Informationsdienst Mittelstand im Rhein-Erft-Kreis

Ausgabe 09_17 vom 22.12.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

in der letzten Ausgabe meines Informationsdienstes hatte ich das Thema Fintechs aufgegriffen und ausführlich beleuchtet.  Mich haben dazu sehr viele Zuschriften und Anfragen erreicht.  Bei  vielen von Ihnen habe damit offenbar das Interesse an dieser vergleichsweise unbürokratischen Finanzierungsalternative  geweckt. Wenn auch Sie weitergehende Informationen zu Fintechs benötigen und Fragen zu dem Thema oder zu speziellen Anbietern  haben, können Sie sich jederzeit an mich persönlich oder den Hauptgeschäftsführer und Finanzierungsexperten des Deutschen Wirtschaftsverbandes, Herrn Guido Mumm, wenden.

Meine Kontaktdaten finden Sie im unteren Bereich dieses Newsletters – Herrn Mumm erreichen Sie über die Webseite des Deutschen Wirtschaftsverbandes www.deutscher-wirtschaftsverband.deper Mail: info@deutscher-wirtschaftsverband.de oder telefonisch unter der 02233/396411.

Sollten Sie die Fintech-Sonderausgabe  noch nicht gelesen haben, steht Sie Ihnen unter folgendem Link nach wie vor bereit:  Zur Fintech-Sonderausgabe hier…

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018.

Herzliche Grüße

Ihr

Klaus Lennartz

 

Mittelständler sollten Chancen digitaler Finanzdienstleistungen nutzen

Die globale Digitalisierungswelle hat auch den Finanzsektor erfasst. Zunehmend machen junge, technikorientierte Unternehmen den traditionellen Banken Konkurrenz. Nach einer Studie des Bundesfinanzministeriums gibt es in Deutschland rund 400 FinTech-Unternehmen – Tendenz stark steigend. Die Studie geht von einem Gesamtmarktvolumen der FinTechs in Deutschland im Jahr 2020 von 58 Mrd. Euro aus und erwartet eine Steigerung auf bis zu 148 Mrd. Euro bis 2030. Allerdings ist Deutschland damit im internationalen Vergleich eher ein Zwerg. So wird in den USA das Transaktionsvolumen digitaler Finanzdienstleistungen auf mehr als 900 Milliarden Euro geschätzt.

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Vorhaben, dem Innovationsforum FinTech, wurden seit April 2017 in vier Expertenrunden Chancen und Risiken, Rahmenbedingungen und Hemmnisse der FinTech-Entwicklung in Deutschland diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei der Beitrag der FinTech-Finanzdienstleistungen für den Mittelstand.

Die Ergebnisse der Expertenrunden werden heute auf dem Fachkongress „FinTechs als Innovationstreiber im Finanzsektor“ im TechQuartier in Frankfurt am Main zusammengetragen und analysiert. Von den verschiedenen Problemen, etwa in der Kooperation mit Banken, dem technologischen Entwicklungsbedarf, den regulatorischen Anforderungen, sticht immer wieder eines hervor: Mittelständler in Deutschland machen zu wenig von FinTech-Leistungsangeboten Gebrauch. Mittelstandspräsident Mario Ohoven forderte sie deshalb auf, die Chancen digitaler Finanzdienstleistungen zu nutzen. Um hier unterstützend eingreifen zu können, haben der BVMW und das Innovationsforum FinTech die Initiative „FinTech-Vorteile für den Mittelstand nutzbar machen“ gestartet. Ziel ist es, für den zentralen Unternehmensbereich Finanzierung die Vorteile digitaler Finanzdienstleistungen stärker zu erschließen, um damit einen Beitrag zur internationalen Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes zu leisten. (Presseportal, 23.11.2017) Ganzer Artikel hier…

 

DWV-Vize Klaus Lennartz: Trumps Steuerreform setzt Bundesregierung unter Zugzwang

