{"id":7739,"date":"2024-05-27T15:08:34","date_gmt":"2024-05-27T13:08:34","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=7739"},"modified":"2024-05-27T17:17:15","modified_gmt":"2024-05-27T15:17:15","slug":"employer-branding-mehr-als-der-obligatorische-obstkorb-oder-kostenloses-sprudelwasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/employer-branding-mehr-als-der-obligatorische-obstkorb-oder-kostenloses-sprudelwasser\/","title":{"rendered":"Employer Branding: \u201eMehr als der obligatorische Obstkorb oder kostenloses Sprudelwasser\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge fehlen in Deutschlands Kommunen bis 2025 allein rund 115.000 Erzieherinnen und Erzieher und rund 430.000 Betreuungspl\u00e4tze \u2013 mit gravierenden Folgen f\u00fcr Eltern und Arbeitsmarkt. Insgesamt werden dem \u00f6ffentlichen Sektor laut einer aktuellen Analyse der Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland bis 2030 voraussichtlich schon eine Million Fachkr\u00e4fte fehlen. Hauptgrund f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftemangel ist der demografische Wandel mit der bevorstehenden Pensionierung der geburtenstarken Jahrg\u00e4nge der Babyboomer. Dies erfordert gezielte, innovative und zeitgem\u00e4\u00dfe Ma\u00dfnahmen des kommunalen Personalmanagements. Arbeitgeber m\u00fcssen unter anderem als attraktiv und einzigartig nach innen und au\u00dfen wahrgenommen werden, um Mitarbeitende zu binden und neue potenzielle Besch\u00e4ftigte zu gewinnen. Eine wertvolle Ma\u00dfnahme hierf\u00fcr ist das&nbsp;<strong>Employer Branding \u2013 der Aufbau und die Pflege einer authentischen Arbeitgebermarke<\/strong>. Die Arbeitgebermarke zahlt aktiv sowohl auf die Mitarbeitergewinnung als auch auf die -bindung ein und unterst\u00fctzt die Organisation in der Sicherung der Zukunfts- und Handlungsf\u00e4higkeit. Weiterhin kann die Markenbildung dazu beitragen, ein Bewusstsein f\u00fcr die eigene Wahrnehmung nach innen und au\u00dfen zu gewinnen und diese Erkenntnisse strategisch zu nutzen. Dar\u00fcber, warum Employer Branding f\u00fcr immer mehr Kommunen unverzichtbar ist und wie Stadtverwaltungen und kommunale Unternehmen eine authentische Arbeitgebermarke entwickeln k\u00f6nnen, haben wir uns mit Social Media &amp; Digital Expertin Mona Zorob von der renommierten H\u00fcrther Full-Service-Agentur <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/ueber-uns\/\">Magic Connection<\/a> unterhalten. &nbsp;Im ersten Teil des Interviews gehen wir in dieser DEKOM Ausgabe der Frage nach, was sich hinter der Begrifflichkeit Employer Branding verbirgt und warum auch Arbeitgeber der \u00f6ffentlichen Hand nicht mehr umhinkommen, sich als Arbeitgebermarke zu positionieren. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Frau Zorob, was versteht man unter Employer Branding?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Employer Branding ist die Summe aller Ma\u00dfnahmen, die ein Unternehmen trifft, um eine Arbeitgebermarke aufzubauen und zu st\u00e4rken. Das Besondere ist der ganzheitliche Ansatz. Employer Branding liegt nicht nur in der Verantwortung der Personalabteilung, sondern geht idealerweise in die DNA aller Mitarbeitenden \u00fcber und wird so Teil der Unternehmenskultur. Es ist ein hervorragendes, vielfach bew\u00e4hrtes Tool, um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter f\u00fcr vakante Stellen zu finden und langfristig zu binden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum wird Employer Branding \u2013 auch im Bereich der Kommunalverwaltung und Daseinsvorsorge so relevant?