Informationsdienst Mittelstand im Rhein-Erft-Kreis

Ausgabe Oktober 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

das Demonstrationsrecht ist zweifellos ein hohes Gut. Friedliche Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes sind legitim und von der Versammlungsfreiheit gedeckt.

RWE hat für Tagebau und  Rodungen aufgrund der im Lichte des Pariser Klimaabkommens getroffenen Entscheidungen alle Genehmigungen. Dafür, dass viele Menschen, die Rodungen dennoch für nicht notwendig erachten und RWE  überzeugen wollen, davon Abstand zu nehmen – habe ich – auch wenn ich anderer Meinung bin – durchaus Verständnis.

Kein Verständnis habe ich indes für das skandalöse Treiben der Chaoten, die das Demonstrationsrecht für kriminelle Zwecke missbrauchen und im Hambacher Forst eine weltweit medial beachtete Bühne für schändliches Tun finden.

Polizisten mit Fäkalien zu bewerfen, ihnen lebensgefährliche Fallen zu bauen und mit Stahlkugeln zu beschießen sind tätliche Angriffe auf Leib und Leben der Beamten. Mit Protesten hat das nichts zu tun. Hierbei handelt es sich schlicht um schwere Straftaten krimineller Zeitgenossen.

Bäume betrauern und Haselmäuse beschützen – aber gleichzeitig Menschen in Uniformen vorsätzlich verletzen – das passt nicht zusammen und zeigt die eigentliche Motivation vieler, der sich im Wald verschanzenden so genannten Aktivisten.

Wo bleibt die Distanzierung von diesen Taten seitens der vor Ort handelnden Verbände, wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Campact oder Greenpeace? Wer von denen setzt sich ebenso vehement für den Schutz der Polizistinnen und Polizisten, wie den Erhalt seltener Arten, im Hambacher Forst ein? Alle Organisationen, die zu friedlichen Protesten gegen die Rodung des Waldes aufgerufen haben, stehen hier mit in der Verantwortung.

Als Gründer der Polizeistiftung NRW gilt mein aufrichtiger Dank jedem einzelnen Beamten, der hier im Hambacher Forst im Einsatz ist, um unseren Rechtsstaat zu schützen und durzusetzen. Ich danke den Familien, Verwandten und Freunden der Polizistinnen und Polizisten, die während der Einsätze im Hambacher Forst um Leben und Gesundheit ihrer Töchter und Söhne, ihrer Mütter und Väter oder ihrer Freunde und Partner fürchten müssen. Ihnen allen gebührt höchste Anerkennung – und stärkster gesellschaftlicher Rückhalt.

Ich  appelliere an alle friedlichen Demonstranten, sich von den kriminellen Chaoten zu distanzieren und sich bei gewalttätigen Übergriffen bedingungslos auf die Seite – der auch ihren friedlichen Protest schützenden Beamten – zu stellen.

Ungeachtet dessen, ob die Rodung des Waldes nun notwendig ist oder nicht – wir alle im Rhein-Erft-Kreis und der ganzen Region werden uns früher oder später mit dem Ende der Braunkohleverstromung engagieren müssen. Angst brauchen wir davor nicht zu haben.  Der Rhein-Erft-Kreis war mal Nummer 1 in Europa – das konnte ich als Landrat nachweisen.  Wir konnten schon immer mehr als Kohle verstromen und das wird auch in Zukunft so sein. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz werden die Energiebranche revolutionieren. Für diese zweite industrielle Revolution sind wir im Rhein-Erft-Kreis bestens gewappnet. Wir haben jahrzehntelang maßgeblich zur Energieversorgung der gesamten Republik beigetragen – unsere Handwerksbetriebe und unser Mittelstand können auf einen immensen Erfahrungsschatz und erstklassiges Knowhow zurückgreifen – so dass der Rhein-Erft-Kreis auch künftig ein Energie- und Technologiestandort von internationalem Rang sein wird.

