Informationsdienst Mittelstand im Rhein-Erft-Kreis

Ausgabe 02_18 vom 13.03.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

Deutschland bekommt endlich wieder eine handlungsfähige und stabile Regierung. Entsprechend erleichtert habe ich die Zustimmung der SPD Basis zur Neuauflage der Großen Koalition zur Kenntnis genommen. Das ist eine vernünftige und richtige Entscheidung. Die SPD übernimmt damit wieder Verantwortung für das Land und seine Menschen – so wie sie es im Laufe ihrer Geschichte immer getan hat. Für Deutschland und Europa, für unsere Wirtschaft und den Mittelstand ist es gut, dass sich die Stimmen der Vernunft und gesellschaftspolitischen Verantwortung für unser Land gegenüber parteitaktischen Erwägungen und Interessen durchgesetzt haben. Im Koalitionsvertrag sind viele  ambitionierte Vorhaben  aufgeführt, die engagiert und schnell umgesetzt werden müssen, wie der Digitalpakt für Schulen, die Digitalisierung von Verwaltung und öffentlichen Dienstleistungen und flächendeckendes Gigabit-Internet bis 2025. Für die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland sind Investitionen in Glasfaser, Straßen und Schulen eine grundlegende Voraussetzung. In der Umsetzung des durchaus sozialdemokratisch geprägten Regierungsprogramms liegt die eigentliche Herausforderung der SPD. Die Sozialdemokraten müssen achtgeben, dass die Partei  in einer dritten großen Koalition mit einer Kanzlerin Merkel nicht weiter ausgezehrt und minimiert wird. Deshalb reicht es für die SPD nicht, dass sie ihre Vorhaben in der Regierung durchsetzt. Parallel dazu muss die programmatische und organisatorische Erneuerung der Partei vorankommen. Nur soziale Gerechtigkeit reicht nicht, um über 20 bis 23  Prozent zu kommen. Das haben die letzten drei Wahlen schmerzhaft gezeigt. Die SPD muss auch in der Gesellschaftspolitik, in der Wirtschaftspolitik und in der Politik der inneren Sicherheit wieder Anschluss an die Bevölkerung finden. Sie muss Antworten finden auf die drängenden Fragen des 21. Jahrhunderts:  Wie realisiert sich Gerechtigkeit in einer globalen Welt? Wie lassen sich Demokratie und Arbeitnehmerrechte in einer digitalen Welt sichern? Wie gestaltet sich eine lebendige Partei, wenn es keine Zeit mehr gibt, sich im Ortsverein zu treffen und gerade junge Menschen anders politisch Einfluss nehmen wollen? Wie sehen neue Wege der Beteiligung aus, ohne die sehr erfolgreiche repräsentative Demokratie über Bord zu werfen, für die sich die deutsche Sozialdemokratie vor knapp hundert Jahren zu Recht entschieden hat? Die Sozialdemokratie muss sich den Rahmenbedingungen der modernen Welt anpassen. Die SPD wird auf Sicht nur eine Volkspartei bleiben, wenn sie für alle sozialen Klassen ein überzeugendes Politikmodell vorweisen kann. Sie muss für eine neue Mittelklasse Angebote zur Absicherung und Anhebung ihrer Lebensqualität ausbilden und  einer neuen Unterschicht Angebote zur Verbesserung ihrer sozialen Mobilität und zur Identitätsfindung unterbreiten. Sie muss allen Gesellschaftsschichten Angebote zur Minderung des Risikos schaffen, sozial abzustürzen und kulturell Heimatlos zu werden.

Herzliche Grüße

Ihr

Klaus Lennartz

 

 

Fokussierung von RWE auf den Bereich Erneuerbare Energien ist eine gute Nachricht für den Rhein-Erft-Kreis! Region kann zum Hotspot der Energiewende werden!