Lennartz: „Die jetzt mit Mehrheit der Republikaner  beschlossene Steuerreform  wird Unternehmen in den USA künftig deutlich entlasten. Das Gesetzespaket enthält  mit verbesserten Abschreibungsregelungen und Verschärfungen für grenzüberschreitend tätige Unternehmen erhebliche Anreize, Konzernfunktionen und Investitionen nach Amerika zu verlagern.  Mit einem Gewinnsteuersatz von 20 Prozent und einer Körperschaftssteuer von unter 25 Prozent werden Vereinigten Staaten aus deutscher Sicht zum „Niedrigsteuerland“. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir hier in Deutschland jetzt dringend eine Steuergestaltung, die unsere Unternehmen spürbar entlastet. Wenn wir ein innovativer und wettbewerbsfähiger Standort bleiben und Investitionen im Land halten wollen, werden wir die Unternehmenssteuern nachhaltig senken müssen. Im internationalen Wettbewerb um Standorte liegt Deutschland jetzt mit der kombinierten Belastung aus Körperschafts- und Gewerbesteuer nicht nur deutlich über den USA,  sondern auch über Großbritannien und Frankreich, die dem Trend zu niedrigeren Unternehmensteuern längst Rechnung  getragen haben.  Mittelfristig  verschlechtert  das unsere Ausgangsposition im  Wettbewerb um die Ansiedlung von Investitionen und Arbeitsplätzen in ganz erheblicher Weise“, so Lennartz. An einer Neugestaltung der Unternehmenssteuer führt im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland kein Weg vorbei. Egal welche Bundesregierung wir demnächst haben werden, sie wird sich dem verschärften internationalen Wettbewerb um Standorte und Investitionen stellen müssen, so Lennartz weiter. (DWV, 21.12.2017) Ganzer Artikel hier…

 

Sigmar Gabriel hat wichtige Diskussion über Leitkultur angestoßen!

Klaus Lennartz Vizepräsident des Deutschen Wirtschaftsverbandes und Mitglied des Seeheimer-Kreises der SPD unterstützt den geschäftsführenden Bundesaußenminister und ehemaligen SPD Parteichef Sigmar Gabriel, der in einem Gastbeitrag für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ eine offene Debatte über eine Leitkultur angestoßen und damit eine heftige Diskussion bei den Sozialdemokraten ausgelöst hat. Lennartz: „Auch wenn sie bei einigen Genossinnen und Genossen verpönt sind, Begrifflichkeiten wie Leitkultur und Heimat sind keine „verbotenen Wörter“, sondern werden angesichts der sich rasant wandelenden Welt für viele Menschen immer bedeutender. Sie geben uns Halt und Orientierung, stehen für unsere Werte, Traditionen und unsere Kultur. Ich habe noch nie verstanden, warum viele Sozialdemokraten sich so schwer tun mit dem Heimatbegriff. Für die meisten Menschen sind Verbundenheit und Liebe zu ihrer Heimat nichts Verwerfliches, sondern selbstverständlicher Teil ihres Lebensgefühls. Wir dürfen diese Begriffe nicht den Konservativen und ewig gestrigen überlassen, nur weil Nationalisten sie für ihre Zwecke missbrauchten und immer noch missbrauchen. Ebenso wenig kann ich schlechtes an einer Leitkultur finden, die uns und denen die zu uns kommen als Richtschnur und einer Art gesellschaftlicher Knigge dient. Bei der Leitkultur geht es um Grundwerte, wie Religionsfreiheit, wie Toleranz, Gleichberechtigung oder die Ächtung öffentlichen Hasses. Und es geht um Tugenden, wie Fleiß, Disziplin und Einsatzbereitschaft. Die schändlichen Szenen, die sich zuletzt in der Hauptstadt am Brandenburger Tor ereigneten oder die sich in wenigen Tagen zum zweiten Mal jährenden Übergriffe in der Kölner Silvesternacht, zeigen wie wichtig eine verbindliche Leitkultur für unser Land und damit für alle, die hier leben oder hier leben wollen ist. Sie bildet den Rahmen in dem wir unsere Freiheit ausleben können und setzt der individuellen Freiheit gleichermaßen dort die Grenzen, wo sie die Freiheit der anderen beeinträchtigt. Gleiches gilt auch für Gabriels Denkanstöße in Sachen Industriepolitik und Umweltschutz und Innere Sicherheit und Datenschutz. Hier im rheinischen Revier hängen zigtausende Arbeitsplätze an der Braunkohle – unsere Bergleute haben wegen des bevorstehenden Kohleausstiegs Angst um ihre Arbeitsplätze. Das sind Existenzängste – deshalb sind sie sicher keine Gegner des Umwelt- und Klimaschutzes. Ich stimme Sigmar Gabriel auch hier zu: Ökologie und Industriepolitik sind zwei Seiten derselben Medaille und müssen zusammen betrachtet werden. Das gilt analog sowohl für Innere Sicherheit und den Datenschutz als auch für die fortschreitende Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Ich persönlich bin Sigmar Gabriel sehr dankbar dafür, dass er diese sehr wichtige Debatte angestoßen hat – sowohl innerhalb der SPD als auch für eine breite öffentliche Diskussion. (DWV, 19.12.2017) Ganzer Artikel hier…

