Höhere Schülerzahlen stellen Länder und Kommunen vor Herausforderungen! – Auch Hürth sollte vorausschauend für den zukünftigen Bedarf planen!

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Deutschlandweit ist ein neuer Trend zu verzeichnen: Fiel die Zahl der Schüler seit der Jahrtausendwende Jahr für Jahr, soll sie in den nächsten Jahren wieder rasant steigen. Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung  wird die Zahl der Schüler bis zum Jahr 2025 bundesweit um etwa 300.000 auf rund 8,3 Millionen und bis zum Jahr 2030 um weitere 300.000 auf dann etwa 8,6 Millionen anwachsen. Der Zuwachs beruhe den Studienautoren zufolge auf einer dreifachen Entwicklung: der deutlich gestiegenen regulären Zuwanderung, der weltweiten Flüchtlingsbewegung und einer gestiegenen Geburtenrate. Alle drei Faktoren führen in Summe dazu, dass die von der Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2012 prognostizierten Schülerzahlen deutlich übertroffen werden. Rechnete die KMK für Jahr 2025 mit rund 7,2 Millionen Schülern werden es nach Berechnungen der Bertelsmann-Wissenschaftler tatsächlich wohl rund 8,3 Millionen Schüler sein. Spürbare Auswirkungen wird diese Entwicklung zunächst auf die Grundschulen haben, für die in Deutschland bis zum Jahr 2025 rund 24.000 zusätzliche Lehrer benötigt werden  und sich dann sukzessive in der Mittel- und Oberstufe fortsetzen. Bis 2030 rechnen die Studienautoren auch hier mit einem zusätzlichen Bedarf von 27.000 Lehrkräften. Lennartz: „Die Stadt Hürth hatte bereits  im Frühjahr dieses Jahres den Entwurf eines aktuellen Schulentwicklungsplans durch ein externes Beratungsbüro vorgestellt. Auch hier wird mit einem dauerhaften Anstieg der Schülerzahlen gerechnet. Während in diesem Jahr gut 530 Kinder in Hürth eingeschult werden, wird die Zahl schon 2021 bei rund 650 Kindern liegen und dann über Jahre auf dem hohen Niveau bleiben.“ Vor diesem Hintergrund möchte ich von der Verwaltung erfahren, ob der in der Bertelsmann-Studie prognostizierte Schülerzuwachs in etwa auch auf die Stadt Hürth zutrifft und ob diese Entwicklung bereits Eingang in den aktuellen Entwurf des Schulentwicklungs-plans gefunden hat, so Lennartz. Lennartz: „Mehr Schüler benötigen natürlich auch mehr Platz – deshalb möchte ich wissen, ob angesichts der zu erwartenden Entwicklung in Hürth Schulneubauten oder Erweiterungen notwendig und/oder bereits geplant sind, bzw. wie viele neue Schüler grundsätzlich den Bau einer neuen Schule rechtfertigen würden. Sollten solche Zubauten erwogen werden, interessiert mich, ob diese Maßnahmen allein von der Stadt Hürth oder mit Unterstützung von Land und Bund  getragen würden und wie hoch der Investitionsbedarf in etwa sein dürfte. “ Engpässe wird es dem aktuellen Entwurf des Schulentwicklungsplans zufolge in Hürth vor allem bei der offenen Ganztagsschule geben. Mit einer Betreuungsquote von fast 70 Prozent – ist die Kapazitätsgrenze für den „Offenen Ganztag“ bereits erreicht –  die Experten gehen davon aus, dass die Quote künftig noch steigen und in ein paar Jahren bei deutlich über 90 Prozent liegen wird.

Lennartz: „In Kombination mit den insgesamt steigenden Schülerzahlen dürfte dies schon mittelfristig erhebliche Platzprobleme verursachen. Darum habe ich die Verwaltung ferner um Auskunft gebeten, wie der Bedarf an Ganztagsbetreuungs-plätzen künftig befriedigt werden soll und ob dies ohne weitere Zubauten überhaupt realisierbar ist.“ Angesichts dessen, dass der aktuelle Entwurf des Schulentwicklungsplans bereits einen signifikanten Anstieg der Schülerzahlen für die Stadt Hürth prognostiziert, interessiert mich natürlich wie viele neue Lehrkräfte in Hürth benötigt werden und ob es seitens der Landesregierung bereits Signale gibt, ob und ggf. ab wann und wie viele zusätzliche Lehrer-Stellen an den Hürther Schulen vorgesehen sind. (Klaus Lennartz, 21.08.2017) Ganzer Artikel hier…

 

 

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