Herzliche Grüße

Ihr

Klaus Lennartz

 

 Salongespräch im Hause Lennartz

Anfang Oktober werden die Eheleute Elke und Klaus Lennartz den nordrheinwestfälischen Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart in ihrem Hause begrüßen. Im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Salongespräche wird Pinkwart hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft Rede und Antwort stehen.  Kernthemen werden dabei, die Bereiche Digitalisierung, Bildung, die Energiewende und  in diesem Zusammenhang nicht zuletzt, der aus dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung  resultierende bevorstehende Strukturwandel hier in der Region sein. Seit vielen Jahren laden die Eheleute Lennartz führende Politiker aus Land und Bund zu den Salongesprächen ein. Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier war bereits ebenso in Hürth Stotzheim zu Gast, wie FDP Chef Christian Lindner oder die ehemalige NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

 

Alarm, wenn das Wasser läuft – GWG will 45 Wohnungen in Pulheim mit moderner Technik ausstatten

Moderne Digitaltechnik kann einen Beitrag dazu leisten, dass Senioren länger in ihrer eigenen Wohnung bleiben können – und damit in ihrem gewohnten Umfeld. Davon ist Achim Leirich, Geschäftsführer der GWG Rhein-Erft, überzeugt. Die Wohnungsbaugesellschaft will in einem Modellversuch 45 Neubauwohnungen, die gerade an der Glessener Straße in Brauweiler entstehen, mit intelligenten Hilfssystemen ausstatten. In einer frisch renovierten Musterwohnung eine Ecke weiter an der Pater-Delp-Straße kann die Technik bereits ausprobieren werden. Herzstück des Systems vom Berliner Hersteller Casenio ist eine Hauszentrale, die per Funk um verschiedene Sensoren und Schalter erweitert werden kann. Das System schlägt Alarm, wenn Fenster zu lange offenstehen oder der Bewohner vergessen hat, die Haustür zu schließen. Mit Alarmknöpfen, die an Wänden angebracht, aber auch wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen werden können, wird das System zu einer Hausnotrufanlage. Aus Sicht des Wohnungsbauunternehmens besonders interessant ist der Feuchtigkeitssensor, der frühzeitig vor aus- oder überlaufendem Wasser warnt, sagt Leirich. „Wasserschäden werden schnell sehr teuer“, weiß der GWG-Geschäftsführer. „Das führt, ähnlich wie Schäden durch Brände, zu steigenden Versicherungsprämien, die dann am Ende über die Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden müssen.“ Gesteuert wird das System über einen Tablet-PC mit berührungsempfindlichem Bildschirm und einfach zu bedienender Software. Die GWG will als Service auch einen Knopf auf dem Bildschirm einblenden lassen, über den der Hausmeister gerufen werden kann. Bei wem die Meldungen sonst auflaufen, kann individuell festgelegt werden. „Das können die Angehörigen sein, aber auch ein Pflegedienst“, so Leirich. Neben den Komponenten, die die GWG installieren will, bieten die Berliner viele weitere an. Sensoren können etwa melden, wenn der Herd nicht abgestellt oder der Kühlschrank lange nicht geöffnet wurde. Sie können Bewohner an die Pilleneinnahme erinnern. Auch Komfortfunktionen wie Heizungs- und Lichtsteuerung können nachgerüstet werden. Die Kosten seien überschaubar, sagt Leirich, das System auch nachrüstbar. Für die Grundausstattung reiche eine dreistellige Investition pro Wohnung. Der SPD-Politiker Klaus Lennartz, der den Kontakt vermittelt hat, ist überzeugt, dass die Digitalisierung „enorme Möglichkeiten“ für die häusliche Pflege biete und dabei helfen könne, Pflegepersonal und Angehörige zu entlasten.

