Die Stadtwerke Jülich haben vom Technologie-Zentrum Jülich ein rund 1.500 Quadratmeter großes Grundstück am Königskamp erworben. Geplant ist dort der Bau eines zwei Megawatt großen Batteriespeichers, der die Energieeffizienz der Stadtwerke erhöhen und das lokale Stromnetz zukunftsfähig machen soll. Das Investitionsvolumen ist überschaubar, die strategische Bedeutung des Schritts jedoch nicht. Das Projekt setzt eine langjährige Zusammenarbeit fort. Beide Unternehmen kooperieren seit mehr als 30 Jahren. Der Grundstücksverkauf erweitert diese Partnerschaft nun in den Bereich Speichertechnologie. Batteriespeicher ermöglichen es, überschüssige Energie zwischenzuspeichern und bedarfsgerecht wieder ins Netz einzuspeisen. Wer Strom dann einkauft, wenn er günstig ist, und ihn dann einspeist oder nutzt, wenn die Nachfrage hoch ist, kann Beschaffungskosten senken und zusätzliche Erlöse erzielen. Die Teilnahme an Regelenergiemärkten, also der kurzfristigen Bereitstellung von Ausgleichsleistungen für das Netz, eröffnet dabei ein Geschäftsfeld, das bislang vor allem größeren Akteuren vorbehalten war. Sinkende Speicherkosten verändern diese Logik grundlegend. Eine Megawattstunde Kapazität kostet heute einen Bruchteil dessen, was noch vor wenigen Jahren üblich war. Kleinteilige Projekte mit gesicherter Fläche, eingespielter Partnerstruktur und geklärter Netzanbindung sind realisierbar und wirtschaftlich tragfähig. Der Markt ist bereits in Bewegung – die Frage ist, wer planungsrechtlich bereit ist, wenn Projektentwickler anklopfen. (DEKOM/Stadt Jülich 03.03.2026) Mehr Infos hier…