Während die Kosten für Wind- und Solaranlagen 2025 gestiegen sind, hat die Batterietechnologie einen beispiellosen Preisverfall erlebt. Das geht aus dem aktuellen „Levelized Cost of Electricity 2026″-Bericht von BloombergNEF hervor. Die Kosten für vierstündige Batteriespeicherprojekte sanken im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf einen globalen Benchmark von 78 US-Dollar je Megawattstunde – der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerfassung 2009. Ursache des Preisverfalls sind Produktionsüberkapazitäten im E-Auto-Markt sowie effizientere Systemdesigns. Projektentwickler koppelten 2025 bereits 87 Gigawatt Solarleistung direkt mit Speichern – zu einem Durchschnittspreis von 57 US-Dollar je Megawattstunde. Die Kombination aus Erneuerbaren und Speichern wird damit gegenüber konventioneller Erzeugung zunehmend konkurrenzfähig. Auf der anderen Seite verteuerten sich fossile Kraftwerke erheblich. Gas- und Dampfturbinenkraftwerke erreichten mit 102 US-Dollar je Megawattstunde ein Rekordhoch, getrieben durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Rechenzentren nach gesicherter Leistung. In den USA haben erneuerbare Energien Gaskraftwerke als günstigste Stromquelle bereits wieder überholt. Langfristig erwartet BloombergNEF eine weitere Kostendegression: bis 2035 rechnen die Analysten bei Solaranlagen mit einem Rückgang von 30 Prozent, bei Batteriespeichern von 25 Prozent, bei Onshore-Wind von 23 Prozent. Der Übergang von fossilen Spitzenlastkraftwerken zu speicherbasierten Systemen beschleunigt sich damit strukturell – unabhängig von kurzfristigen Lieferketteneffekten bei Wind und Solar. (DEKOM, 10.03.2026) Mehr Infos hier…