Mittwoch, September 20, 2017
Newsletter Ausgabe: 05_17 - 25.08.2017

0 3

Das von Klaus Lennartz und Willi Zylajew initiierte Projekt zur technischen Grundausbildung und Berufsvorbereitung von Flüchtlingen und Benachteiligten steht kurz vor der Realisierung.  Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland, kurz CJD e. V., hat jetzt für sein Konzept die  notwendigen Zertifizierungen erhalten. Klaus Lennartz: „Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Dass sich das CJD in dieser Weise für junge Migranten in der Region engagiert, begrüße ich sehr und ist sicher nicht zuletzt  dem großen Einsatz und der Aufgeschlossenheit seines Gesamtleiters Markus Besserer zu verdanken. Die geplanten Maßnahmen werden die Migranten nicht nur handwerklich zur Aufnahme einer ordentlichen Ausbildung befähigen, sondern auch ganz erheblich zu dem dafür notwendigen Erwerb der deutschen Sprache beitragen.“ “Die Kombination aus Spracherwerb und dem Erwerben von berufspraktischen Basisqualifikationen in technischen Berufsfeldern in einer Maßnahme ist die richtige Herangehensweise für eine solide berufliche Entwicklung von Menschen mit Migrationshintergrund“, betont Johannes Klapper, Leiter der Agentur für Arbeit in Brühl. „Darüber hinaus wird uns das Projekt wichtige Erkenntnisse für die Qualifizierung von jungen Menschen mit Lernhemmnissen über den Personenkreis der Migranten hinaus liefern“, so Klapper weiter.

Der Start des Projektes ist für den 01. Oktober geplant. Jeweils 12 Teilnehmer sollen dann im Energiekompetenzzentrum des Rhein-Erft-Kreises in den Bereichen erneuerbare Energien oder Mikrocomputertechnik qualifiziert werden. In beiden Bereichen besteht ein Bedarf an Fachkräften.

Lennartz: „Mit den jetzt vorliegenden Zertifizierungen können die Teilnehmer von der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter finanziell gefördert  werden.“ Die umfangreiche Unterstützung durch die Agentur für Arbeit in Brühl  sei – auch über die Finanzierung hinaus – ein ganz wichtiger Baustein für die Realisierung des Vorhabens und dürfte Vorbildcharakter für einen bundesweiten Roll-Out unserer Initiative haben, lobt auch Willi Zylajew das große Engagement, insbesondere von Arbeits-Agentur-Chef Johannes Klapper für dieses Projekt. Lennartz plant bereits vergleichbare Initiativen möglicherweise auch mit anderen Trägern deutschlandweit aufzulegen und hatte in diesem Zusammenhang bereits sehr konstruktive und vielversprechende Gespräche mit Vertretern der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg geführt. Unionspolitiker Willi Zylajew hebt die Bedeutung des von ihm mitinitiierten Projekts für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland hervor: Wir müssen die Flüchtlinge unbedingt beruflich qualifizieren und über diese Maßnahmen integrieren. Vor Ort sind konkrete Projekte erforderlich, bieten lokale Kompetenzen besondere Chancen. Wir können sie nutzen, befähigen Zugewanderte für unseren Arbeitsmarkt, der geeignete Arbeitskräfte braucht!“ Lennartz ergänzt:  „Wir profitieren seit Jahrzehnten von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und sind auch in Zukunft darauf angewiesen, denn der demografische Ausblick ist ungünstig. Schon jetzt ist die Unsicherheit über das Fachkräfteangebot ein wesentliches Innovations- und Wachstumshemmnis für Handwerk und Industrie. Die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt kann den Fachkräftemangel zumindest erheblich abschwächen, ist aber ein langfristiger Prozess und alles andere als ein Selbstläufer. Das Potenzial, das viele der zu uns nach Deutschland geflüchteten und zugewanderten Migranten haben, muss erkannt, gehoben und gefördert werden. Deshalb halte ich es für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Mittelstands für außerordentlich wichtig, dass unser Pilotprojekt zeitnah auch bundesweit ausgerollt wird.“