Der Hürther SPD Politiker Klaus Lennartz begrüßt die geplante Übernahme der RWE-Tochter  Innogy durch den Mitbewerber E.ON.  Die Energiekonzerne planen einen weitreichenden Tausch von Geschäftsbereichen.  Innogy soll dann aufgespalten werden:  EON übernimmt das Netz- und das Vertriebsgeschäft, RWE die Erneuerbaren Energien. Lennartz: „Für RWE ergibt sich durch den Erhalt der Erneuerbaren Energien von Innogy und von EON  quasi über Nacht eine völlig neue Perspektive. RWE verfügt dann über ein starkes Standbein im Geschäft mit Wind- und Sonnenkraft sowie anderen regenerativen Energien.  Für den in vor einem weitreichenden Strukturwandel stehenden  Rhein-Erft-Kreis ist das eine gute Nachricht.  Der Rhein-Erft-Kreis kann sich künftig noch stärker als Hotspot der Energiewende und  Hightech-Schmiede für den Bereich erneuerbare Energien positionieren.  Ich bin der festen Überzeugung, in der Entwicklung neuer Technologien und digitaler Geschäftsmodelle für den  unsere Region seit vielen Jahrzehnten prägenden Energiesektor  liegt das größte Potenzial für die Zukunft des Rhein-Erft-Kreises. Ich denke da etwa an das virtuelle Kraftwerk in Elsdorf Heppendorf oder hier im Kreis entwickelte innovative thermische Speicher. Die in der Braunkohlegewinnung und Verstromung wegfallenden Arbeitsplätze müssen durch neue zukunftsfähige Arbeitsplätze ersetzt werden. Die künftige Ausrichtung von RWE auf den Bereich der Erneuerbaren Energien und Ökostrom-Erzeugung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. (Klaus Lennartz, 13.03.2018)

 

 

