Die Kooperation zwischen dem Münchner Ladeinfrastruktur-Anbieter Wirelane und der Fitnessstudiokette all inclusive Fitness zeigt, wie privates Engagement die kommunale Ladeplanung wirksam ergänzen kann. Das Modell des Destination Charging nutzt bestehende Verweilzeiten in Sport- und Freizeiteinrichtungen, um die Versorgungslücke für Fahrerinnen und Fahrer ohne privaten Stellplatz zu schließen. Wirelane plant an ausgewählten all inclusive Fitness-Standorten moderne Ladeinfrastruktur zu errichten und zu betreiben; die Kette betreibt mehr als 170 Studios bundesweit, neun Standorte befinden sich laut Kooperation zunächst im Ausbau. Für Städte und Gemeinden eröffnet der privatwirtschaftliche Ausbau konkrete Handlungsoptionen. Die Verlagerung von Ladepunkten auf private Flächen entlastet den öffentlichen Straßenraum und ergänzt die kommunale Infrastruktur dort, wo Flächen knapp und Genehmigungsverfahren aufwendig sind. Privat betriebene Ladepunkte ersetzen nicht den Ausbau im Straßenraum, ergänzen ihn aber wirksam. Kommunen können dieses Prinzip auch auf eigene Liegenschaften übertragen — Schwimmbäder, Sportzentren oder Verwaltungsgebäude mit Publikumsverkehr bieten vergleichbare Voraussetzungen. Ein entscheidender Vorteil für die kommunale Verwaltung liegt in der finanziellen und operativen Entkopplung. Wirelane übernimmt als Betreiber das Investitionsrisiko und die technische Instandhaltung, während die Standortpartner die Fläche bereitstellen. Die Infrastruktur wird damit modernisiert, ohne den kommunalen Haushalt mit Hardwarekosten oder dem operativen Betrieb zu belasten. Eichrechtskonforme Bezahlsysteme und offene Zugangswege senken die Hemmschwelle für Gelegenheitsnutzer. Das Konzept passt zu den typischen Trainingszeiten von 60 bis 120 Minuten, die Wirelane und all inclusive Fitness als geeigneten Zeitraum für das Laden beschreiben. Solche Modelle schaffen für Kommunen zusätzliche Ressourcen und Handlungsspielraum für die strategische Steuerung, statt sich in der kleinteiligen Umsetzung zu verlieren. Destination Charging an privat betriebenen, öffentlich zugänglichen Standorten ersetzt nicht den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Straßenraum, ergänzt ihn aber wirksam — und schont dabei kommunale Haushalte. (DEKOM/wirelane, 31.03.2026) Ganzer Artikel hier…