Wirelane: München blockiert den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur

Der in Deutschland führende Anbieter von Ladeinfrastruktur Wirelane macht mit einer pointierten Protestaktion vor der anstehenden Kommunalwahl auf ein gravierendes Problem aufmerksam: Keine andere deutsche Großstadt vergibt so wenige Sondernutzungen für Ladeinfrastruktur wie München. Für Betreiberinnen von Ladeinfrastruktur bedeutet das faktisch, Elektromobilität wird behindert, nicht gefördert. Um die Situation sichtbar zu machen, fuhr Constantin Schwaab, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, Anfang März mit einem elektrischen Minivan auf den Marienplatz – auf der Ladefläche eine vollwertige Wirelane-Ladesäule, betrieben über einen Benzingenerator. Die bewusst drastische Inszenierung verdeutlichte, was passiert, wenn Städte den Ausbau der Ladeinfrastruktur ausbremsen. „Ladeinfrastruktur ist ein Grundrecht, wie der freie Zugang zum Internet“, erklärt Wirelane CEO Schwaab und ergänzt: „München spricht von Mobilitätswende – gleichzeitig verhindern jahrelange Genehmigungsprozesse den Aufbau öffentlicher Ladepunkte. Wir wollten zeigen, wie absurd die Lage tatsächlich ist.“ Um öffentliche Ladepunkte in der Stadt München aufstellen zu können, benötigen Anbieter wie Wirelane Sondernutzungsgenehmigungen. Diese werden von der Stadt hauptsächlich an die SWM (100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt München) verteilt. Während Städte wie Berlin, Hamburg oder Köln pragmatisch agieren, blockieren in München restriktive Prozesse mit langen Wartezeiten Planung und Investitionen. Die Protestaktion fand nur wenige Tage vor der Kommunalwahl statt und richtet den Blick bewusst auf die politische Verantwortung der Stadt München. Bereits im Februar war die Stadt für ihr Ausschreibungs- und Vergabeverfahren im Bereich Ladeinfrastruktur kritisiert worden. Ein Gerichtsurteil stellte damals Mängel im bisherigen Vorgehen fest und bestätigte Beschwerden von Marktteilnehmern. Ohne Genehmigungen bleibt selbst bestverfügbare Technologie nutzlos. Der Generator symbolisiert das Problem, nicht die Lösung. „Wir brauchen keine Sonderbehandlung, sondern funktionierende Verfahren. München muss die Mobilitätswende endlich aktiv ermöglichen, statt sie zu behindern.“  (Wirelane, 05.03.2026) Ganzer Artikel hier…

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