 

Projekt „Digitalportal Handwerk Rhein-Erft“ nimmt weiter Fahrt auf

Die Arbeit an dem von Klaus Lennartz initiierten Digitalportal für das Handwerk im Rhein-Erft-Kreis läuft auf Hochtouren. Nach dem ersten so genannten Werkstattgespräch in Frechen traf sich die aus Vertretern des Kreishandwerks, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Erft-Kreises, der RWTH Aachen und des Koblenzer Kompetenzzentrums Digitalisierung bereits zum zweiten Mal an der RWTH in Aachen. Die Teilnehmer vereinbarten zum Auftakt die Erstellung einer Projektskizze in der u. a. die Ausgangslage und die konkrete Zielsetzung des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, die Entwicklung einer Plattform für das Handwerk sowie die Grobskizzierung eines tragfähigen Betreibermodells gefasst werden sollen. Diese Konzeption, die auch als Grundlage für die Einwerbung von Mittel und Fördergeldern  dient, soll bereits zum nächsten Arbeitstreffen der Projektgruppe Mitte Oktober finalisiert werden.  (Klaus Lennartz, 24.09.2018)

 

Investor bekommt das Dreiecksgrundstück

Schon vor einigen Jahren konnte Klaus Lennartz den Hürther Investor Joachim Wollny u. a. für die Idee auf dem Dreiecksgrundstück am Kiebitzweg in Hürth ein u.a.  Start-Up-Zentrum zu errichten. Jetzt nimmt das Projekt konkrete Formen an, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet: Der Bau Start-up Centers mit Bürokomplex und Geschäftshaus auf dem Dreiecksgrundstück rückt näher. Der Hauptausschuss hat den Verkauf der 8600 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Luxemburger Straße, den Stadtbahngleisen und dem Pendlerparkplatz Kiebitz im Hauptausschuss mit den Stimmen von CDU, Grünen und von Bürgermeister Dirk Breuer beschlossen. Der Kaufpreis soll bei 2,4 Millionen Euro liegen. Der Hürther Projektentwickler Joachim Wollny will entlang der Luxemburger Straße auf Höhe des Baumarkts „Bauhaus“ einen fünfgeschossigen Gebäuderiegel errichten. Die Investitionssumme hatte Wollny zuletzt auf mindestens 25 Millionen Euro beziffert. Genutzt werden soll das Gebäude ausschließlich gewerblich. Im Erdgeschoss sind Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen, in den oberen Etagen hauptsächlich Büros, aber auch die Einrichtung eines Hotels ist dort möglich. Vorgesehen ist, dass auch das Gründerzentrum St@rth Hürth, das am Standort in Knapsack „aus allen Nähten platzt“, wie Bürgermeister Dirk Breuer sagt, in dem Neubau neue Räume bekommt.  Der Vertrag schreibt die gewerbliche Nutzung ebenso fest wie die Fassadengestaltung mit Klinker oder Backstein. Außerdem muss bis Ende 2019 eine Baugenehmigung vorliegen, spätestens vier Jahre darauf soll das Gebäude stehen. Breuer: „Ein Bebauungsplanverfahren hätte das Projekt um eineinhalb Jahre verzögert.“  Klaus Lennartz begrüßt die Entscheidung des Rates: „Für die Stadt Hürth ist die Ansiedlung eines Start-Up-Centers in dem  etwa auch eine innovative Lernfabrik 4.0 Platz finden könnte, ein wichtiger Schritt, um ihre starke Position als prosperierenden Wirtschaftsstandort auch künftig zu behaupten und weiter auszubauen. Der Rat hat hier sehr weitsichtig agiert, auch wenn eine Fraktion, die großen Chancen, die  in diesem Projekt liegen, nicht erkannt hat.“ (Kölner Stadtanzeiger, 21.09.2018)

 