Illegal parkende LKW in Kalscheuren – von Rotterdam lernen

Im Zusammenhang mit illegal parkenden LKW entlang der Winterstraße  in Kalscheuren hat der Hürther SPD-Politiker den Einsatz von Parkkrallen gegen widerrechtlich parkende LKW angeregt. Ausserdem müssten wesentlich höhere Bußgelder verhängt werden, so Lennartz. Die Stadt Rotterdam praktiziere dies im Bereich des Euroports seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Dort wird das nächtliche Parkverbot von der Stadtpolizei kontrolliert. Bußgelder für Falschparker beginnen bei 90 EURO. Es werden ggfs. Parkkrallen angelegt oder Fahrzeuge entfernt.  Ähnlich empfindliche Maßnahmen und Strafen sollten auch in Hürth verhängt werden, damit das Ansteuern eines Autohofs die deutlich günstigere Option bleibt. Lennartz: „Der Mangel an LKW-Parkplätzen wird angesichts des wachsenden Güterverkehrs immer mehr zu einem Problem. Mehr als die Hälfte aller Fahrer muss mehr als 15 km weit fahren, um einen Parkplatz zu finden; jeder vierte muss sogar mehr als 30 km entfernt vom Lieferort parken. So werde die Suche nach einem Stellplatz zur Lotterie, heißt es in der Studie „Ruhende Verkehre richtig steuern“, die von der IHK Duisburg und der Universität Duisburg vorgelegt wurde. Folgeerscheinungen sind verstopfte Autobahnparkplätze, zugeparkte Gewerbegebiete und Anliegerstraßen oder  picknickende Fahrer im Grünen – von den beträchtlichen Zusatzkosten für das Gewerbe ganz zu schweigen.“  Im Fernstraßennetz in Nordrhein-Westfalen (NRW) gibt es derzeit 6.345 Stellplätze für den Straßengüterverkehr, weitere 3.200 sollen in den kommenden fünf Jahren fertiggestellt werden. Dennoch geht der Landesbetrieb Straßen NRW davon aus, dass 2025 rund 4.000 LKW-Stellplätze allein in NRW fehlen werden. Fahrer müssen aber bestimmte gesetzliche Ruhezeiten einhalten und dafür ihren LKW parken. So sucht nach 17 Uhr mehr als die Hälfte der Fahrer im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten nach einem Parkplatz; ein weiteres Drittel benötigt sogar über 60 Minuten, hat die Studie ergeben. Dies bedeutet: beträchtliche zusätzliche Fahrzeiten und mehr Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Lärmbelästigung und Stress. Neben dem eingeschränkten Parkangebot sei ein Grund für die lange Parkplatzsuche, dass die Fahrer nicht ausreichend über Parkmöglichkeiten informiert seien. So seien mehr als jedem zweiten Fahrer die innerstädtischen Parkmöglichkeiten nicht ersichtlich. Spezielle Parkplatz-Apps würden kaum genutzt. Gerade das Stellplatzangebot innerorts bekommt von den Fahrern aber schlechte Noten, auch die Beschilderung wird als mangelhaft beschrieben. Vor allem an Duschmöglichkeiten fehlt es danach oft, auch die sanitären Anlagen ließen Wünsche offen. Zusätzliche Wartezeiten entstehen auch durch eine ungenaue Disposition aufseiten der Auftraggeber oder der Kunden. Nur etwa ein Drittel der Fahrer hat geringere Wartezeiten als eine Stunde; ein weitaus größerer Teil muss bis zu zwei Stunden warten, bevor eine Anfahrt an die Laderampe zugelassen wird. Zugenommen hat angesichts der prekären Parkraumsituation das Risiko von Frachtdiebstählen. Die Versicherungsbranche schätzt den Schaden durch Ladungsdiebstahl auf jährlich rund 300 Mio. EUR. Mittlerweile rieten die Versicherungen Unternehmen, bestimmte Parkplätze zu meiden, so die Studie. Das gelte beispielsweise für Teile von Duisburg, aber auch für Wesel, Moers und die niederländische Grenze bei Venlo. Die Versicherer empfehlen danach, Betriebsgelände von Kooperationspartnern oder private Autohöfe zum Parken aufzusuchen. Hier sei das Risiko deutlich geringer. Verlader setzten zum Teil bereits unternehmenseigene Lösungen für ruhende Verkehre um. Derartige Vorhaben sind allerdings durch lange Planungszeiten und Genehmigungsverfahren bei der öffentlichen Hand langwierig. Auch mit Blick auf Beschilderungen von Routen entlang der Autobahnen zu Werkstoren und Stellplätzen bestehe noch Handlungsbedarf. Während Hersteller von Klein- und hochwertigen Produkten wie Tabakwaren oder Kosmetika oder auch Verlader aus der Chemieindustrie sehr hohe Anforderungen an sichere und geeignete Parkplätze stellten, hätten Verlader zum Beispiel aus der Stahlindustrie geringeren Bedarf an sicheren Parkplätzen, so die Studie. Das liege daran, dass Stahlprodukte meist nur über kurze Distanzen transportiert würden und kein besonderes Ziel für Diebstähle darstellten. Neben Aus- und Neubau von Rastplätzen werden Kompaktparken, Shared-Parking, die Freigabe von PKW-Stellplätzen in Spitzenzeiten sowie die Schaffung von Parkleitsystemen in der Studie als Maßnahmen gegen die Parkplatznot vorgeschlagen. Auch die Unternehmen müssten tätig werden und mehr Stellplätze auf dem Firmengelände schaffen. Den Kommunen mangele es allerdings oft an geeigneten Stellflächen. Infrage kommende Flächen würden in der Regel anderweitig und produktiver genutzt. Und es finde sich nur dann ein privater Betreiber für einen LKW-Parkplatz, wenn bestimmte Faktoren wie Fläche und Nachfrage einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichten. Lennartz: „Ein Positivbeispiel ist das Parkraumkonzept im Hafengebiet von Rotterdam. Es schränkt zum einen das Parken entlang der Hafenstraßen ein, zum anderen hält es auf inzwischen vier Autohöfen 620 Stellplätze bereit. Das nächtliche Parkverbot wird von der Stadtpolizei Rotterdam kontrolliert. Bußgelder für Falschparker beginnen bei 90 EUR. Es werden ggfs. Parkkrallen angelegt oder Fahrzeuge entfernt. Auch der Hamburger Hafen hat ein Pilotprojekt mit telematischem Parkraum-Management und Kompaktparken auf einem privat betriebenen Autohof in Hamburg Moorfleet gestartet“. (IHK Niederrhein, November 2017 / Klaus Lennartz, 28.02.2018) Ganzer Artikel hier…

 

Fachkräftemangel bremst Mittelständler aus: Umsatzeinbußen von mehr als 50 Milliarden Euro – Der Rhein-Erft-Kreis geht mit Pilotprojekt neue Wege!

