Zukunft hat Standorte – Hürth und den Rhein-Erft-Kreis!

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Seit Februar 2019 liegen die Vorschläge der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB) für die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels in unserer Region, sowie ein Fahrplan für den sukzessiven Ausstieg aus der Braunkohleverstromung auf dem Tisch. Davon sind meine Heimatstadt Hürth und der Rhein-Erft-Kreis unmittelbar betroffen. Gefragt sind jetzt Ideen und konkrete Projekte, die dazu beitragen können, dass die unsere Region – Hürth und der Rhein-Erft-Kreis – auch künftig ein starker und prosperierender Wirtschaftsraum bleibt, der uns, unseren Kindern und unseren Enkelkindern ein lebenswertes und attraktives Wohnumfeld bietet. Dazu bedarf es in erster Linie der Ansiedlung neuer innovativer Unternehmen, die hier bei uns hochwertige, zukunftsfähige und nachhaltige Arbeitsplätze, mit guten Löhnen und Gehältern, schaffen und so den von RWE bereits angekündigten signifikanten Stellabbau bis zum Jahr 2023 kompensieren können. Ich gehe davon aus, dass wir mittelfristig rund 5.000 neue Arbeitsplätze in der Region brauchen werden. Freilich eine Herkulesaufgabe – die mit vereinten Kräften sehr wohl gelingen kann, wie ein Blick über den Tellerrand hinaus – nach München-Garching in ganz hervorragender Weise zeigt. Dort besuchte Anfang des Jahres – auf meine Initiative und unter meiner Leitung – eine Delegation mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik aus dem Rhein-Erft-Kreis die UnternehmerTUM GmbH, das Entrepreneurship der Technischen Universität München. Die UnternehmerTUM GmbH bietet einen Raum für Innovation und Interaktion zwischen dem wissenschaftlichen Knowhow der TU München und klassischen Wirtschaftsunternehmen. Das Entrepreneurship ist eine Keimzelle für innovative Startups; hier finden junge Unternehmer Anregungen und Fertigungsmöglichkeiten von der ersten Idee, über die Finanzierung bis hin zur Marktreife. Aus dem im Jahr 2002 gegründeten Unternehmen ist binnen 17 Jahren die größte und wichtigste Institution für das Gründen von Startups und die Entstehung von Innovationen für den Mittelstand geworden – mit den eingangs erwähnten beeindruckenden Zahlen. Nach Auffassung vieler Experten kann dies hier bei uns in deutlich kürzerer Zeit – innerhalb fünf bis sieben Jahren – geschafft werden. Gemeinsam mit einem renommierten Inkubator aus dem Rhein-Erft-Kreis, der sogenannte Co-Working-Spaces in Köln und Düsseldorf betreibt und Unternehmern aus der Region, wird zurzeit ein Masterplan für die Realisierung eines Projekts nach Vorbild des UnternehmerTUMs hier bei uns im Rhein-Erft-Kreis entwickelt. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier im Herzen des Rheinlandes umgeben von renommierten Universitäten in Aachen, Bonn und Köln sowie einer Vielzahl bedeutender Forschungsinstitute geradezu für den Aufbau eines Entrepreneurships „rheinischer Prägung“ prädestiniert sind. Ein Entwicklungsraum in dem Wissen und Erkenntnisse der benachbarten Universitäten und Forschungseinrichtungen, das über Jahrzehnte gewachsene industrielle und wohl einmalige energiewirtschaftliche Knowhow unserer Region und die innovative Kraft junger Unternehmer gebündelt und zu marktreifen Produkten verdichtet wird. Die Stadt Hürth sowie zwei weitere Städte aus dem Rhein-Erft-Kreis wären  aus meiner Sicht als ideale Standorte oder Teilstandorte für dieses großangelegte Zukunftsprojekt. Der nächste Schritt ist bereits getan. Im Rahmen eines deutsch-israelischen Accelerator-Programms erwarten wir bereits im Oktober die ersten Startups aus Tel Aviv, die hier vor Ort vier Monate lang mit Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Rahmen unterschiedlicher Pilotprojekte zusammenarbeiten. Die beteiligten Unternehmen aus der Region gewinnen Know-How und Einblicke in die Arbeitsweise von Startups. Die Startups lernen das Rheinland kennen und bereiten eine spätere Niederlassungs-Eröffnung hier in der Region vor. Nach dem Silicon Valley gilt Israel und insbesondere die Region um Tel Aviv als beste und innovativste Region für Startups weltweit.