf die Anforderungen moderner Bildungs- und Verwaltungsprozesse zugeschnitten sind. Eine optimierte Importfunktion sorgt für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Quellsystemen. Neu ist außerdem eine Übersetzungstabelle, die Fachbereichsnamen automatisch vollständig übernimmt – auch dann, wenn das Ursprungssystem nur verkürzte Bezeichnungen zulässt. So werden Datenpflege und Strukturierung erheblich vereinfacht und Fehlerquellen reduziert. Ebenfalls überarbeitet wurde die dynamische Geopositionsermittlung, die nun eine präzisere Zuordnung von Standorten, Einrichtungen und Zuständigkeiten ermöglicht. Damit können Kommunen ihre Bildungslandschaften nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich klar abbilden. Darüber hinaus steht die Fachbereichsverwaltung jetzt nicht mehr nur im Schulungsmanagement, sondern auch im Wissensmanagement zur Verfügung. Fachinformationen, Zuständigkeiten und Inhalte lassen sich zentral pflegen, vernetzen und übergreifend nutzen – ein wichtiger Schritt hin zu einer ganzheitlichen digitalen Bildungsverwaltung. Mit diesen Weiterentwicklungen setzt Cogniport ein deutliches Zeichen: Das Bildungsportal wird zunehmend zu einer zentralen Plattform für digitales Lernen, Wissensmanagement und Organisationsentwicklung in Kommunen. Der neue SSO-Dienst reduziert den administrativen Aufwand, die überarbeitete Fachbereichsverwaltung verbessert die Datenqualität und schafft eine Grundlage für integrierte Bildungssteuerung. Beides zusammen stärkt die digitale Handlungsfähigkeit kommunaler Einrichtungen – sicher, effizient und praxisnah. (DEKOM, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

Betriebliche Krankenversicherung: Wenn Service-Qualität über den Erfolg entscheidet

Am 25. November wird auf dem Petersberg der Corporate Health Award verliehen – auch die öffentliche Verwaltung nutzt betriebliche Gesundheitsleistungen zunehmend als Instrument gegen Fachkräftemangel. Doch die Wahl des richtigen Partners entscheidet darüber, ob das Investment tatsächlich wirkt.  Unter den Nominierten finden sich auch mehrere kommunale Betriebe. Sie alle verbindet das gleiche Ziel: qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Ein Instrument, das dabei zunehmend zum Einsatz kommt, ist die betriebliche Krankenversicherung (bKV). Kommunale Betriebe stehen unter doppeltem Druck. Einerseits verschärft sich der Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen – von Ingenieuren über IT-Spezialisten bis hin zu Pflegekräften in kommunalen Kliniken. Andererseits können öffentliche Arbeitgeber oft nicht mit den Gehältern der Privatwirtschaft konkurrieren. Benefits wie die betriebliche Krankenversicherung bieten hier einen Ausweg: Sie sind steuerlich begünstigt und schaffen einen emotionalen Mehrwert, der über reine Gehaltserhöhungen hinausgeht. Die bKV ermöglicht es gesetzlich versicherten Mitarbeitern, Leistungen wie bei Privatpatienten in Anspruch zu nehmen – und zwar ohne Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten. Das schließt Vorsorgeuntersuchungen ein, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht abdeckt, ebenso wie Zahnersatz, alternativmedizinische Behandlungen oder die freie Wahl von Arzt und Krankenhaus. Der Arbeitgeber zahlt einen monatlichen Beitrag pro Mitarbeiter, der deutlich unter dem liegt, was eine vergleichbare Gehaltserhöhung kosten würde. Doch nicht jede bKV ist gleich – und vor allem: Nicht jeder Anbieter ist gleich. Der häufigste Fehler bei der Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung liegt in der mangelhaften Betreuung. Viele Versicherungsmakler vermitteln zwar den Vertrag, verweisen die Mitarbeiter bei Fragen jedoch direkt an die Callcenter der Versicherungsgesellschaften. Die Folge: Mitarbeiter verstehen die Leistungen nicht vollständig, nutzen sie zu selten – und das Investment des Arbeitgebers verpufft weitgehend wirkungslos. Genau hier setzt der Ansatz spezialisierter Service-Dienstleister an. Der Deutsche bKV-Service GmbH & Co. KG beispielsweise übernimmt die dauerhafte Betreuung der Mitarbeiter mit medizinisch ausgebildetem Personal. Über individuelle Arbeitnehmer-Portale werden Beschäftigte kontinuierlich informiert, welche Leistungen sie nutzen können und wie die bKV konkret funktioniert. Dieses aktive Kommunikationskonzept sorgt dafür, dass die angebotenen Gesundheitsleistungen auch tatsächlich in Anspruch genommen werden. Für kommunale Betriebe ergeben sich aus der bKV mehrere konkrete Vorteile: Erstens lässt sich die Gesundheitsleistung als „Gesundheitskarriere“ gestalten: Je länger ein Mitarbeiter im Betrieb bleibt, desto umfangreicher werden die Leistungen. Das schafft einen messbaren Anreiz für langfristige Betriebstreue. Zweitens entfallen die üblichen Zugangsbarrieren privater Zusatzversicherungen. Da keine Gesundheitsprüfung erforderlich ist, können alle Mitarbeiter einbezogen werden – unabhängig von Vorerkrankungen oder Alter. Das entspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz öffentlicher Arbeitgeber. Drittens reduziert eine funktionierende bKV nachweislich Ausfallzeiten. Wenn Mitarbeiter Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und gesundheitliche Probleme frühzeitig behandeln lassen, sinken langfristige Krankheitsausfälle. Wer als kommunaler Arbeitgeber über die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung nachdenkt, sollte folgende Punkte beachten: Zunächst gilt es, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Welche Altersstruktur hat die Belegschaft? Welche gesundheitlichen Themen sind besonders relevant? Aus über 200 Tarifen von mehr als 15 Versicherern lässt sich dann das passende Paket zusammenstellen. Entscheidend ist jedoch die Wahl des Partners. Die zentrale Frage lautet: Wer kümmert sich um die Mitarbeiter, wenn Fragen auftauchen? Ein Dienstleister, der ausschließlich vermittelt und dann abtaucht, nützt wenig. Erfolgreiche bKV-Konzepte zeichnen sich durch dauerhafte Betreuung, medizinische Fachkompetenz beim Servicepersonal und professionelle Kommunikationskonzepte aus. Für kommunale Einrichtungen im Gesundheitswesen – etwa städtische Kliniken oder Pflegeeinrichtungen – gibt es mittlerweile spezialisierte Angebote mit exklusiven Rahmenverträgen, die bereits ab fünf Mitarbeitern greifen. (dbvks, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