Sicherer Messenger für Unternehmen

Als sichere Alternative zu Whatsapp hat Rohde & Schwarz einen Trusted Communicator entwickelt, der sich an Unternehmen und öffentliche Institutionen richtet. Die Nutzung des Smartphones sowohl für private wie auch geschäftliche Zwecke hat sich in der Arbeitswelt fest etabliert. Und so werden auch dienstliche Nachrichten der Einfachheit halber über Messenger wie Whatsapp verschickt. Das Problem: Solche Messenger greifen alle Daten ab, derer sie auf dem Handy oder Tablet habhaft werden können, z.B. sämtliche Kontakte und den Standort. Dadurch gelangen die Adressen und Metainformationen auf fremde Server und sind dort für Hacker frei verfügbar. Das birgt nicht nur ein großes Sicherheitsrisiko für Unternehmen, sondern verstößt auch gegen das Datenschutzrecht. Das ist beim R&S Trusted Communicator von Rohde & Schwarz Cybersecurity nicht der Fall: Diese für iOS und Android entwickelte App verwaltet Kontakte, die sie aus verschiedenen Quellen bezieht, und greift auf ein abgesichertes, von den privaten Kontakten separiertes und verschlüsseltes Telefonbuch zu. Dadurch ist die Kommunikations- und Kollaborationsplattform auch für die geschäftliche Nutzung eines privaten Smartphones geeignet.  Der R&S Trusted Communicator kombiniert einen sicheren Messenger und Verschlüsselte Telefongespräche in einer App. Er stellt sicher, dass Sofortnachrichten und Anrufe gleichermaßen chiffriert sind. Der R&S Trusted Communicator hat in seiner Standardversion den Krypto-Provider SCIP eingebaut. Um eine dauerhafte Absicherung zu gewährleisten, kann das kryptografische Verfahren jederzeit an neue Heraus-forderungen angepasst werden. Funktionale Veränderungen, beispielsweise an digitalen Zertifikaten, sind dabei nicht erforderlich. Zudem kann die Lösung in die bestehende Public-Key-Infrastructure (PKI) implementiert werden. Der R&S Trusted Communicator ergänzt das bereits etablierte R&S Trusted Mobile für Android-Smartphones und -Tablets. Das System basiert auf einem gehärteten Sicherheitskern und wird in zwei voneinander isolierte Sicherheitsbereiche unterteilt: einen privaten Bereich (»Open«) und einen Unternehmensbereich (»Restricted«). Anwendungen und Daten in diesen jeweiligen Sicherheitsdomänen werden streng voneinander getrennt und sollen dadurch vor Cyberangriffen geschützt werden. Die Trennung zwischen »Restricted« und »Open« ermöglicht auch den sicheren Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk. So können Anwendungen aus dem Business-Bereich über einen sicheren VPN-Tunnel auf E-Mails, Kontakte, Kalender und Intranet zugreifen und untereinander Daten austauschen. Auch der Zugriff auf externe Webseiten erfolgt im Business-Bereich über die Unternehmens-Firewall, die gefährliche Inhalte ausfiltert.  (Elektronik.net, 13.09.2018) Ganzer Artikel hier…

 

Buen Camino: Die Eheleute Lennartz auf dem Jakobsweg

Elke und Klaus Lennartz haben in drei Jahres-Etappen den Jakobsweg von der französischen Grenze bis Santiago de Compostela absolviert. Insgesamt fast 600 Kilometer. Klaus Lennartz: „Für meine Frau Elke und mich waren die drei Etappen auf der Pilgerroute weit mehr als ein unvergessliches Erlebnis. Wohl nirgends passt das Credo „der Weg ist das Ziel“ besser als auf dem Jakobsweg und das nicht nur wegen der großartigen Kulisse. Die  Einfachheit der Fortbewegung, der Unterkünfte und der Verpflegung, bietet Raum  zur inneren Einkehr und ist eine wunderbare Gelegenheit zu sich selbst und zu Gott zu finden. Ich kann jedem, der dazu in der Lage ist, ein paar Wochen auf dem Jakobsweg nur wärmstens empfehlen. Buen Camino!