Der Fachkräftemangel wird für den deutschen Mittelstand immer bedrohlicher und kostet massiv Wachstum. Noch nie fiel es den Unternehmen so schwer, geeignete Fachkräfte zu finden: Der Anteil der Unternehmen, die große Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften haben, hat sich seit 2015 von 16 Prozent auf aktuell 27 Prozent erhöht. Weitere 53 Prozent geben an, dass ihnen die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern „eher schwer“ fällt. Der leergefegte Arbeitsmarkt macht nicht nur den Personalabteilungen zu schaffen – er kostet die Unternehmen insgesamt viel Geld. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Mittelständler beklagt Umsatzeinbußen aufgrund des Fachkräftemangels – 2017 waren es noch 53 Prozent, im Jahr davor 49 Prozent. Insgesamt entgehen dem deutschen Mittelstand dadurch hochgerechnet 53,4 Milliarden Euro im Jahr. Dabei würden die Mittelständler am liebsten auf Rekordniveau neue Mitarbeiter einstellen: 36 Prozent planen, im ersten Halbjahr 2018 ihre Belegschaft aufzustocken – so viele wie noch nie seit Beginn der Befragung. Lediglich acht Prozent gehen davon aus, dass ihre Mitarbeiterzahl sinken wird. Das sind Ergebnisse des Mittelstandsbarometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Für die Studie wurden deutschlandweit 2.000 mittelständische Unternehmen mit mindestens 20 Millionen Euro und höchstens 1 Milliarde Euro Umsatz befragt. „Die Wirtschaft brummt, die Konsumbereitschaft ist groß und die deutschen Unternehmen haben volle Auftragsbücher. Die Zeichen für 2018 stehen auf Wachstum“, kommentiert Michael Marbler, Partner bei EY und verantwortlich für den Bereich Mittelstand. „Allerdings setzt die Situation auf dem Arbeitsmarkt dem Wachstum Grenzen. Regional herrscht in Deutschland teilweise Vollbeschäftigung, gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihren Arbeitgeber längst aussuchen. Gerade kleinere Mittelständler, die mit bekannten Großunternehmen um Arbeitskräfte konkurrieren, können dadurch oft Stellen nur mühsam oder gar nicht besetzen.“

Eine Linderung der angespannten Arbeitsmarktsituation könnten Flüchtlinge bringen: Zwei Drittel der Mittelständler glauben, dass Flüchtlinge mittelfristig dazu beitragen werden, den Fachkräftemangel zu mildern – zehn Prozent gehen sogar von einer erheblichen Verbesserung der Fachkräftesituation durch die Flüchtlinge aus. Vor einem Jahr erwarteten nur 45 Prozent der Mittelständler eine Linderung des Fachkräftemangels durch geflüchtete Menschen. Bereits jeder vierte Betrieb (27 Prozent) beschäftigt Flüchtlinge, ein erheblicher Sprung gegenüber 2017, als nur 16 Prozent der Mittelständler Flüchtlingen Arbeit gaben. Weitere 52 Prozent sind grundsätzlich bereit, Flüchtlinge zu beschäftigen. Lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen lehnen es rundheraus ab, Flüchtlinge zu beschäftigen. Als größtes Einstellungshindernis für Flüchtlinge sehen die Mittelständler mangelnde Deutschkenntnisse. 83 Prozent und damit so viele wie im vergangenen Jahr, nennen dies als wichtigstes Problem. Eine mangelnde Qualifikation nennen 55 Prozent (Vorjahr 46 Prozent) und hohen bürokratischen Aufwand 34 Prozent (37 Prozent) als großes Hindernis. „Die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt erfordert sowohl Zeit als auch Geld. Dies kann am Ende für den deutschen Mittelstand aber ein lohnendes Investment im Kampf gegen den Fachkräftemangel sein – schließlich ist nirgendwo sonst ein so großes Potenzial an möglichen Beschäftigten zu finden“, so Marbler.  Lennartz: „Vor diesem Hintergrund hatte ich gemeinsam mit dem ehemaligen langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Rhein-Erft-Kreis, Willi Zylajew, ein Projekt zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung hier im Kreis initiiert. Die am 1. November 2017 begonnenen Maßnahmen werden gemeinsam vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland e. V. (CJD) und der hiesigen Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Es handelt sich dabei um zwei berufsfachliche Qualifizierungen im Bereich der Elektrotechnik. Mit den unterschiedlichen Schwerpunkten „erneuerbare Energien“ bzw. „Microcomputertechnik und Digitalisierung“. Die Maßnahmen erlauben die Teilnahme von jeweils zwölf Personen und dauern 6 Monate. Im Anschluss daran ist für die Absolventen ein 4 -wöchiges Praktikum mit dem Ziel der Eingliederung in den Arbeitsmarkt vorgesehen. Auf diese Weise können im Rahmen des zweijährigen Pilotprojekts rund 100 Geflüchtete entsprechend qualifiziert werden.  Das Projekt hat Leuchtturmcharakter auch für andere Regionen und könnte demnächst NRW weit ausgerollt werden.  (EY / Klaus Lennartz, 25.02.2018) Ganzer Artikel hier…     Das vollständige EY-Mittelstandsbarometer hier…