Digitale Abhängigkeit beunruhigt Bürgerinnen und Bürger – Vertrauen gilt europäischen Angeboten

Die Sorge über digitale Abhängigkeiten wächst: 96 Prozent der Menschen in Deutschland sehen es mit Unbehagen, dass das Land bei der Digitalisierung stark auf ausländische Anbieter angewiesen ist. Zwei Drittel halten diese Abhängigkeit sogar für ähnlich bedrohlich wie militärische Risiken. Das zeigt eine aktuelle, im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführte repräsentative Befragung. Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema auf europäischer Ebene oben auf der Agenda steht. Beim Gipfel für europäische digitale Souveränität in Berlin beraten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft über Wege, die technologische Eigenständigkeit Europas zu stärken. Ziel ist es, Abhängigkeiten von außereuropäischen Technologien zu verringern und zentrale digitale Schlüsselkompetenzen in Europa selbst aufzubauen. Das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Frage ist in der Bevölkerung bereits stark ausgeprägt: 97 Prozent der Befragten fordern, die Bundesregierung müsse mehr tun, um die digitale Unabhängigkeit Deutschlands zu sichern. 69 Prozent wünschen sich mehr digitale Geräte, Technologien und Dienstleistungen aus Europa. „Die Menschen haben ein sehr gutes Gespür für die Dringlichkeit der Lage“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Digitale Abhängigkeiten sind kein theoretisches Risiko, sondern betreffen Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft direkt. Der Gipfel muss Impulse setzen, um die Unabhängigkeit Deutschlands und Europas in der digitalen Welt nachhaltig zu stärken.“ Was unter digitaler Souveränität verstanden wird, wissen inzwischen viele: 63 Prozent der Befragten geben an, den Begriff zu kennen und zu verstehen. Wintergerst betont, es gehe dabei nicht um Abschottung oder Autarkie, sondern um die Fähigkeit, über den Einsatz und die Herkunft digitaler Technologien selbstbestimmt entscheiden zu können. „Digitale Souveränität bedeutet, sich aus einseitigen Abhängigkeiten zu lösen und im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben“, so Wintergerst. Deutlich werden auch die Unterschiede im Vertrauen gegenüber verschiedenen Herkunftsländern digitaler Produkte. Deutsche Hersteller genießen das höchste Vertrauen – 85 Prozent der Befragten halten sie für „sehr“ oder „eher vertrauenswürdig“. Produkte aus anderen EU-Staaten liegen mit 66 Prozent fast gleichauf, gefolgt von japanischen Herstellern mit 65 Prozent. Weit abgeschlagen sind dagegen Anbieter aus China, denen 46 Prozent der Befragten „gar nicht“ oder „sehr wenig“ vertrauen. Auch gegenüber den USA ist die Skepsis groß: 47 Prozent äußern geringes oder kein Vertrauen. „Wer digitale Abhängigkeiten verringern will, braucht starke heimische und europäische Angebote – und verlässliche Partner, denen man auf Augenhöhe begegnet“, so Wintergerst. Für Kommunen und öffentliche Einrichtungen ist die Diskussion um digitale Souveränität von unmittelbarer Bedeutung. Sie betrifft nicht nur Hardware und Software, sondern auch die Frage, wie sicher und unabhängig digitale Verwaltungs- und Bildungsplattformen betrieben werden können. Der Weg zu mehr digitaler Eigenständigkeit führt daher über vernetzte Strategien, europäische Standards – und über den Willen, Digitalisierung als gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu begreifen. (DEKOM/BITKOM, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen

