Jede sechste im Straßenverkehr getötete Person war im Jahr 2025 mit dem Fahrrad unterwegs — ein Anteil von 16,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Insgesamt kamen 462 Radfahrerinnen und Radfahrer ums Leben, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2015 hat die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrenden um mehr als ein Fünftel zugenommen. Der Anstieg ist vor allem der wachsenden Verbreitung von Pedelecs geschuldet. Von den 462 Todesopfern fuhren 217 ein Elektrofahrrad. Zum Vergleich: 2015 waren es lediglich 36 getötete Pedelec-Fahrende. Der gleichzeitige Rückgang der Gesamtverkehrstoten um 18,4 Prozent seit 2015 macht den gegenläufigen Trend bei Radfahrenden noch deutlicher sichtbar. Besonders ausgeprägt ist die Gefährdung älterer Menschen. 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Radfahrenden waren 65 Jahre oder älter — bei Pedelec-Fahrenden lag dieser Anteil sogar bei 67,3 Prozent. Gerade das E-Bike hat in dieser Altersgruppe eine bemerkenswerte Mobilitätswende ausgelöst: Es ermöglicht auch körperlich eingeschränkten Menschen längere Strecken und ermuntert zur Rückkehr ins Sattel. Die physikalischen Realitäten — höhere Geschwindigkeiten, schwerere Räder, längere Bremswege — treffen dabei auf eine Gruppe, deren Reaktionsvermögen und Sturzresistenz altersbedingt abnehmen. An zwei Dritteln der knapp 96.000 Fahrradunfälle mit Personenschaden war mindestens eine weitere Person beteiligt; in rund 70 Prozent dieser Fälle saß der Unfallgegner am Steuer eines Pkw. Nur in gut einem Viertel dieser Kollisionen mit Autofahrenden trugen die Radfahrenden die Hauptschuld. Bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen lag dieser Anteil sogar unter einem Fünftel. (DESTATIS, 27.04.2026) Ganze Meldung hier…