Freitag, November 24, 2017
Newsletter Ausgabe: 06_17 - 22.09.2017

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der Abbruch der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition ist keine gute Nachricht für den deutschen Mittelstand und darf keinesfalls zu Stillstand führen. Digitaler Fortschritt ist zwingend notwendig, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Die dringenden Gestaltungsaufgaben – wie der Breitbandausbau und digitale Bildung dulden keinerlei Aufschub mehr, damit unser Mittelstand die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und technologische Innovationen einsetzen, entwickeln und vorantreiben kann.

Nur wenn die Chancen der Digitalisierung konsequent genutzt werden, wird Deutschland auch künftig ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben und seine Position als eine der führenden Industrienationen  verteidigen. Dazu braucht gerade der Mittelstand – als Rückgrat der deutschen Wirtschaft – flächendeckend verfügbare, hochleistungsfähige Internetanschlüsse bis direkt in die Gewerbegebiete und die Unternehmen. Zur Bewältigung dieser wichtigen Aufgaben brauchen wir eine handlungsfähige, stabile Regierung.  CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne müssen sich zusammenraufen und einen neuen Anlauf nehmen. Sie wurden in vom Volk gewählt, um die Geschicke unseres Landes zu lenken und nicht um parteiideologische Ziele zu verwirklichen. In dem vorliegenden Wahlergebnis spiegelt sich der Wille der Bürgerinnen und Bürger wider – den gilt es umzusetzen – notfalls auch in Kompromissen!

Ich appelliere deshalb auch besonders an meine Partei alle Möglichkeiten auszuloten, um dem Wählerwillen letztlich Rechnung zu tragen. Wir Sozialdemokraten  haben über anderthalb Jahrhunderte an kritischen Wendepunkten der Geschichte  staatspolitische Verantwortung  stets über Parteiinteressen gestellt und drohten zuletzt sogar daran zu zerbrechen.

In der abgelaufenen Legislaturperiode war zweifellos die SPD die gestalterische Kraft in der großen Koalition – sie hat die entscheidenden Impulse gesetzt  und die wichtigsten Initiativen und Gesetze auf den Weg gebracht – die Lorbeeren dafür heimsten indes die Kanzlerin und Union ein.

Sollte eine stabile Regierung abermals nur durch eine große Koalition zu Stande kommen, weil Frau Merkel es nicht vermochte, eine andere tragefähige Konstellation herbeizuführen, dann darf dies keinesfalls darauf hinauslaufen, dass die, dann den Karren erneut aus dem Dreck ziehende,  SPD am Ende weiterer vier Jahre gänzlich marginalisiert worden ist.

Nach meinem Dafürhalten ist eine Neuauflage der großen Koalition deshalb  überhaupt nur unter Meinungsführerschaft und Deutungshoheit  der Sozialdemokraten möglich und sollte an ambitionierte Forderungen geknüpft sein: Die SPD muss auf das wichtige Finanzressort beharren und nach zwei Jahren den oder die Kanzler(in) stellen. Die Union könnte unter einem sozialdemokratischen Regierungschef, dann wieder das Finanzministerium übernehmen und hätte zwei Jahre Zeit, sich neuzuformieren und für die Post-Merkel-Ära zu wappnen.

Staatspolitische Verantwortung hin – oder her: Kanzlerschaft und das Schlüsselressort Finanzministerium in der Hand der Union ist unter keinen Umständen Basis für eine Neuauflage von schwarz-rot und  muss für die SPD unverrückbar das  Ausschlusskriterium für den abermaligen Eintritt in eine große Koalition sein – die dickste aller roten Linien. Dies muss Grundvoraussetzung für die mögliche Aufnahme jedweder Gespräche oder Verhandlungen mit der Union sein.