 

 

Klaus Lennartz zu den antijüdischen Protesten am Brandenburger Tor

Sehr verstörend und alarmierend  wirken die Szenen auf mich, die sich dieser Tage in der Hauptstadt vor dem Brandenburger Tor abspielen. Brennende israelische Fahnen und Davidsterne, antisemitische und antijüdische Parolen – skandiert von hassgetriebenen Palästinensern und ihren Sympathisanten.   Ich persönlich habe niemals geglaubt, dass es je wieder möglich sein würde, auf deutschem Boden Juden und den Staat Israel in derart beschämender Weise zu beleidigen – und schlimmer noch- ausgestattet mit Fahnen der Terrororganisation Hamas, lautstark den Tod des Staates Israel zu propagieren. Und das nicht irgendwo, sondern auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor – quasi  in der guten Stube unserer Republik – in Sichtweite zum Holocaust-Mahnmal.    Es ist eine Schande, nicht nur weil wir Deutschen dem Staat Israel und dem jüdischen Volk in ganz besonderer Weise verbunden sind, sondern weil Deutschland seit vielen Jahrzehnten ein offenes, tolerantes und friedfertiges Land ist. Wir sind keine Hassgesellschaft.  Hass, Unterdrückung und Kriegstreiberei  gehören hier nicht her.   In unserem demokratischen Rechtsstaat hat zweifellos jeder das Recht zu demonstrieren, gegen politische Entscheidungen oder Regierungen zu protestieren und seinen Unmut öffentlich kundzutun.  Diese Grundrechte gehören zum Wesen einer freien Gesellschaft und einer lebendigen Demokratie. Freiheit ist aber immer die Freiheit der Andersdenkenden und endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.     Wer aber unter dem Mantel  der  Freiheit Andersgläubige verunglimpft und Hass gegen andere Religionen, Staaten und Menschen  schürt, hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Das gilt für Christen, ebenso, wie für Juden und Muslime. Wenn das an einem für unsere Geschichte so zentralen Ort, wie dem Brandenburger Tor  geschieht – zumal in der für uns Christen so bedeutenden und friedvollen Adventszeit – dann ist das nicht nur ein Angriff auf das Judentum und den Staat Israel, sondern vor allem auch ein Angriff auf unsere liberale Gesellschaft und unsere abendländisch-christliche Kultur.   Wir haben in Deutschland vor gerade mal 80 Jahren bitter erfahren müssen, wohin ungezügelter Hass auf Andersgläubige und Andersdenkende führen kann.  Diese schlimmen Erfahrungen sollten uns Lehre genug sein, jeder Tendenz zu einer Wiederholung ohne Toleranz und mit aller Härte zu begegnen und – darauf kommt es letztlich an – im Keim zu ersticken.   Das Recht auf freie Religionsausübung ist elementarer Bestandteil unserer Leitkultur. Wer sich dem verschließt, verschließt sich unserer Gesellschaft und muss wissen, dass unser Land kein Platz für ihn ist.    Zum zweiten Mal in Folge drängen sich hasserfüllte und intolerante religiöse Eiferer mit ihrem schändlichen Tun in den medialen Mittelpunkt der Adventszeit. Unsere Weihnachtmärkte gleichen Festungen – statt Weihnachtliedern schallen Hassparolen durchs Brandenburger Tor.  Das dürfen wir nicht länger hinnehmen.   Wie auch das jüdische Chanukka-Fest, das die radikalen Antisemiten in diesen Tagen als Bühne für ihre Hasstiraden missbrauchen, ist auch Weihnachten ein Fest der Hoffnung. Mein Glaube hilft mir, die Hoffnung auf mehr Toleranz und Verständnis der Menschen und Religionen untereinander und damit auf eine friedlichere Welt nicht aufzugeben.  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe und vor allem friedvolle Weihnachtstage, einen besinnlichen Jahresausklang und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2018. (Klaus Lennartz, 15.12.2017) Ganzer Artikel hier…

