Viele Stadtwerke stehen bei ihrer Ladeinfrastruktur vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen müssen sie bis zum 31. Dezember 2026 den Netzbetrieb vom Ladepunktbetrieb rechtlich und organisatorisch trennen, so schreibt es § 7c des Energiewirtschaftsgesetzes vor. Zum anderen geraten historisch gewachsene Ladeinfrastrukturen zunehmend unter wirtschaftlichen Druck, weil hohe Fixkosten für Fachpersonal, IT-Sicherheit und Regulatorik oft begrenzten Erlösen gegenüberstehen. Um Stadtwerken und kommunalen Versorgern bei dieser Neuaufstellung zu helfen, haben der Infrastrukturspezialist EBERO FAB und der Münchner Charging Point Operator Wirelane eine strategische Partnerschaft vereinbart. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und soll schrittweise ausgebaut werden. EBERO FAB übernimmt dabei die technische Seite — Planung, Lieferung und Installation der Infrastruktur — während Wirelane den laufenden Betrieb verantwortet. Zusammen decken die Partner damit die gesamte Wertschöpfungskette ab. Für Stadtwerke, die ihre bestehende Ladeinfrastruktur neu aufstellen müssen, bietet die Kooperation zwei Wege. Im Modell des Asset-Kaufs erwirbt Wirelane die vorhandenen Ladepunkte vollständig, entlastet damit die Bilanz des Stadtwerks und übernimmt alle wirtschaftlichen Risiken. Wo Förderauflagen einen Verkauf verhindern, greift das Modell der Betriebsführung: Wirelane tritt als Full-Service-Betreiber auf und stellt die Rechtskonformität nach § 7c EnWG sicher, ohne dass das Stadtwerk die Anlagen aufgeben muss. Beide Modelle sind so konzipiert, dass die regionale Verankerung der Stadtwerke erhalten bleibt. Wirelane bezieht den Ladestrom bevorzugt vom jeweiligen lokalen Versorger und stärkt damit dessen Kerngeschäft. Die Ladesäulen können weiterhin im Corporate Design des Stadtwerks auftreten, während Wirelane den technischen und kaufmännischen Betrieb im Hintergrund sicherstellt. „Wir wollen ausdrücklich keine Verdrängung der Stadtwerke aus dem öffentlichen Raum, sondern eine partnerschaftliche Weiterentwicklung bestehender Strukturen“, erklärt Matin Sekandari von EBERO FAB. Stefan Kutz von Wirelane ergänzt, die Kooperation verbinde regionale Stärke mit professionellen Betriebsmodellen und schaffe so eine nachhaltige Perspektive für den Ladeinfrastrukturausbau. Für Stadtwerke, die die De-minimis-Frist des § 7c EnWG zum Jahresende im Blick haben, kommt die Partnerschaft zu einem günstigen Zeitpunkt. Die verbleibenden Monate bis zur Pflicht zur Entflechtung reichen für eine strukturierte Übergabe — sofern die Weichen frühzeitig gestellt werden. (DEKOM, 27.04.2026) Ganze PM hier…
Über Wirelane
Mit über 5.000 eigenen Ladepunkten und einer Backend-Plattform, die rund 24.000 Ladepunkte verwaltet, gehört Wirelane zu den führenden Anbietern für Destination Charging in Deutschland. Das Unternehmen ist bereits in über 400 Kommunen vertreten. Mehr Informationen: www.wirelane.com
Über EBERO FAB
EBERO FAB ist ein Spezialist für Infrastruktur-Know-how. Im Verbund mit Wirelane tritt das Unternehmen als strategischer technischer Partner auf, um Stadtwerken eine rechtssichere Gesamtlösung zur Erfüllung der Entflechtungspflicht nach § 7c EnWG anzubieten. Mehr Informationen: ebero-fab.com/