Immer mehr Städte und Gemeinden wollen künftig klimaneutral heizen. Besonders kleinere Kommunen stehen dabei vor der Frage, wie sich lokale Energiequellen wie Erdwärme, Solarthermie oder Biomasse sinnvoll nutzen lassen. Nahwärmenetze bieten hier große Chancen – sie ermöglichen eine gemeinsame Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Doch der Aufbau solcher Netze ist komplex und erfordert sowohl technische als auch organisatorische Lösungen. Wie das auch ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigt das Projekt „Suburbane Wärmewende 2“, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), der Technischen Universität Berlin (TUB) und dem Umweltzentrum Stuhr-Weyhe gemeinsam mit der niedersächsischen Gemeinde Weyhe umgesetzt wird. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Vorhaben begleitet die 32.000-Einwohner-Gemeinde im Bremer Umland beim Aufbau eines Nahwärmenetzes und wertet gleichzeitig Erfahrungen anderer Kommunen aus. Ziel ist es, praxistaugliche Modelle zu entwickeln, die auch für kleinere Gemeinden tragfähig sind. Bis spätestens 2028 müssen alle Kommunen in Deutschland eine Wärmeplanung vorlegen, viele bereits 2026. Ein zentraler Schritt dabei ist die Identifikation geeigneter Gebiete für klimaneutrale Wärmenetze. Doch gerade kleine Kommunen verfügen häufig weder über ein eigenes Stadtwerk noch über Erfahrung mit Aufbau und Betrieb solcher Systeme. „Die Herausforderungen reichen von der Suche nach einem Betreiber über die technische Planung bis hin zur Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Energieökonom Janis Weber (IÖW). Entscheidend für die Umsetzung ist die Nachfrage vor Ort. In vielen Gemeinden beginnt ein Wärmenetz mit engagierten Einzelpersonen oder kleinen Initiativen, die sich für lokale Lösungen starkmachen. Informationsveranstaltungen, Hausbefragungen und individuelle Beratungen helfen, das Interesse zu erfassen und Vertrauen aufzubauen. Denn die Wirtschaftlichkeit eines Netzes hängt maßgeblich von der Zahl der angeschlossenen Gebäude ab. In Weyhe wurde im Ortsteil Leeste untersucht, welche Energiequellen sich für den Betrieb eines Nahwärmenetzes eignen. In Betracht kommen Abwasserwärme, Biomasse aus Grünschnitt und oberflächennahe Geothermie. Auch mitteltiefe Geothermie wird geprüft. Eine Befragung ergab, dass sich mehr als die Hälfte der Haushalte für ein klimaneutrales Wärmenetz interessieren – vor allem dann, wenn ohnehin ein Heizungswechsel ansteht. Wirtschaftlich tragfähig wäre das Netz zunächst in den dichter bebauten Bereichen rund um das Schulzentrum, von wo aus es schrittweise erweitert werden könnte. „Weyhe will bis 2035 klimaneutral sein – die Wärmewende ist dafür zentral“, erklärt Dr. Kirstin Taberski, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde. Die Projektergebnisse fließen direkt in die kommunale Wärmeplanung ein und liefern eine Grundlage, um weitere Emissionen im Wärmebereich zu vermeiden. Neben der technischen Machbarkeit steht für viele kleine Kommunen die Frage im Raum, wer ein Wärmenetz aufbauen und betreiben soll. „Den meisten fehlt ein eigenes Stadtwerk und damit die nötige Infrastruktur oder Finanzierungskraft“, sagt Tidian Baerens (IÖW). Deshalb sei es wichtig, geeignete Partnerschaften zu entwickeln, die kommunale Steuerung mit externem Know-how verbinden. Ein mögliches Modell ist die Gründung einer Wärmenetzgesellschaft, an der Kommune, Bürgerenergiegenossenschaften, benachbarte Stadtwerke oder private Unternehmen gemeinsam beteiligt sind. So bleibt kommunale Mitbestimmung erhalten, während Kapital und Fachwissen von außen einfließen. „Das schafft tragfähige Lösungen, stärkt die lokale Wertschöpfung und verankert die Wärmewende vor Ort“, so Baerens. Das Projekt „Suburbane Wärmewende“ zeigt, dass die Wärmewende auch in kleineren Gemeinden gelingen kann – wenn technische Konzepte, Akteursnetzwerke und Bürgerbeteiligung frühzeitig zusammengebracht werden. (DEKOM/IÖW, 24.11.2025) Ganzer Artikel hier…