 

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Auf Initiative des SPD-Politikers Klaus Lennartz lud Hürths Bürgermeister Dirk Breuer ins Rathaus ein.  „Es ist nicht wichtig, auf Tablets oder auf Handys das Wischen zu lernen. Viel wichtiger ist es, die Anwendungen zu kennen, die auf diese Weise aktiviert werden“, betonte Bürgermeister Dirk Breuer bei einer Zusammenkunft zum Thema Digitalisierung im Rathaus. Daran teilgenommen hatten Landrat Michael Kreuzberg, Kerpens Bürgermeister Dieter Spürck, Bedburgs Bildungsfachbereichs-leiter Bildung Klaus Brunken, der Hürther SPD-Politiker Klaus Lennartz, Elisabeth Pasch, Leiterin der Hürther Martinusschule, Ruth Klein, Leiterin der Pulheimer Barbaraschule und der Diplom-Psychologe Stephan Noller.  Auf Initiative von Lennartz präsentierte Noller als Mitentwickler den für den Grundschulunterricht konzipierten Microcontroller calliope mini.  Vier achtjährige Mädchen aus dem Rhein-Erft-Kreis demonstrierten die Funktionsweise des Minicomputers, der den Kindern spielerisch die Grundlagen des Programmierens vermitteln soll. Lennartz: „Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Die Vermittlung digitaler Kenntnisse und die Erlangung von Medienkompetenz bereits in der Grundschule sind von enormer Bedeutung. Unsere Kinder müssen früh lernen, einen Computer zu steuern, statt sich vom Computer steuern zu lassen. Deshalb  bin ich überzeugt, dass der calliope mini für unsere Kinder, die Gründer und Gründerinnen von morgen, ein Baustein für ihre digitale Zukunft ist. Nur wer weiß, was hinter den Apps und Gadgets steckt, was Daten bedeuten und wie wir uns durch clevere Anwendungen selbst schützen können, wird sich selbstverständlich und ohne Angst in ihr bewegen.“  Wie schnell die Kinder die Funktionen des Minicomputers verinnerlichten und schon nach wenigen Minuten erste kleine Anwendungen programmieren konnten, versetzte die Anwesenden ins Staunen.  Der Minicomputer ist auch für inklusiven Unterricht geeignet und konnte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeführt werden. Der Calliope mini ist ein gemeinnütziges und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Bildungsprojekt. Hinter der Weiterentwicklung steckt die Calliope gemeinnützige GmbH. Geschäftsführer sind zu gleichen Teilen die Professorinnen Gesche Joost und Franka Futterlieb, Diplom-Psychologe Stephan Noller, Designer Jørn Alraun, IT-Berater Maxim Loick sowie Klaus J. Buß.  Mehr als 25.000 dieser Minicomputer wurden bundesweit bereits an mehr als 1.000 Schulen ausgegeben.  Bürgermeister Dirk Breuer freut sich, dass die Hürther Martinusschule mit einem Klassensatz der Minicomputer ausgestattet wurde. „Hier werden erste Erfahrungen im Bereich der digitalen Bildung gesammelt, von denen künftig alle Grundschulen in der Stadt Hürth profitieren können“, so Breuer wörtlich. (Stadt Hürth, 24.11.2017) Ganzer Artikel hier…

