DWV-Vize Klaus Lennartz: Trumps Steuerreform setzt Bundesregierung unter Zugzwang

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Lennartz: „Die jetzt mit Mehrheit der Republikaner  beschlossene Steuerreform  wird Unternehmen in den USA künftig deutlich entlasten. Das Gesetzespaket enthält  mit verbesserten Abschreibungsregelungen und Verschärfungen für grenzüberschreitend tätige Unternehmen erhebliche Anreize, Konzernfunktionen und Investitionen nach Amerika zu verlagern.  Mit einem Gewinnsteuersatz von 20 Prozent und einer Körperschaftssteuer von unter 25 Prozent werden Vereinigten Staaten aus deutscher Sicht zum „Niedrigsteuerland“. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir hier in Deutschland jetzt dringend eine Steuergestaltung, die unsere Unternehmen spürbar entlastet. Wenn wir ein innovativer und wettbewerbsfähiger Standort bleiben und Investitionen im Land halten wollen, werden wir die Unternehmenssteuern nachhaltig senken müssen. Im internationalen Wettbewerb um Standorte liegt Deutschland jetzt mit der kombinierten Belastung aus Körperschafts- und Gewerbesteuer nicht nur deutlich über den USA,  sondern auch über Großbritannien und Frankreich, die dem Trend zu niedrigeren Unternehmensteuern längst Rechnung  getragen haben.  Mittelfristig  verschlechtert  das unsere Ausgangsposition im  Wettbewerb um die Ansiedlung von Investitionen und Arbeitsplätzen in ganz erheblicher Weise“, so Lennartz. An einer Neugestaltung der Unternehmenssteuer führt im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland kein Weg vorbei. Egal welche Bundesregierung wir demnächst haben werden, sie wird sich dem verschärften internationalen Wettbewerb um Standorte und Investitionen stellen müssen, so Lennartz weiter. (DWV, 21.12.2017)

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