Mietmarkt: Private Kleinvermieter sorgen für stabile Mieten

Der Großteil des deutschen Mietwohnungsbestands befindet sich in der Hand von privaten Kleinvermietern, für die die Mieteinkünfte mehrheitlich nur eine sekundäre Einnahmequelle darstellen. Das geht aus dem aktuellen Vermieterreport 2026 hervor, für den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rund 1.000 private Eigentümer im Auftrag der Deutschland-Immobilien AG befragt hat. Demnach entfällt das Gros der rund 5,5 Millionen privaten Vermieter auf Akteure mit sehr kleinen Portfolios: 58 Prozent der Befragten besitzen lediglich ein einziges Mietobjekt, weitere 19 Prozent bewirtschaften zwei Wohnungen. Größere Bestände von sechs bis zehn Wohneinheiten bilden mit einem Anteil von vier Prozent die Ausnahme. Diese kleinteilige Eigentümerstruktur prägt die wirtschaftliche Realität des Segments. Für 42 Prozent der privaten Vermieter machen die Mieteinnahmen nur einen geringen Anteil am Gesamteinkommen aus, bei 13 Prozent ist dieser Anteil vernachlässigbar. Lediglich zwei Prozent bestreiten ihren Hauptlebensunterhalt aus der Vermietung. Entsprechend moderat fällt die Mietpreisgestaltung im Bestand aus. Laut der IW-Untersuchung lassen 40 Prozent der Eigentümer die Bestandsmieten über längere Zeiträume hinweg unverändert, während 35 Prozent Anpassungen nur in größeren zeitlichen Abständen und in moderatem Umfang vornehmen. Ein an der allgemeinen Marktentwicklung orientiertes, regelmäßiges Erhöhungsintervall praktizieren lediglich fünf Prozent. Auch bei der Neuvermietung verzichten 43 Prozent der privaten Vermieter auf die Durchsetzung von Mietaufschlägen. Die angebotenen Immobilien zeichnen sich dabei mehrheitlich durch gute bis gehobene Standards sowie attraktive Lagen aus. Trotz einer historisch hohen Sanierungsaktivität – 54 Prozent der Befragten haben in den vergangenen Jahren bereits energetische Maßnahmen wie Heizungstausche oder Dämmungen umgesetzt – verzeichnet der Report aktuell eine spürbare Zurückhaltung bei künftigen Investitionen. Mittlerweile planen 60 Prozent der privaten Kleinvermieter keine größeren Renovierungsprojekte mehr; im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 50 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass der Gebäudesektor für rund ein Drittel der nationalen CO2-Emissionen verantwortlich ist und knapp 80 Prozent der Wohngebäude weiterhin fossile Heizsysteme nutzen, wertet das IW diese Entwicklung als klimapolitisch kritisch. Als Hauptgründe für die abnehmende Sanierungsbereitschaft werden im Report mangelnde Kontinuität bei den Fördermechanismen, intransparente gesetzliche Vorgaben sowie eine hohe administrative Belastung angeführt. Entsprechend negativ fällt das Urteil über die aktuelle Wohnungspolitik aus: 34 Prozent der privaten Vermieter äußern sich unzufrieden oder sehr unzufrieden, während lediglich acht Prozent der Befragten die politischen Rahmenbedingungen positiv bewerten. (DEKOM/IWD, 22.06.2026) Ganzer Artikel hier…

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