(Klaus Lennartz, 22.08.2017) Ganzer Artikel hier…

0 6

Immer mehr Erwerbstätige im Rhein-Erft-Kreis beziehen zusätzlich zu ihrem Arbeitseinkommen auch Leistungen nach dem SGB II vom Jobcenter. Das geht aus der Antwort von Landrat Michael Kreuzberg auf eine Anfrage von Kreistagsmitglied Klaus Lennartz hervor. Demnach erhalten im Rhein-Erft-Kreis knapp 6.700 erwerbstätige Personen zur Deckung ihres tatsächlichen Bedarfs neben ihrem Arbeitseinkommen  zusätzlich auch Leistungen nach dem SGB II vom Jobcenter.  Die meisten der betroffenen Personen sind in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen (450,- Euro-Jobs), sogenannten Midi Jobs (850,- Euro – Jobs)  oder in Teilzeit beschäftigt. Allerdings sind in unserem Kreis auch mehr als 1.320  in Vollzeit beschäftigte Personen auf zusätzliche Leistungen nach dem SGB II angewiesen, weil ihr Arbeitseinkommen für den eigenen Unterhalt und den ihrer Familien nicht ausreicht. Lennartz: „Diese Entwicklung ist in vielerlei Hinsicht besorgniserregend. Aus armen Arbeitnehmern werden zwangsläufig arme Rentner – für viele der betroffenen Personen ist schon heute abzusehen, dass sie bis zu ihrem Lebensende auf staatliche Transferleistungen, insbesondere Altersgrundsicherung und Wohngeld, zurückgreifen müssen. Nach einem langen Arbeitsleben ist der „Gang zum Sozialamt“ für viele Menschen häufig ebenso schwer erträglich wie entwürdigend – von Anerkennung ihrer Lebensleistung mag man in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen.  Zusätzlich befeuert durch die demografische Entwicklung – werden gerade Wohngeld und Altersgrundsicherung die Sozialkosten der Kommunen explosionsartig in die Höhe treiben. Gelder, die eigentlich für Investitionen in die Infrastruktur, für Schulen und Kindergärten und andere wichtige kommunale Aufgaben benötigt werden, fließen so in den Sozialbereich ab. Hier muss dringend ein Ausgleich für die Kommunen geschaffen werden, damit sie Ihren vielfältigen Aufgaben jenseits der Sozialhilfe nachkommen können und das Leben in unseren Städten für alle Bürgerinnen und Bürger auch künftig lebenswert bleibt.“ Wie aus der Antwort des Landrats weiter hervorgeht, waren im Rhein-Erft-Kreis zuletzt nicht einmal annähernd die Hälfte (42%) der von vormals Arbeitslosen aufgenommenen Beschäftigungen ausreichend gut bezahlt, dass diese Menschen von ihrem Einkommen leben könnten. Im Umkehrschluss heißt das 58 Prozent der in Beschäftigungen vermittelten Arbeitslosen benötigen trotz Arbeit weiterhin finanzielle staatliche Unterstützung, so Lennartz.     