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4ngst gibt es auch in den Verwaltungen und kommunalen Einrichtungen bzw. Betrieben deutlich mehr offene Stellen als Bewerber. Ging es f\u00fcr Personalverantwortliche fr\u00fcher vor allem die Frage, was Mitarbeitende bzw. k\u00fcnftig Mitarbeitende f\u00fcr das Unternehmen tun k\u00f6nnen, geht es inzwischen eher um die Fragestellung, was ein Arbeitgeber f\u00fcr Mitarbeitende bzw. potenziell Mitarbeitende tun kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzum, es gilt sich im Wettbewerb um Mitarbeitende und Talente als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Eine Besch\u00e4ftigung im \u00f6ffentlichen Dienst gilt per se als sicher und sinnstiftend. Warum brauchen \u00f6ffentliche Arbeitgeber Employer Branding trotzdem?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sinnhaftigkeit und Sicherheit sind Merkmale f\u00fcr die nahezu alle Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse im \u00f6ffentlich Dienst. Das gilt f\u00fcr Verwaltungsbeamte ebenso wie f\u00fcr das Kitapersonal oder Besch\u00e4ftigte auf Bauh\u00f6fen. Der Wettbewerb um Personal besteht nicht zuletzt deshalb gerade auch innerhalb der \u00f6ffentlichen Hand. Hier geht es dann um die Qualit\u00e4t und Attraktivit\u00e4t des Arbeitgebers und die der jeweiligen Besch\u00e4ftigung. Mit dem obligatorischen Obstkorb oder kostenlosem Sprudelwasser ist es nat\u00fcrlich nicht getan.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielmehr geht es um Faktoren wie eine gute Bezahlung, ein gutes Arbeitsklima, interessante Weiterbildungs- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, eine ausgewogene Work-Life-Balance, Homeoffice-M\u00f6glichkeiten usw. &nbsp;Employer Branding geht aber weit \u00fcber die Sammlung und Exponierung m\u00f6glichst vieler Attraktivit\u00e4tsfaktoren hinaus. Denn Attraktivit\u00e4t gibt es nie absolut. Eine Besch\u00e4ftigung bei einer Gemeindeverwaltung im l\u00e4ndlichen Raum kann dank kurzer Wege und famili\u00e4ren Umgangs miteinander deutlich attraktiver sein, als ein besser bezahlter Arbeitsplatz im Stadtwerkekonzern der benachbarten Metropole. Auch eine kleine Kommune kann mit g\u00fcnstigem Bauland, gro\u00dfer Entscheidungsbefugnis im Job und weitgehenden Homeoffice-M\u00f6glichkeiten gegen\u00fcber gro\u00dfen Beh\u00f6rden mit besseren Aufstiegschancen und Kita-Pl\u00e4tzen punkten. Die Entwicklung und Etablierung einer Arbeitgebermarke ist ein Prozess, der zun\u00e4chst innerhalb der Organisation Wirkung entfalten muss, damit die Besch\u00e4ftigten die Arbeitgebermarke zuerst verstehen, verinnerlichen und nach au\u00dfen hin verk\u00f6rpern. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr dazu wie Kommunen eine Arbeitgebermarke entwickeln und definieren k\u00f6nnen, wie der Prozess innerhalb einer Organisation angesto\u00dfen und die Belegschaft miteinbezogen werden kann, welche Rolle Social Media spielt und warum die Hinzuziehung externer Expertise in vielen F\u00e4llen ratsam ist, geht es im zweiten Teil des Interviews in der n\u00e4chsten DEKOM &#8211; Ausgabe. (DEKOM, 27.05.2024) <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/ueber-uns\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge fehlen in Deutschlands Kommunen bis 2025 allein rund 115.000 Erzieherinnen und Erzieher und rund 430.000 Betreuungspl\u00e4tze \u2013 mit gravierenden Folgen f\u00fcr Eltern und Arbeitsmarkt. Insgesamt werden dem \u00f6ffentlichen Sektor laut einer aktuellen Analyse der Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland bis 2030 voraussichtlich schon eine Million Fachkr\u00e4fte fehlen. 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