{"id":7674,"date":"2024-04-22T15:28:46","date_gmt":"2024-04-22T13:28:46","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=7674"},"modified":"2024-05-29T11:35:53","modified_gmt":"2024-05-29T09:35:53","slug":"experte-soziale-medien-gezielt-und-strategisch-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/experte-soziale-medien-gezielt-und-strategisch-einsetzen\/","title":{"rendered":"Experte: Soziale Medien gezielt und strategisch einsetzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Soziale Medien, wie Facebook, Instagram und Twitter, sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. \u00dcber digitale Netzwerke wird mit Freundinnen und Freunden kommuniziert und&nbsp; &nbsp;Alltagserlebnisse geteilt. &nbsp;Es werden Veranstaltungen und Netzwerke organsiert und politische Diskussionen gef\u00fchrt. &nbsp;Dadurch haben sich auch die Erwartungen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger an die Kommunikation mit politischen Akteuren und der \u00f6ffentlichen Verwaltung ver\u00e4ndert. Nicht nur wird vielfach vorausgesetzt, dass St\u00e4dte und Gemeinden auch in den sozialen Medien vertreten sind, der Logik dieser Medien folgend werden niedrigschwellige Kommunikation, schnelle Reaktionszeiten und hohe Responsivit\u00e4t eingefordert. L\u00e4ngst verstehen sich die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht mehr nur als Adressierte, sondern wollen sich \u00fcber digitale Tools aktiv beteiligen und einbringen. Beh\u00f6rden und Kommunen m\u00fcssen dem ver\u00e4nderten Mediennutzungsverhalten mit entsprechenden Kommunikationsstrategien Rechnung tragen. Worauf Kommunen dabei achten sollten erkl\u00e4rt Felix Wesseler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der auf Social-Media-Kampagnen spezialisierten <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/social-media\/\">Full-Service-Agentur Magic Connection<\/a> im DEKOM-Interview.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Herr Wesseler, nahezu 90 Prozent der \u00f6ffentlichen Verwaltungen in Deutschland sind inzwischen auf Social Media aktiv. Augenscheinlich k\u00f6nnen Facebook &amp; Co. erheblich zu Transparenz und B\u00fcrgern\u00e4he beitragen&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Wesseler:<\/strong> Zweifellos bieten Social-Media-Kan\u00e4le den Verwaltungen vor Ort hervorragende M\u00f6glichkeiten mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in Kontakt oder zu treten, Entscheidungen transparent zu machen oder Themen aus dem Rathaus ganz allgemein an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger heranzutragen. Die inhaltliche Bandbreite ist enorm und reicht von amtlichen Bekanntmachungen und Imagekampagnen \u00fcber lokale Auswirkungen globaler Krisen bis hin zur Positionierung der Verwaltung oder Stadtwerke als attraktiver Arbeitgeber oder Ausbildungsbetrieb. Kurzum; \u00fcber soziale Medien k\u00f6nnen die vielen Menschen, erreicht werden, die sich t\u00e4glich im Netz informieren und austauschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was gilt es f\u00fcr Kommunalverwaltungen und Beh\u00f6rden bei etwaigen Social-Media-Aktivit\u00e4ten zu beachten?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Einsatz sozialer Medien muss sehr gezielt erfolgen und strategisch geplant werden. Die Botschaften m\u00fcssen zielgruppengerecht und authentisch verbreitet werden und zwar auf den Kan\u00e4len, die von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern auch genutzt werden. Ganz entscheidend f\u00fcr die erfolgreiche Social Media Kommunikation ist ein professioneller Umgang mit der hohen Dynamik in den sozialen Netzwerken. Hier bedarf es einer gewissen Reaktionsschnelligkeit, der in den Verwaltungen h\u00e4ufig fehlende Ressourcen, hierarchische Strukturen und zeitintensive interne Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse entgegenstehen. Nahezu jede Social-Media-Aktivit\u00e4t stellt gewisserma\u00dfen eine offizielle \u00c4u\u00dferung der jeweiligen Organisation dar. Und, ganz wichtig: Social Media ist keine Einbahnstra\u00dfe. Es gilt grunds\u00e4tzlich, in den Dialog mit der Zielgruppe zu treten &#8211; und nicht einfach nur Botschaften zu senden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Im \u00f6ffentlichen Sektor ist das ein sehr sensibler Bereich. Hier bleiben offizielle Statements in der Regel ja der Beh\u00f6rdenleitung vorbehalten\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch braucht es f\u00fcr Social Media Kommunikation kurze Freigabewege, etwa durch Ansiedlung kommunalen Social-Media-Aktivit\u00e4ten bei der st\u00e4dtischen Pressestelle. Ich empfehle Kommunen von vornherein klare Verantwortlichkeiten, Rollen und Aufgaben schaffen und gleichzeitig Freir\u00e4ume zu lassen, die eine dynamische und authentische Reaktion auf Anfragen gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat schon vor einem Jahr die Abschaltung der Facebookseite Bundesregierung angeordnet und dr\u00e4ngt auf ein generelles Social Media Verbot f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand, weil die g\u00e4ngigen Plattformen seiner Auffassung nach gegen die DSGVO versto\u00dfen w\u00fcrden. Derzeit besch\u00e4ftigt sich das Verwaltungsgericht K\u00f6ln damit. Wie bewerten Sie dieses Vorgehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus meiner Sicht ist das vollkommen absurd und hat nicht viel mit der Lebenswirklichkeit zu tun. Nat\u00fcrlich erwarten die Menschen zu Recht, dass Beh\u00f6rden und Kommunen