Die Gründe für dieses auch „Erwerbsarmut“ genannte Phänomen sehen Experten vor allem  in der Ausweitung des Niedriglohnsektors und verschärften Zumutbarkeitsregelungen, die Arbeitslose dazu zwingen, Jobs mit schlechter Bezahlung und/oder niedrigem Stundenumfang anzunehmen. Lennartz: „Zweifellos sollte jeder Erwerbsfähige seinen Lebensunterhalt auch selbst verdienen. Wenn aus arbeitslosen armen Haushalten aber erwerbstätige arme Haushalte werden, hilft das keinem. Außer den Unternehmen freilich, die ihre Gewinne auf dem Rücken unzureichend entlohnter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und so letztlich auch zu Lasten der übrigen Steuer- und Beitragszahler maximieren können. Die Formel, dass mehr Arbeit auch mehr Wohlstand für jeden Einzelnen bedeutet geht inzwischen  längst nicht mehr auf. Forderungen meiner Partei, wonach jeder in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmer auch von seinem Einkommen ohne staatliche Unterstützung leben können muss, stimme ich deshalb absolut zu. Der von der SPD durchgesetzte Mindestlohn ist ein kleiner aber wichtiger Schritt dahin. Davon profitieren letztlich nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den Mindestlohn erhalten, sondern auch die übrigen Erwerbstätigen, die mit ihren Steuergeldern und Sozialabgaben bislang nicht nur die Niedriglöhne und Gewinnmargen bestimmter Unternehmen und Branchen subventionieren, sondern z. B. über das Wohngeld auch die teilweise sehr hohen marktüblichen Mieten, die für den vielerorts ohnehin sehr knapp bemessenen Wohnraum gefordert werden.“ Gerade angesichts des tiefgreifenden Strukturwandels, der unserer Region im Zusammenhang mit dem sukzessiven Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bevorsteht, müssen wir bei der Ansiedlung neuer Unternehmen und Branchen schon jetzt darauf achten, dass wegfallende Arbeitsplätze nicht nur quantitativ, sondern durch qualitativ hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten kompensiert werden. Gleichzeitig müssen wir geringqualifizierten Menschen ausreichende Perspektiven bieten und dafür Sorge tragen, dass jeder der in Vollzeit beschäftigt ist zumindest so viel verdient, dass er davon leben, wohnen und Beiträge für eine ausreichende Altersversorgung entrichten kann. Die Politik hat hier vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten – sei es durch Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Priorisierung von „Normalarbeitsverhältnissen“, die Qualifizierung ungelernter Arbeitskräfte oder die Verfolgung einer positiven Pendlerbilanz.   Lennartz: „Diese Thematik ist sehr vielschichtig und facettenreich. Wir als Rhein-Erft-Kreis täten gut daran, rechtzeitig und umsichtig an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um den nachfolgenden Generationen keine unzumutbaren und kaum mehr zu leistenden Sozialkosten zu hinterlassen. Deshalb rege ich einen runden Tisch mit allen maßgeblichen Akteuren etwa aus Politik, von Wirtschafts- und Branchenverbänden, von Gewerkschaften und Sozialverbänden, Verwaltung,  Kammern, Bildungsträgern  und Jobcentern, etc. an, der sich hier vor Ort mit regionalen Lösungsmöglichkeiten beschäftigt und Konzepte für die richtigen Weichenstellungen erarbeitet.“ (Klaus Lennartz, 22.08.2017)