 

Lennartz: Gesamtschul-Tourismus aus Frechen darf nicht zum Lasten Hürther Kinder gehen!

Frechens Schulprobleme dürfen nicht auf Umlandgemeinden abgewälzt werden! Stadt Frechen sollte Kooperationsmöglichkeiten mit Köln prüfen. Der Hürther SPD Politiker Klaus Lennartz will sich jetzt an Frechens Bürgermeisterin Susanne Stupp wenden, weil viele Frechener Kinder auf der Hürther Gesamtschule angemeldet werden. Lennartz: Zuletzt bin ich mehrfach von besorgten Hürther Eltern angesprochen worden – die ihre Kinder gerne auf die hiesige Gesamtschule in Hürth schicken würden – deren Wunsch aufgrund fehlender Plätze allerdings nicht entsprochen werden konnte.“ Dies ist umso bedauerlicher, als die Stadt Hürth das u. a. damit begründet, dass auch Frechener Schülerinnen und Schüler die Hürther Gesamtschule besuchen, weil es diese Schulform in Frechen nicht gibt, so Lennartz.   Lennartz: „Soweit ich informiert bin, wurden die Pläne für eine Gesamtschule am Standort Frechen Ende 2016 verworfen. Ein entsprechendes Angebot wurde seitens der Elternschaft nicht in ausreichendem Maße angenommen.  Mit dem Ergebnis, dass Frechener Kinder, die eine Gesamtschule besuchen wollen, nach Hürth, Pulheim oder Köln ausweichen und den Wettbewerb um die auch dort knappen Plätze noch weiter verschärfen. Denn wenn die Heimatkommune keine eigene Gesamtschule anbietet, können Eltern ihre Kinder in Nachbarkommunen anmelden. Ihre Anmeldung wird genauso behandelt wie die von Kölner Kindern. Auswahlkriterien wie die Länge des Schulwegs, die bei Gymnasien oder Realschulen gelten, spielen bei den Gesamtschulen keine Rolle.“ Für Hürther, Pulheimer oder Kölner Eltern, deren Kinder aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht an der Gesamtschule in ihrem Heimatort angenommen wurden  ist das natürlich sehr ärgerlich. Auch nach meinem Dafürhalten ist es nur schwer nachvollziehbar, dass die Umlandgemeinden die Frechener Schulprobleme lösen sollen, so Lennartz weiter. Lennartz: „Allein in Köln werden Jahr für Jahr mehr als 700 Kinder, die gerne eine Gesamtschule besuchen wollen  aufgrund Platzmangels abgelehnt. In Hürth wurden im Schuljahr 2016 fast 60 Kinder abgelehnt in Pulheim gingen 50 Kinder leer aus.  Die hohen Anmeldezahlen belegen, die steigende Akzeptanz und Attraktivität dieser Schulform – „Eine Schule für alle Kinder“. Vor diesem Hintergrund halte ich es seitens der Stadt Frechen für dringend geboten, den Sachverhalt erneut auf den Prüfstand zu stellen und tatsächlich sämtliche Möglichkeiten auszuloten, den Frechener Kindern eine eigene Gesamtschule zur Verfügung zu stellen, so Lennartz. Lennartz: „Meines Wissens  wurde eine sich angesichts o. g. Zahlen geradezu aufdrängende Kooperation, etwa mit der Stadt Köln, seinerzeit überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Ich halte dies für ein großes Versäumnis. Es  erinnert an das längst überwunden geglaubte  Kirchturm-Denken der 1960er und 1970er Jahre.  Ich bin der Überzeugung, dass angesichts der Probleme wachsender Regionen – solche Fragen regionaler und stadtübergreifender betrachtet werden müssen.“ (Klaus Lennartz, 12.03.2018)