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Klaus Lennartz fordert: Alle Schulen sollten mit Internet-Kapazitäten von mindestens 100 Mbit/s ausgestattet sein, um den digitalen Anschluss nicht zu verpassen. Schon seit langem setzt sich Klaus Lennartz für eine bessere IT-Ausstattung und Internetanbindung der Schulen des Rhein-Erft-Kreises ein. Vorbildcharakter hat da etwa Köln, wo die Schulen von der Unternehmensinitiative NetColognes „Schulen im NetCologne Netz“ (SiNN) profitierten und nunmehr mit einem schnellen Internet ausgestattet und auch untereinander vernetzt sind. In seinem Ausbaugebiet bietet NetCologne kostenfrei Anschlüsse für das pädagogische Netz in Schulen (für Grund- und Förderschulen 25 Mbit/s, für weiterführende Schulen 50 Mbit/s im Downstream). Damit die Schulen nicht den Anschluss an die digitale Entwicklung verlieren, sei es nach Meinung von Lennartz dringen notwendig, dass sie mindestens mit Anschlüssen von 100 Mbit/s ausgestattet werden. Nur so ließe sich sinnvoll mit innovativen Lehrmitteln wie Smartboards und iPads arbeiten.   Aus einer Anfrage Lennartz‘ nach der Breitbandversorgung und der WLAN Netze in den Schulen der verschiedenen Städte des Rhein-Erft-Kreises ergibt sich ein differenziertes Bild.  Vorbildlich agiert die Stadt Brühl. Hier plant NetCologne momentan kostenfrei die LWL-Anbindung (Glasfaserkabel) der weiterführenden Schulen und baut das WLAN aus. So wird die bisherige Anbindung der insgesamt 13 Brühler Schulen über die alten DSL-Leitungen durch einen Glasfaserbasierten Anschluss ersetzt. Bis Anfang September waren bereits die ersten sechs Schulen am neuen Netz, die anderen folgen nun schrittweise. Damit bietet Brühl eine gute Blaupause für alle Kreiskommunen.    Auch Hürth nimmt an dem SiNN-Programm NetColognes teil und wird seit Anfang des Jahres sukzessive mit Bandbreiten von 25 Mbit/s für Grundschulen und 50 Mbit/s für weiterführende Schulen ausgestattet, wie Bürgermeister Dirk Breuer mitteilte. Aktuell gearbeitet wird auch an einem Ausbau sicherer und performanter WLAN-Netze. Die weiterführenden Schulen sind bereits oder sollen zeitnah mit WLAN ausgestattet sein. Wie weit die Grundschulen angeschlossen werden, entscheide sich nach einem Pilotprojekt an der Bodelschwingh-Schule, so Breuer  Auf einem guten Weg ist bereits Erftstadt. Die Schulen verfügen, je nach Standort, über eine Breitbandversorgung zwischen 50 und 100 Mbit/s. WLAN sei erst seit kurzem von den Schulen gewünscht worden, weshalb man sich im Rahmen von NetColognes Programm „Gute Schule 2020“ an einer flächendeckenden Anbindung beteiligen werde, wie Uwe Gebs vom Amt für Schulverwaltung mitteilte.  In Wesseling sind alle Schulen an das Internet angeschlossen. Die sechs Grundschulen sollen in nächster Zeit mit einem 50 Mbit/s zu 10 Mbit/s Anschluss ausgestattet werden, zwei von ihnen, die Schillerschule und die Albert-Schweitzer- Schule, erhalten einen 25 zu 5 Mbit/s Anschluss bis Ende Februar, für die weiteren Grundschulen müssten die Maßnahmen noch geplant werden, so Bürgermeister Erwin Esser. Das Schulzentrum habe einen 100 zu 40 Mbit/s Internetanschluss, der noch technisch in ein WLAN eingebracht wird. Während die Realschule voll mit strukturierter Verkabelung ausgestattet ist, hängt die Ausstattung des Gymnasiums und der Hauptschule von dem Fahrplan zur Sanierung des gesamten Schulzentrums zusammen. Die WLAN Struktur sei in Wesseling dagegen sehr unterschiedlich, so Esser. Im Schulzentrum sind Teile des Zentralgebäudes und die Realschule mit der notwendigen IT-Infrastruktur ausgestattet, ebenso wie die Rheinschule. Dort könne nach vorhandenen Mitteln zeitnah ein WLAN Netzwerk installiert werden. Ein entsprechender „Masterplan“ müsse noch erstellt werden.  Von der kostenlosen Internetanbindung NetColognes mit den Bandbreiten 50 zu 10 Mbit/s in den weiterführenden Schulen und 25 zu 5 Mbit/s in den Grundschulen profitieren, bis auf eine kleinere Grundschule, auch die Schulen in Bedburg. Eine Anbindung an das Glasfasernetz sei beantragt, meint Bürgermeister Sascha Solbach. Die Umsetzung des WLAN-Konzeptes in allen städtischen Schulen soll bis Ende 2018 erfolgen.  Die Schulen in Kerpen profitieren von dem Telekom T@School Anschluss mit einer Bandbreite von 6.000 Kbit/s bis 16.000Kbit/s. Man sei aber in Gesprächen mit NetCologne und würde dort, wo eine höhere Bandbreite realisierbar sei, die Anschlüsse umstellen, teilte Bürgermeiste Dieter Spürck mit. Mit gesicherten WLAN Netzen seien demnach nur die Gesamt- und die Realschule ausgestattet. Eine Versorgung mit Glasfaser-Technik soll mit der finanziellen Unterstützung aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes erfolgen. Eine Entscheidung hierüber sei noch nicht gefallen.  Nahezu gleichlautend fällt auch die Antwort des Bergheimer Bürgermeisters Volker Mießeler aus. Auch die Schulen in der Kreisstadt verfügen über Internetanschlüsse der Telekom im Rahmen der Initiative T@School Anschluss mit Bandbreiten von bis zu 16 Mbits. Man führe derzeit bereits Gespräche mit Netcologne über leistungsfähigere Alternativen – insbesondere auch in Hinblick die Möglichkeiten einer zeitnahen Glasfaseranbindung der Bergheimer Schulen. 14 der 18 Schulen in der Stadt verfügen bereits über flächendeckendes WLAN – die WLAN Netze werden ebenfalls in naher Zukunft wei8ter ausgebaut.  Klaus Lennartz  dankt den Kommunen, die sich an seiner Umfrage beteiligt haben und meint: „Bildung ist unsere wichtigste Ressource, die Vermittlung digitaler Kenntnisse in der Schule ist von enormer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Die Voraussetzung dafür ist eine zeitgemäße IT-Infrastruktur unserer Schulen. Ob und in welchem Umfang digitale Inhalte in den Unterricht einfließen, darf nicht davon abhängig sein, wo ein Schüler zu Schule geht. Deshalb setzte ich mich hier dafür ein, dass alle Schulen im Kreis Zugang zu schnellem Internet haben und über performante WLAN Netze verfügen.“  (Klaus Lennartz, 24.11.2017) Ganzer Artikel hier…