0 3

Der Abstand der Gründerszene in NRW zu der in Berlin und Bayern bleibt groß. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young. Demnach erhielten in Berlin zwischen Januar und Ende Juni 114 Start-ups Risikokapital, in Bayern immerhin 43 – und in NRW lediglich 18. Das bevölkerungsreichste Bundesland liegt damit hinter Hamburg (22) nur auf Platz vier. Beim Investitionsvolumen liegt NRW mit 54 Millionen Euro sogar nur auf Rang fünf, hinter Berlin (1,5 Milliarden Euro), Bayern (213 Mio. Euro), Hamburg (178 Mio. Euro) und Baden-Württemberg (67 Mio.). Insgesamt haben Deutschlands Start-ups im ersten Halbjahr 2017 mehr als doppelt so viel Geld durch Finanzierungsrunden eingenommen wie im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert ist von 972 Millionen auf 2,16 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Finanzierungsrunden nach oben gegangen: Sie stieg um sechs Prozent auf 264. Damit übertraf das Finanzierungsvolumen auch den bisherigen Rekordwert, der im ersten Halbjahr 2015 erzielt wurde: Damals waren bei 155 Finanzierungsrunden insgesamt 1,95 Milliarden Euro in deutsche Jungunternehmen geflossen. Berlin konnte im ersten Halbjahr den Titel als Deutschlands Start-up-Hauptstadt verteidigen. Berliner Start-ups vereinten im ersten Halbjahr ein Investitionsvolumen von knapp 1,5 Milliarden Euro auf sich, das entspricht 68 Prozent des gesamten Investitionsvolumens in Deutschland. Dahinter folgen Bayern (213 Millionen Euro) und Hamburg (178 Millionen Euro). Ausschlaggebend für den deutschlandweit starken Anstieg des Investitionsvolumens waren vor allem zwei Mega-Deals: Im Mai war der südafrikanische Investor Naspers mit 387 Millionen Euro bei dem Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero eingestiegen. Und ebenfalls im Mai sammelte der Berliner Auto-Großhändler Auto1 insgesamt 360 Millionen Euro von verschiedenen Investoren ein. Das sind Ergebnisse des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Die Studie beruht auf einer Analyse der Risikokapitalinvestitionen in Deutschland. Die Studienautoren bescheinigen dem Standort Deutschland ein insgesamt gutes Investitionsklima für Start-ups – wenn auch mit großen regionalen Unterschieden. Hauptkritikpunkt bleibt, ein fehlendes Risikokapitalgesetz:  „Die geringen Möglichkeiten der steuerlichen Verrechnung von Verlusten aus fehlgeschlagenen Investitionen sind ein Nachteil des Start-up-Standorts Deutschland im Wettbewerb mit anderen Regionen. Hinzu kommen die nach wie vor hohe bürokratische Hürden und hohe Gründungskosten, die Deutschland im internationalen Vergleich wenig attraktiv machen“, so das Fazit der Studie.

Klaus Lennartz: „Leider hat Finanzminister Schäuble das im Koalitionsvertrag vereinbarte Wagnis-Kapitalgesetz blockiert. Gründungen und Investitionen werden so nach wie vor gebremst. Wir müssen aufpassen, dass wir hier nicht den Anschluss an Länder wie Frankreich und Großbritannien verlieren, die bezogen auf das Sozialprodukt wesentlich mehr in Risikokapital investieren.“

Besonders alarmierend ist für Lennartz der drastische Rückgang des Investitionsvolumens in Start-ups aus dem Energiebereich.  Hier flossen mit 31 Millionen Euro  in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 nur noch halb so viele Investitionen wie im Vorjahreszeitraum (61 Millionen Euro).

Lennartz: „Gerade für die Energieregion Rhein-Erft ist das eine fatale Entwicklung – insbesondere in Hinblick auf den bevorstehenden tiefgreifenden Strukturwandel. Für Industrie und Mittelstand in unserer Region gehen von Innovationen im Energiebereich, etwa bei Speichertechnologien, intelligenter Netzsteuerung oder E-Mobilität schon jetzt wichtige Impulse aus – künftig wird die Prosperität dieser Bereiche entscheidend für die Entwicklung der gesamten Region sein.  Deshalb muss hier dringend gegengesteuert und die Ansiedlung von Gründern und Innovatoren aus und für den Energiesektor an Rhein und Erft forciert werden. Neben dem leichteren Zugang zu Kapital gehört dazu die Schaffung der benötigten Infrastruktur – angefangen bei entsprechenden Räumlichkeiten – etwa der Einrichtung eines speziell auf Energie-Start-ups ausgerichteten Gründungs- oder Start-up-Zentrums bis hin zu entsprechenden Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.“  (ernst & Young, 06.07.2017) Ganzer Artikel hier…  EY-Start-up Barometer Juli 17 hier…