 

Feuerwehren setzen auf Erfahrung: Altersgrenze für den aktiven Dienst angehoben

Viele Feuerwehren in Deutschland stehen vor der gleichen Herausforderung: Der demografische Wandel erschwert die Einsatzbereitschaft, besonders in kleineren Gemeinden. Immer häufiger fehlen tagsüber genügend Kräfte, weil viele Mitglieder außerhalb arbeiten. Um diesen Engpass zu mildern, dürfen Feuerwehrleute in Bayern nun länger aktiv bleiben – bis zum 67. Lebensjahr. Die neue Regelung gilt seit Juli und ist ein wichtiges Signal für das Ehrenamt. Bislang endete der aktive Dienst mit 65 Jahren. Für viele Wehren bedeutete das den Verlust erfahrener Einsatzkräfte, die jahrzehntelang Verantwortung getragen und Routine in schwierigen Situationen entwickelt hatten. Mit der angehobenen Altersgrenze können diese Kräfte nun zwei Jahre länger bleiben. Künftig wird das Höchstalter zudem flexibel an das gesetzliche Rentenalter gekoppelt – eine Anpassung an veränderte Lebensläufe und höhere Fitness im Alter. In vielen ländlichen Regionen – etwa im Landkreis Bad Kissingen – zeigt sich, wie wertvoll erfahrene Feuerwehrleute im Einsatzalltag sind. Sie geben ihr Wissen an Jüngere weiter, behalten in stressigen Lagen den Überblick und übernehmen häufig Aufgaben, die spezielles Know-how erfordern. Dazu gehört auch das Fahren bestimmter Einsatzfahrzeuge, das mit neuen Führerscheinen nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Ältere Feuerwehrleute schließen damit gleich mehrere Lücken. Gleichzeitig betonen Feuerwehrverbände, dass Weiterbildung und Nachwuchsförderung zentrale Säulen bleiben. Auch erfahrene Einsatzkräfte müssen sich regelmäßig fortbilden, um mit neuer Technik und Einsatzkonzepten vertraut zu bleiben. Viele Feuerwehrschulen bieten daher Lehrgänge an, die generationsübergreifend angelegt sind – von der Jugendbetreuung bis zu realistischen Einsatzübungen für erfahrene Kräfte. Die Anhebung der Altersgrenze ist ein Schritt, der über Bayern hinaus Bedeutung hat. Sie zeigt, dass flexible Strukturen im Ehrenamt entscheidend sind, um Einsatzbereitschaft und Sicherheit langfristig zu sichern. Erfahrung bleibt ein zentraler Faktor – nicht nur im Brandfall, sondern auch für den Zusammenhalt in den Gemeinden. (DEKOM/StMi Bayern 24.11.2025) Mehr Infos hier…

 

Grüne fordern umfassendes Primärversorgungssystem

Die Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag fordert die rasche Vorbereitung und Einführung eines umfassenden Primärversorgungssystems im Gesundheitswesen. Ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges Gesundheitssystem basiere auf einer starken, patientenzentrierten Primärversorgung. Eine leistungsfähige Primärversorgung setze eine wohnortnahe, niedrigschwellige erste Anlaufstelle für Patienten voraus, heißt es in einem Antrag der Fraktion. Die primärversorgende Stelle sei bei Erwachsenen in der Regel die Hausarztpraxis, bei Kindern die Kinderarztpraxis. Die Bundesregierung verkenne bei ihrem geplanten Primärarztsystem, dass angesichts der demografischen Entwicklung und des Mangels an Hausärzten eine Versorgung nur mit multiprofessionellen Teams gelingen könne. Es bedürfe der raschen Einführung eines umfassenden Primärversorgungssystems, das auf Digitalisierung, berufsgruppenübergreifende Teams, Koordination der Behandlung der Patienten und Prävention setze.

Die Abgeordneten fordern unter anderem konkret, dass in Vorbereitung zur Einführung eines verbindlichen Primärversorgungssystems kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass allen Versicherten innerhalb von 20 Autominuten vom Wohnort eine hausärztliche und kinderärztliche Praxis zur Verfügung steht. Die haus- und kinderärztlichen Praxen sollten die koordinierende Funktion innerhalb des Versorgungssystems übernehmen. Patienten sollten dort möglichst fallabschließend behandelt oder, wenn medizinisch erforderlich, an Fachärzte überwiesen werden. (Deutscher Bundestag, 17.11.2025) Ganzer Artikel hier…