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Klaus Lennartz, Vize-Präsident des Deutschen Wirtschaftsverbandes e. V.,  zählte zu den Gästen bei der Verleihung des Deutschen Mittelstandspreises, der  Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU am 20. November in Berlin. Ausgezeichnet wurden für  ihr außerordentliches Engagement für den deutschen Mittelstand der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Jens Spahn MdB sowie der ehemalige Vorsitzende der Monopolkommission Professor Dr. Daniel Zimmer. Der Unternehmenspreis ging an das niedersächsische Hightech-Unternehmen Laseroptik GmbH. Lennartz:  „Der Mittelstand ist das leistungsstarke Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Er prägt unser Land und unsere Soziale Marktwirtschaft. Mit dem Deutschen Mittelstandspreis zeichnet die MIT in jedem Jahr je einen Akteur der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus, der sich besonders um die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft verdient gemacht hat. Ich gratuliere den diesjährigen Preisträgern ganz herzlich für diese Auszeichnung.“ Am Rande der Veranstaltung traf Lennartz u. a. mit dem ebenfalls aus Hürth stammenden Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer zusammen. (Deutscher-Wirtschaftsverband, 22.11.2017)  Ganzer Artikel hier…

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Auch im kommenden Jahr laden die Eheleute Elke und Klaus Lennartz angehende Unternehmensgründer zur Vorausscheidung für den ersten Rheinland-Pitch im Jahr 2018 zu sich nach Hause ein. Voraussichtlich am 22. Januar 2018 haben die jungen Innovatoren und Entwickler die Möglichkeit ihre Ideen Unternehmensverantwortlichen, potenziellen Investoren und Politikern aus Lennartz´ weitverzweigtem Netzwerk vorzustellen. Die Sieger können Ihre Geschäftsidee dann eine Woche später bei dem vom  Start-Up-Inkubator „Startplatz“ des Hürther Unternehmers Dr. Lorenz Gräf  regelmäßig durchgeführten Rheinland-Pitch in einem größeren Rahmen präsentieren und um Investoren und Unterstützer für ihre Idee werben. Lennartz: „Die Resonanz beim ersten Vor-Pitch in unserem Hause, Anfang 2016,  war ausgesprochen positiv, sodass wir diese Veranstaltung unbedingt wiederholen wollten. Diesmal sollen vornehmlich Ideen und Innovationen aus dem Energiebereich präsentiert werden, denn hier liegt zweifellos eine der Stärken des  Standorts Rhein-Erft-Kreis.“ Angesichts des bevorstehenden tiefgreifenden Strukturwandels in unserer Region und den großen Herausforderungen der Digitalisierung benötigen wir im Rhein-Erft-Kreis dringend neue, innovative Unternehmen, die diese Zukunftsfelder besetzen, zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen und nicht zuletzt mit ihren Ideen und Entwicklungen dabei helfen, Arbeitsplätze in bestehenden Unternehmen der Old-Economy zu sichern, so Lennartz. Lennartz: „Vor diesem Hintergrund wäre es natürlich schön, wenn die eine oder andere in meinem Hause vorgestellte Idee oder Entwicklung, letztlich hier bei uns im Kreis zur Marktreife geführt würde.“ (Klaus Lennartz, 20.11.2017) Ganzer Artikel hier…