0 6

Deutschlandweit ist ein neuer Trend zu verzeichnen: Fiel die Zahl der Schüler seit der Jahrtausendwende Jahr für Jahr, soll sie in den nächsten Jahren wieder rasant steigen. Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung  wird die Zahl der Schüler bis zum Jahr 2025 bundesweit um etwa 300.000 auf rund 8,3 Millionen und bis zum Jahr 2030 um weitere 300.000 auf dann etwa 8,6 Millionen anwachsen. Der Zuwachs beruhe den Studienautoren zufolge auf einer dreifachen Entwicklung: der deutlich gestiegenen regulären Zuwanderung, der weltweiten Flüchtlingsbewegung und einer gestiegenen Geburtenrate. Alle drei Faktoren führen in Summe dazu, dass die von der Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2012 prognostizierten Schülerzahlen deutlich übertroffen werden. Rechnete die KMK für Jahr 2025 mit rund 7,2 Millionen Schülern werden es nach Berechnungen der Bertelsmann-Wissenschaftler tatsächlich wohl rund 8,3 Millionen Schüler sein. Spürbare Auswirkungen wird diese Entwicklung zunächst auf die Grundschulen haben, für die in Deutschland bis zum Jahr 2025 rund 24.000 zusätzliche Lehrer benötigt werden  und sich dann sukzessive in der Mittel- und Oberstufe fortsetzen. Bis 2030 rechnen die Studienautoren auch hier mit einem zusätzlichen Bedarf von 27.000 Lehrkräften. Lennartz: „Die Stadt Hürth hatte bereits  im Frühjahr dieses Jahres den Entwurf eines aktuellen Schulentwicklungsplans durch ein externes Beratungsbüro vorgestellt. Auch hier wird mit einem dauerhaften Anstieg der Schülerzahlen gerechnet. Während in diesem Jahr gut 530 Kinder in Hürth eingeschult werden, wird die Zahl schon 2021 bei rund 650 Kindern liegen und dann über Jahre auf dem hohen Niveau bleiben.“ Vor diesem Hintergrund möchte ich von der Verwaltung erfahren, ob der in der Bertelsmann-Studie prognostizierte Schülerzuwachs in etwa auch auf die Stadt Hürth zutrifft und ob diese Entwicklung bereits Eingang in den aktuellen Entwurf des Schulentwicklungs-plans gefunden hat, so Lennartz. Lennartz: „Mehr Schüler benötigen natürlich auch mehr Platz – deshalb möchte ich wissen, ob angesichts der zu erwartenden Entwicklung in Hürth Schulneubauten oder Erweiterungen notwendig und/oder bereits geplant sind, bzw. wie viele neue Schüler grundsätzlich den Bau einer neuen Schule rechtfertigen würden. Sollten solche Zubauten erwogen werden, interessiert mich, ob diese Maßnahmen allein von der Stadt Hürth oder mit Unterstützung von Land und Bund  getragen würden und wie hoch der Investitionsbedarf in etwa sein dürfte. “ Engpässe wird es dem aktuellen Entwurf des Schulentwicklungsplans zufolge in Hürth vor allem bei der offenen Ganztagsschule geben. Mit einer Betreuungsquote von fast 70 Prozent – ist die Kapazitätsgrenze für den „Offenen Ganztag“ bereits erreicht –  die Experten gehen davon aus, dass die Quote künftig noch steigen und in ein paar Jahren bei deutlich über 90 Prozent liegen wird.

Lennartz: „In Kombination mit den insgesamt steigenden Schülerzahlen dürfte dies schon mittelfristig erhebliche Platzprobleme verursachen. Darum habe ich die Verwaltung ferner um Auskunft gebeten, wie der Bedarf an Ganztagsbetreuungs-plätzen künftig befriedigt werden soll und ob dies ohne weitere Zubauten überhaupt realisierbar ist.“ Angesichts dessen, dass der aktuelle Entwurf des Schulentwicklungsplans bereits einen signifikanten Anstieg der Schülerzahlen für die Stadt Hürth prognostiziert, interessiert mich natürlich wie viele neue Lehrkräfte in Hürth benötigt werden und ob es seitens der Landesregierung bereits Signale gibt, ob und ggf. ab wann und wie viele zusätzliche Lehrer-Stellen an den Hürther Schulen vorgesehen sind. (Klaus Lennartz, 21.08.2017) Ganzer Artikel hier…