 

Delegation aus dem Rhein-Erft-Kreis besucht Technische Universität – Bergakademie in Freiberg

Eine Delegation von Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis war Mitte Februar an der TU BAF in Freiberg/Sachsen zu Gast. Angeführt und wurde die Delegation von Klaus Lennartz, dem Vizepräsident des Deutschen Wirtschaftsverbandes und seinem Hauptgeschäftsführer Guido Mumm. Bei diesem Besuch wurde den interessierten Unternehmen auch ein neuartiges Verfahren zur Verwendung von Bauxitrückständen – das  u.a. im Rhein-Erft-Kreis entwickelt wurde – und mehrere Anwendungsbereiche vorgeführt, so z.B. ein Granulat, das zur Filterung von Wasser in Kläranlagen aber auch zur Vorfilterung von sog. Sickerwässern in Deponien eingesetzt werden kann. Derzeit werden Daten ermittelt, wie effizient dies geschehen kann.  Herzstück der Präsentation war ein Wärmespeicher im Modellformat (siehe Foto), der aufgrund seiner Beschaffenheit binnen kürzester Zeit bis auf 745 Grad Celsius (möglich wären gar bis zu 1.300 Grad Celsius) mittels Strom erhitzt werden kann und gleichzeitig in der Lage ist, diese gespeicherte Wärme wieder abzugeben. Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) hat 10.000 solcher Zyklen dargestellt, ohne dass eine Beeinträchtigung oder Leistungseinschränkung zu verzeichnen gewesen wäre. Eine Revolution auf dem Speichermarkt. Die Unternehmensvertreter diskutierten auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Rhein-Erft-Kreis und inwieweit hier Möglichkeiten bestehen, den Strukturwandel im Rheinischen Revier voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Lennartz: „Nach dem sich das hier in Rede stehende Verfahren in der Theorie bereits als belastbar erwiesen hat, soll es sich jetzt in der Praxis bewähren. Für unterschiedliche Anwendungen des Verfahrens liegen bereits entsprechende Weltpatente vor. Schon im Februar / März soll es weitere Informationen zu konkreten Projekten geben, in denen das Verfahren Anwendung findet. Nach meinem Dafürhalten kann dieser patentierte Prozess einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und des Strukturwandels im Rhein–Erft-Kreis beitragen. (Deutscher Wirtschaftsverband, 16.02.2018) Ganzer Artikel hier…

 

Neue Technologien können selbstbestimmtes Leben Pflegebedürftiger verlängern!