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Um die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells im Zeitalter der digitalen Transformation zu sichern, setzen deutsche Händler und Hersteller auf den Aufbau einer eigenen digitalen Geschäftseinheit (44 Prozent) und auf Kooperationen mit digitalen Unternehmen (41 Prozent). Nur eine kleine Minderheit fasst Unternehmenskäufe oder Beteiligungen an digitalen Start-ups ins Auge. Zu diesen Ergebnissen kommt eine PwC-Befragung unter 100 deutschen Händlern und Konsumgüterherstellern. „Alarmierend ist jedoch, dass jedes fünfte Unternehmen sich bisher noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt und keine entsprechende Strategie definiert hat. Deutsche Händler und Hersteller setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam und zögerlich angehen“, so Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass es jeder zehnte deutsche Händler und Hersteller nicht schaffen wird, aus eigener Kraft im Wettlauf der digitalen Transformation mitzuhalten. Um ihr Geschäftsmodell im Zeitalter der Digitalisierung für die Zukunft fit zu machen, haben Unternehmen grundsätzlich drei strategische Optionen: Selbst einen digitalen Geschäftsbereich aufbauen, eine Akquisition tätigen oder in digitale Start-ups investieren, oder eine Kooperation eingehen. Mit Buy-Strategien halten sich die deutschen Händler und Hersteller bislang noch zurück: Nur 7 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass Übernahmen ihre wichtigste Zukunftsstrategie sind. Bei Investitionen in digitale Start-ups stehen deutsche Händler und Hersteller noch am Anfang. Nur für eine kleine Minderheit (5 Prozent) bildet die Investition in digitale Start-ups die Hauptstrategie für die Zukunft. Weit verbreitet ist dagegen der Ansatz, einen eigenen Geschäftsbereich aufzubauen, der die Digitalisierung vorantreibt. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (44 Prozent) hat sich für diesen Weg entschieden. Dabei bauen die Händler und Hersteller ihre digitalen Kompetenzen und Teams ganz überwiegend als integrierten Geschäftsbereich auf, nur etwa jedes zehnte Unternehmen hat eine digitale Gesellschaft mit eigenen Mitarbeitern, Systemen und Prozessen gegründet. In Bezug auf Teamgröße und Investitionsvolumen sind die Unternehmen zurückhaltend: Gut die Hälfte der Befragten (57 Prozent) plant, weniger als eine Million Euro in den nächsten drei Jahren in ihren digitalen Geschäftsbereich zu investieren. Knapp ein Viertel rechnet mit Investitionen zwischen einer und fünf Millionen Euro. Dr. Christian Wulff, Lead Partner Transactions im Geschäftsbereich Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland, mahnt: „Angesichts der Vielfalt der Aufgaben und Ziele der digitalen Geschäftsbereiche erscheint das Investitionsvolumen deutlich zu niedrig.“ Um Zugang zu digitalen Technologien und Know-how zu erhalten, setzen vier von zehn Unternehmen (41 Prozent) auf Kooperationen mit strategisch wichtigen Partnern, vor allem aus der Technologie-Branche. Die Ziele einer solchen Kooperation sehen die befragten Unternehmen hauptsächlich im Zugang zu neuen Technologien zur Optimierung interner Prozesse (56 Prozent) und der Verbesserung von Kundenansprache und -service (49 Prozent). Die Mehrheit der befragten Unternehmen (61 Prozent) ist mit ihren Partnerschaften bislang jedoch nur teilweise zufrieden. Als wichtigste Gründe hierfür geben die Befragten an, dass sie die Kooperationen nicht professionell genug aufgesetzt und gemanagt haben oder Ziele nicht eindeutig definiert haben. Bei Investitionen in digitale Start-ups stehen deutsche Händler und Hersteller noch am Anfang. Nur für eine kleine Minderheit (5 Prozent) bildet die Investition in digitale Start-ups die Hauptstrategie für die Zukunft. „Das Interesse an Start-ups wird in Zukunft jedoch spürbar zunehmen. Denn insbesondere Händler sind auf der Suche nach disruptiven Geschäftsmodellen und neuen Technologien. Dafür ist der Kontakt zur Start-up-Szene unerlässlich“, so Bovensiepen weiter.  „Egal, welche strategischen Optionen Händler oder Hersteller in der digitalen Transformation verfolgen: Die Unternehmensführung ist besonders gefordert. Sie muss die Verantwortung übernehmen und den Prozess aktiv gestalten und vorantreiben, denn: Das aktuelle Investitionsbudget ist im Durchschnitt für eine erfolgreiche digitale Transformation nicht ausreichend. Die deutschen Unternehmen sind im internationalen Vergleich bisher sehr zurückhaltend gegenüber einer Buy-Strategie. Bei genauerer Betrachtung sind die Risiken des „Buy“ allerdings oft nicht so hoch wie befürchtet, und die „Make“-Alternative ist nicht so risikolos wie erhofft.“, resümiert Gerd Bovensiepen. (PwC, 15.11.2017) Ganzer Artikel hier… Download der Studie hier…