 

Konkurrenz aus dem Internet – Alternative für den Mittelstand

FinTechs und Online-Plattformen drängen immer stärker auf den Kreditmarkt. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Banken müssen flexibler werden, um den Trend nicht zu verpassen. Denn die neuen Wettbewerber und Technologien bieten vor allem Kunden viele Vorteile. Tausende investieren online in Projekte oder verleihen im Internet ihr Geld – die Digitalisierung macht es möglich. Was bei Start-ups schon gang und gäbe ist, bleibt bei der Immobilienfinanzierung noch das berühmte Neuland. Doch Crowdlending – eine Alternative zum klassischen Bankenkredit – ist auf dem Vormarsch. Organisiert wird dies von Online-Plattformen und FinTechs. Es geht um einen Billionen-Markt, denn allein die Wohnimmobilienkredite in Deutschland sind rund 1.200 Milliarden Euro wert. In der gewerblichen Finanzierung haben sich FinTechs bereits etabliert. Zwar sieht das bei der privaten Immobilienfinanzierung anders aus, doch auch dieser Markt wird immer digitaler, Prozesse werden beschleunigt, die Zeit zwischen Antrag und Kreditzusage wird kürzer, das Angebot vielfältiger. Die Kunden können flexibler agieren, der Markt wird dadurch schneller. FinTechs decken unter anderem oft riskantere Kredite ab, die Banken nicht übernehmen. Das bietet auch Potenziale zur Immobilienfinanzierung. „Die neuen Angebote wirken aber nicht disruptiv. Sie werden die klassischen Anbieter nicht vollständig verdrängen“, prognostiziert IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer. So fehlt ihnen derzeit häufig noch die wichtige Reputation bei den Kunden, die erst langsam aufgebaut werden kann. Zudem können die etablierten Anbieter im personalintensiven Immobilienkreditgeschäft aktuell noch ihre Größenvorteile ausspielen. Doch die Banken müssen sich der rasanten Entwicklung kontinuierlich anpassen und schlankere, flexiblere Strukturen aufbauen, um auch zukünftig mithalten zu können. „Sie sollten außerdem verstärkt mit FinTechs kooperieren und sie als externe Denkfabriken nutzen“, rät IW-Wissenschaftlerin Barbara Engels. Nur so können sie sichergehen, die Digitalisierung nicht zu verpassen, sondern sie aktiv mitzugestalten. Das Gutachten wurde erstellt im Auftrag der TXS GmbH. Für die Ergebnisse befragten die IW-Wissenschaftler Experten von Banken, Verbänden und FinTechs. (IW Köln, 16.11.2017) Ganzer Artikel hier…