in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Gerade, wenn es um kurzfristige, schnelle Kommunikation in Krisensituationen geht, sind soziale Netzwerke f\u00fcr Beh\u00f6rden unabdingbar. Denken Sie an die Corona-Pandemie oder den Beginn des Ukraine-Kriegs, als viele Gefl\u00fcchtete zu uns nach Deutschland kamen. Ich gehe davon aus, dass das Bundespresseamt Erfolg haben wird mit seiner Klage gegen das Verbot. Es w\u00e4re grob fahrl\u00e4ssig, auf diesen schnellen Informationskanal f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu verzichten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Gleichwohl hat der Bundesdatenschutzbeauftrage mit seinem Vorgehen vielerorts f\u00fcr Verunsicherung gesorgt\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist tats\u00e4chlich sehr bedauerlich. Wir besch\u00e4ftigen uns als Agentur sehr intensiv auch mit Awareness- und Pr\u00e4ventionskampagnen. Viele St\u00e4dte, Gemeinden und Beh\u00f6rden aus dem Gesundheits- und Jugendschutzbereich entwickeln derzeit Aufkl\u00e4rungskampagnen im Zusammenhang mit der Cannabislegalisierung \u2013 nat\u00fcrlich vor allem auch zur Bespielung der sozialen Medien. Da wirken Datenschutzbedenken geschuldete Verbotsbestrebungen nat\u00fcrlich absolut kontraproduktiv. Aus meiner Sicht \u00fcberwiegt hier eindeutig das \u00f6ffentliche Interesse im Hinblick auf Aufkl\u00e4rung in puncto Risiken bei Cannabis-Konsum, sodass wir als Agentur Kommunen dringend raten, Social-Media-Kan\u00e4le wie Facebook und Instagram aktiv zur Kommunikation mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu nutzen. Wir arbeiten als Kommunikations-Agentur mit einer auf Datenschutz spezialisierten K\u00f6lner Kanzlei zusammen und lassen zudem durch eigene Anw\u00e4lte unserer Firmengruppe besonders datenschutzrechtlich herausfordernde Themen f\u00fcr unsere Kunden vorab pr\u00fcfen. Das ist so nicht selbstverst\u00e4ndlich in der Agentur-Landschaft, aber so schaffen wir Rechtssicherheit f\u00fcr Klienten auch auf Social Media.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum ist es f\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden ratsam sich f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Social-Media-Aktivit\u00e4ten und die Entwicklung entsprechender Kommunikationsstrategien externe Unterst\u00fctzung von Agenturen ins Boot zu holen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4ngt bei den Verantwortlichen f\u00fcr die Kommunikation in Social Media an, die es f\u00fcr den Dialog im Netz zu schulen gilt &#8211; sofern die Arbeit denn von den Kommunen selbst erbracht werden soll. Social Media Profis bei Agenturen verbringen t\u00e4glich den Gro\u00dfteil ihrer Zeit online und k\u00f6nnen Trends, Stimmungen und ihre Entwicklung sehr schnell erkennen und darauf reagieren, ggf. unter Zuhilfenahme von KI-Systemen. Im besten Falle haben Agenturen zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Zielgruppen, die angesprochen werden sollen, um eben glaubw\u00fcrdig und in der angemessenen Tonalit\u00e4t kommunizieren zu k\u00f6nnen, ohne l\u00e4cherlich zu wirken oder langweilig. Wir besch\u00e4ftigen beispielsweise mehrere Online-Redakteurinnen und Redakteure, die der sogenannten Generation Z angeh\u00f6ren, sodass wir authentisch mit der jungen Zielgruppe kommunizieren k\u00f6nnen. Nicht zuletzt k\u00f6nnen Agenturen nat\u00fcrlich auch Randzeiten z.B. beim Communitymanagement abdecken, etwa Wochenenden oder Abendstunden, in denen nat\u00fcrlich auch Kommentare gepostet werden, auf die sofort reagiert werden muss, oder z.B. z\u00fcgig wertiges Bewegtbildmaterial erstellen, weil die Mitarbeiter genau darauf spezialisiert sind. Und grunds\u00e4tzlich schadet ein ehrlicher Blick von au\u00dfen, von einem unabh\u00e4ngigen Dritten, bei der Entwicklung von Kommunikationsstrategien nicht \u2013 im Gegenteil: Ein Sparringspartner hilft manchmal ungemein. (DEKOM, 22.04.2024) <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/social-media\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/ueber-uns\/\">Felix Wesseler<\/a> ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer geh\u00f6renden Fullserviceagentur <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/\">Magic Connection<\/a>. Magic Connection ist Teil der <a href=\"https:\/\/all3media.de\/\">All3Media Gruppe<\/a>, zu der weltweit rund 50 Unternehmen aus dem Entertainment-Sektor z\u00e4hlen. Magic Connection schafft Synergien mit Kunden und Kundinnen aus der Unterhaltungsbranche, der \u00f6ffentlichen Hand und der Industrie und bringt diese in den Bereichen Social Media Management, PR &amp; Communications Consulting sowie Influencer Marketing voran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziale Medien, wie Facebook, Instagram und Twitter, sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. \u00dcber digitale Netzwerke wird mit Freundinnen und Freunden kommuniziert und&nbsp; &nbsp;Alltagserlebnisse geteilt. &nbsp;Es werden Veranstaltungen und Netzwerke organsiert und politische Diskussionen gef\u00fchrt. &nbsp;Dadurch haben sich auch die Erwartungen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger an die Kommunikation mit politischen Akteuren und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7674","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7674"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7755,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7674\/revisions\/7755"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}