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Die Digitalisierung ist zurzeit in aller Munde.  Sie verwandelt neue Technologien in „Effizienztreiber“, sie „revolutioniert“ Geschäftsprozesse und macht Mitarbeiter zu „Digital Natives“. Unternehmen werden „digital transformiert“ und „innovative Geschäftsmodelle“ werden entdeckt. Je größer ein Unternehmen, umso schwärmerischer blickt es der Digitalisierung entgegen, scheint es. Doch schaut man genauer hin folgt schnell Ernüchterung. Ende September stellte die Wirtschaftsförderungs-gesellschaft des Rhein-Erft-Kreises die Ergebnisse einer Umfrage bei Unternehmen im Kreisgebiet vor. Demnach gaben mehr als 70 Prozent der 275 an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen an, dass sie sich bereits mit der Thematik Digitalisierung beschäftigt haben, viele von ihnen aber noch keine rechte Vorstellung davon haben, welche Chancen und Risiken die Digitalisierung für ihre Betriebe birgt. Zwar betrachten die meisten den Umgang mit dem Thema als Chefsache und strategische Aufgabe, doch wittern die wenigsten darin konkrete neue Geschäftsmodelle oder neue Angebote für ihre Kunden. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig wie einleuchtend. Gerade kleine und mittlere Unternehmen fokussieren sich auf ihr Kerngeschäft, bewährte Arbeits- und Produktionsabläufe werden nicht hinterfragt, sondern verteidigt. Kurzum viele Unternehmer erkennen die Chancen der Digitalisierung für ihr Geschäftsmodell nicht und haben nur eine grobe Vorstellung davon, wie die digitale Welt aussieht von der allenthalben so geschwärmt wird.  Das entspricht eins zu eins auch den Erfahrungen, die ich in unzähligen Gesprächen zu dieser Thematik mit Unternehmensvorständen, Geschäftsführern und Firmeninhabern gemacht habe. Das Phänomen ist ja keineswegs neu – im Prädigitalisierungszeitalter nannte man es schlicht Betriebsblindheit. Dagegen half damals und hilft noch heute vor allem Unterstützung von außen. In den letzten Jahren haben sich viele Beratungsfirmen gegründet, die Unternehmen bei der Digitalisierung auf die Sprünge helfen und mit den Betrieben gemeinsam digitale Strategien entwickeln. Ein Kölner Unternehmen aus meinem Netzwerk, hat dazu eine vom Fraunhofer-Institut validierte Methodik entwickelt, anhand derer die digitalen Potenziale identifiziert und analysiert werden können. Dieser online durchgeführte Check kostet nicht viel, gibt Auskunft über den aktuellen Digitalisierungsgrad des Unternehmens und verschafft den Unternehmern einen Überblick darüber, wo Handlungsbedarf besteht und gibt umsetzbare Empfehlungen. (Deutscher Wirtschaftsverband, 17.11.2017) Ganzer Artikel hier…