 

 

0 5

Exkursion zum Thema Gesundheit 4.0 nach Eindhoven – initiiert und organisiert von der WFG

Wie können wir alle möglichst lang und eigenständig in unserem direkten Wohnumfeld den Lebensabend genießen? Wie können Technologie und soziale Umgebung miteinander kommunizieren? Welche Strukturen müssen wir heute im Rhein-Erft-Kreis aufbauen, um künftig eine leistungsfähige und menschenwürdige Gesundheits- und Pflegelandschaft nachhaltig aufzubauen?

Dieses waren nur einige der Fragen, die die kleine Runde aus Politik und Wirtschaft in Eindhoven mit Experten erörterten. „Der Einsatz von modernen Technologien ermöglicht dem älteren Menschen eine längere Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Sicherheit und Begleitung in seinem Lebensumfeld. Dieser Brückenschlag hilft unserer gesamten Gesellschaft.“, so Dr. Georg Kippels MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss. Elisabeth Mayers-Beecks, RWE Power AG, brachte es auf den Punkt: „Die Exkursion und der Austausch mit den Fachleuten vor Ort haben gezeigt, dass ein würdevolles Altwerden in der gewohnten Umgebung möglich ist – mit technologischen Mitteln, die den Mensch als Mensch behandeln.“ Klaus Lennartz erinnert, dass „der demographische Wandel uns keine Zeit lässt, und wir daher im Rhein-Erft-Kreis schon jetzt die nächsten Schritte vorbereiten und angehen müssen. Das bedeutet, dass wir umgehend Pilotprojekte im Quartier initialisieren, um den Menschen vor Ort frühzeitig die technologischen Chancen zu zeigen, die ein würdiges Leben im Alter ermöglichen. So führt der sinnvolle Einsatz von Technik auch dazu, dass das knappe Personal besser und fachgerechter eingesetzt werden kann.“ Ralph Bombis MdL ergänzt: „Wir müssen den betroffenen Menschen im Blick haben, seine Bedürfnisse und Anforderungen kennen. Nur so können wir gemeinsam mit den Hochschulen und der Wirtschaft in der Region intelligente Lösungen entwickeln, die ein altersgerechtes Leben ermöglichen.“ Für Herbert Frings, Lebenshilfe NRW e.V., hat der Austausch in Eindhoven deutlich gezeigt, „dass auch für Menschen mit einer kognitiven Einschränkung ein selbstständiges ambulant betreutes Wohnen durch Assistenzsysteme im Haushalt und eine intuitiv bedienbare internetbasierende Plattform, die eine gute Vernetzung von professionellen und informellen Helfern organisiert, möglich ist.“ Eine Technologie, wie z.B. ein „Altersgerechtes Assistenzsystem (AAL)“, kann ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Eine soziale und technische Gestaltung des Lebensumfeldes schafft die Voraussetzungen für ein langes Leben im eigenen Zuhause. „Hier gilt es nun die Impulse und angesprochenen Ideen in konkrete Maßnahmen im Kreis umzusetzen“, so Prof. Dr. Beate Braun, WFG. Das sei einer der Gründe für diese Exkursion gewesen, die mit dem Thema Gesundheit 4.0 einen Nebenweg der Studie REload 2030 aufnimmt. Die Zukunftsstudie REload – Zukunft Rhein-Erft-Kreis 2030 ist eine Studie, die die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH (WFG) in Auftrag gab und die vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ausgearbeitet wurde. Die Themenschwerpunkte bilden zum einen die Förderung einer innovationsstärkeren Wirtschaft und zum anderen die ausreichende Versorgung mit Fachkräften sowie ein attraktives Wohnumfeld mit entsprechender Infrastruktur im Rhein-Erft-Kreis bis 2030. Durch die aktuellen und weiterfolgenden Inhalte der Website werden die konkreten Handlungsanweisungen der Studie aufgegriffen und umgesetzt, um den Rhein-Erft-Kreis wirtschaftlich auch in Zukunft handlungsfähig sowie attraktiv zu halten. Details auf der Webseite (www.reload2030.de). (WFG-Rhein-Erft, 08.08.2017) Ganzer Artikel hier…