Digitalisierung ambulanter Pflege führt zu erheblicher Entlastung des Pflegepersonals. Der Hürther SPD Politiker Klaus Lennartz beschäftigt sich mit Lösungen zur Verbesserung der ambulanten Pflege – insbesondere im Rhein-Erft-Kreis und besichtigte in diesem Zusammenhang jetzt mehrere altengerechte und mit neuesten assistierenden Technologien ausgestatte   Musterwohnungen  in Berlin. Lennartz: „Immer mehr ambulant Pflegebedürftige stehen einer konstant bleibenden Zahl an Pflegepersonal gegenüber. Die demografischen Verwerfungen werden diese Situation in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Hier  im Rhein-Erft-Kreis wird nach aktuellen Erhebungen im Jahr 2035 mehr als die Hälfte der Menschen 50 Jahre und älter, jeder dritte Mensch älter als 60 Jahre sein. Dies ist eine große Herausforderung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik und stellt enorme Anforderungen an den Pflegesektor. Ein vielversprechender Lösungsansatz liegt nach meinem Dafürhalten und dem vieler Experten in der Digitalisierung möglichst vieler ambulanter Pflegeprozesse.“  Digitale Anwendungen ersetzen auch in der ambulanten Pflege natürlich nicht die dringend notwendige menschliche Zuwendung. Sie würden aber zu  der dringend notwendigen Entlastung der derzeit rund 1550 Beschäftigten  bei den 70  im Rhein-Erft-Kreis ansässigen Pflegedienstleistern führen und die Zeit, die den Pflegenden für jeden einzelnen Patienten zur Verfügung steht, deutlich erhöhen – was insgesamt eine signifikante Verbesserung insbesondere der ambulanten Pflege zufolge hat und dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ zusätzlich Geltung verschafft.  Dabei helfen Technologien, die unter dem Begriff Ambient Assited Living (AAL) bzw. Altengerechte Assistenzsystem  – also von der Umgebung unterstütztes wohnen – zusammengefasst werden. Diese  erlauben in Kombination mit telemedizinischen Anwendungen, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen künftig länger selbständig und selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung leben können.  Lernende Haushaltegräte, die sich etwa via Spracheingabe steuern lassen und digitale Geräte, die sämtliche geundheitsrelevante Körperfunktionen überwachen, Notrufe automatisch auslösen und Informationen an Ärzte und Pflegende weitergeben, gewährleisten wenn notwendig eine lückenlose medizinische Betreuung, so Lennartz.   Lennartz: „Vor diesem Hintergrund rege ich an, hier im Kreis in ausgesuchten Quartieren Pilotprojekte für die Errichtung von Musterwohnungen zu initiieren, die mit den neuesten Pflege- und Assistenztechnologien ausgestattet sind und allen Anforderungen  aus dem Bereich AAL, Pflege 4.0 und Telemedizin entsprechen.“  Im Rahmen einer Exkursion der Wirtschaftsförderung (WFG) Rhein-Erft-Kreis nach Eindhoven, konnte ich mehrere hochmoderne niederländische Pflegeeinrichtungen besichtigen.  Viele der dort eingesetzten innovativen Technologien, wurden von deutschen Ingieneuren  entwickelt und sollten nach meinem Dafürhalten auch im deutschen Pflegesektor Anwendung finden und unseren Pflegebedürftigen zu Gute kommen.  (Klaus Lennartz, 06.02.2018)

 

Sängerkreis stellt sich neu auf – Klaus Lennartz folgt Bernhard Worms als Protektor

Der Sängerkreis Rhein-Erft hat sich neu aufgestellt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, auf die Ämter der vier Bezirksvorsitzenden und ihrer Stellvertreter künftig zu verzichten. Stattdessen stehen der wiedergewählten Vorsitzenden Waltraud Rühl mit Herbert Hardt und Klaus-Peter Langhammer jetzt zwei Stellvertreter statt bisher einer zur Seite. Ehrungen von Jubilaren sollen künftig einmal jährlich bei einer zentralen Veranstaltung im festlichen Rahmen vorgenommen werden. Die Funktion des Protektors, die Bernhard Worms nach 15 Jahren aus Altersgründen abgibt, übernimmt Klaus Lennartz. Der SPD Politiker will möglichst viele Menschen zum Mitmachen in den Gesangsvereinen animieren: „Werte die für das Zusammenleben in einem Dorf grundlegend bestimmend sind, Wiederherstellen von heimatlichen Lebenswelten, von örtlichen Gemeinschaften, Ausbildung von Heimatbewusstsein. Erhalt unserer Kultur und dazu gehört unser Liedgut. Wir müssen im Kreissängerbund neue Wege gehen. Wie können wir als Gesangvereine mit neuen technischen Möglichkeiten andere zum mit machen animieren. Lassen Sie gemeinsam überlegen wie wir unsere Bürger zum Gesang im Verein begeistern können. Protektor heißt übersetzt so viel wie beschützen. Das ist mir zu wenig. Wir sollten gemeinsam „ Neues gestalten.“ 59 Chöre sind dem Verein derzeit angeschlossen. Für zwei Chöre, die sich aufgelöst haben, haben sich zwei neue Singgemeinschaften um die Mitgliedschaft beworben. Für 2018 sind zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter auch eine Chorreise nach Prag. Im Januar wurde bereits ein Benefizkonzert durchgeführt. Der Erlös in Höhe von 1300 Euro ging an die ambulanten Hospiz-Vereine im Rhein-Erft-Kreis. (Klaus Lennartz, 26.02.2018) Ganzer Artikel hier…