0 3

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung am vorvergangenen Wochenende im „Alten-Schwimmbad“ in Alt-Hürth platzt dem Hürther Kreistagsmitglied Klaus Lennartz endgültig der Kragen.  Der SPD – Politiker hat sich jetzt persönlich an die Investorin Veronika Lenze und ihren Geschäftspartner Klaus Luig aus Menden gewandt und sie unmissverständlich zum Handeln aufgefordert. Klaus Lennartz: „Mit dem Brand,  der am vergangenen Wochenende im „Alten Schwimmbad“ in Alt-Hürth gelegt wurde und einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste, hat das leidige Thema eine neue Eskalationsstufe erreicht. Meine Geduld mit der Investorin ist jedenfalls endgültig am Ende. Ich habe mich deshalb mit einem persönlichen Schreiben an die Investorin, Frau Veronika Lenze, Miteigentümerin des Mendener Architekturbüros 3 L, gewandt und sie aufgefordert unverzüglich dafür Sorge zu tragen, dass das gesamte Areal umgehend hinreichend gesichert und in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand gebracht wird.“ Ferner habe ich  um Auskunft gebeten, ob die hier in der Stadt Hürth zuletzt kolportierte horrende Forderung eines siebenstelligen Betrags  – den Frau Lenze  dem Hörensagen nach für einen eventuellen Rückkauf der Liegenschaft durch die Stadt Hürth geltend macht, den Tatsachen entspricht und auf welcher Grundlage diese horrende Forderung zustande kommt, so Lennartz. Lennartz: „Angesichts dessen, dass der Investorin das gesamte Areal für den Preis eines symbolischen Euros überlassen wurde und seit dem nichts mehr am Gebäude oder Gelände geschehen ist, geschweige denn konkrete Aussagen darüber getroffen wurden, ob und wann mit der Realisierung des hier angeblich geplanten Projekts begonnen wird – ist das nach meinem Dafürhalten schon eine recht ambitionierte Forderung.“ Einen besonders faden Beigeschmack bekommt die inzwischen ohnehin äußerst unerfreuliche Angelegenheit vor dem Hintergrund, dass der Geschäftspartner von Frau Lenze und Miteigentümer des mit der Planung des Gesundheitszentrums befassten Architekturbüros 3 L, Herr Klaus Luig, seinerseits selbst Kommunalpolitiker der FDP  ist und als sachkundiger Bürger dem Schulausschuss und dem Bau- und Planungsausschuss seiner Heimatstadt Menden angehört, so Lennartz weiter. Lennartz: „Deshalb habe ich mich auch an Herrn Luig gewandt und ihn mit der Fragestellung konfrontiert, wie er als Kommunalpolitiker  mit einem vergleichbaren Fall in seiner Stadt verfahren würde.  Darüber hinaus habe ich ihn daran erinnert, dass er sich als Kommunalpolitiker in erster Line dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen sollte und ihn gefragt, wie er es persönlich vertreten kann, dass den Bürgerinnen und Bürgern einer anderen Stadt aus seinem Bundesland – aus welchen Gründen auch immer – derartiger Schaden zugefügt wird.“ Zudem habe ich Frau Lenze und Herrn Luig darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich mich mit der gesamten Thematik nunmehr  an die politisch Verantwortlichen und die Lokalpresse ihrer Heimatstadt Menden wenden werde. (Klaus Lennartz, 08.08.2017) Ganzer Artikel hier…