{"id":7774,"date":"2024-06-10T11:38:04","date_gmt":"2024-06-10T09:38:04","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=7774"},"modified":"2024-06-10T14:15:18","modified_gmt":"2024-06-10T12:15:18","slug":"employer-branding-wie-sich-kommunen-als-attraktive-arbeitgeber-positionieren-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/employer-branding-wie-sich-kommunen-als-attraktive-arbeitgeber-positionieren-koennen\/","title":{"rendered":"Employer Branding: Wie sich Kommunen als attraktive Arbeitgeber positionieren k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel macht sich mehr und mehr auch in den Kommunalverwaltungen bemerkbar. Ob Sachbearbeiter, Pfleger oder Landschaftsg\u00e4rtner \u2013 viele Kommunen k\u00f6nnen offene Stellen kaum mehr ad\u00e4quat besetzen. Dabei sind St\u00e4dte und Gemeinden sehr attraktive Arbeitgeber. Jobsicherheit, Gleichstellung und Familienvereinbarkeit werden im \u00f6ffentlichen Dienst gro\u00dfgeschrieben. Dennoch m\u00fcssen sich auch Arbeitgeber der \u00f6ffentlichen Hand im Wettbewerb um Mitarbeitende und Talente behaupten und positionieren. In der letzten DEKOM-Ausgabe erkl\u00e4rte Social Media &amp; Digital Expertin Mona Zorob von der renommierten H\u00fcrther Full-Service-Agentur <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/\">Magic Connection<\/a>, dass die Entwicklung einer Arbeitgebermarke f\u00fcr Kommunalverwaltungen nicht nur ratsam, sondern im Grunde alternativlos ist. Im zweiten Teil unseres Interviews geht es darum, wie Employer Branding in der t\u00e4glichen Verwaltungspraxis aufgesetzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frau Zorob, wie l\u00e4sst sich eine Arbeitgebermarke in einer Kommunalverwaltung etablieren? &nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mona Zorob:<\/strong> Es ist ein strategischer Prozess, an dessen Beginn zun\u00e4chst eine genaue Analyse des Marktes auf der einen und der Organisation auf der anderen Seite stehen muss. Im Falle einer Kommune geht es konkret um folgende Fragestellungen: Was machen vergleichbare Kommunen, wie stellen sie sich dar, was sind ihre St\u00e4rken, wo liegen Schw\u00e4chen?&nbsp; Wie kann man die Ergebnisse auf die eigene Kommune umm\u00fcnzen, was sind eigentlich unsere Werte? Was k\u00f6nnen wir besonders gut? Wof\u00fcr wollen wir stehen und wie wollen wir wahrgenommen werden? Was ist unser Versprechen an potentielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Die Beantwortung dieser Fragestellungen legt quasi das Fundament f\u00fcr das Employer Branding. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit den Kommunen Visionen von denen wir langfristige Ziele ableiten &#8211; es sei denn es gibt ggf. schon eine grunds\u00e4tzliche Vision, an die wir die Arbeitgebermarke \u201eanlehnen\u201c k\u00f6nnen. Mit Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeitern &#8211; meist aus den Bereichen Personal und Marketing &#8211; erarbeiten wir in einem Workshop genau diese sogenannten SMARTen Zielen und stellen diese dann der Beh\u00f6rden- oder Verwaltungsleitung vor. <strong>SMART<\/strong> steht dabei f\u00fcr <strong>S<\/strong>pezifisch, <strong>M<\/strong>essbar, <strong>A<\/strong>ttraktiv, <strong>R<\/strong>ealistisch, <strong>T<\/strong>erminiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So ein Realit\u00e4tscheck kann dann durchaus auch weniger angenehme Wahrheiten zutage f\u00f6rdern\u2026!?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Tat. Und wir als Agentur fungieren gewisserma\u00dfen auch als Spiegel f\u00fcr die uns beauftragende Beh\u00f6rde oder Kommune. Wir k\u00f6nnen hier als externe Dienstleister nat\u00fcrlich deutlich offener und direkter kommunizieren als interne Besch\u00e4ftigte gegen\u00fcber ihren Vorgesetzten. Schonungslos ist in diesem Zusammenhang ein gro\u00dfes Wort \u2013 aber nichts w\u00e4re schlimmer, als eine Wunschvorstellung zu kommunizieren, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie geht\u2019s dann weiter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt arbeiten wir sogenannte Personas heraus. Eine Persona ist die Verbildlichung der Zielgruppe \u2013 im Prinzip ein fiktiver Nutzer mit spezifischen Merkmalen. Wir definieren Personas tats\u00e4chlich bis ins kleinste Detail, um ihre Bed\u00fcrfnisse, F\u00e4higkeiten und Vorlieben zu verstehen. Dann identifizieren wir die Kan\u00e4le, auf denen genau diese Zielgruppen erreicht werden. Nehmen wir mal im ersten Schritt die Generation Z.&nbsp; Die Gen Z erreichen wir gut \u00fcber TikTok, sie ist schneller unterwegs, ihr ist die Work-Life Balance wichtiger als ein unbefristeter Vertrag.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bed\u00fcrfnisse einer jeden Zielgruppe auf der richtigen Plattform in der richtigen Ansprache zu treffen, das ist wichtig. Erst wenn man seine Zielgruppe verstanden hat, also um ihre Bed\u00fcrfnisse, \u00c4ngste und Herausforderungen wei\u00df, kann man als Arbeitgeber genau das herausarbeiten und nach au\u00dfen tragen. Entscheidend ist, f\u00fcr jede Zielgruppe die richtigen und passenden Kan\u00e4le zu identifizieren. Sogenannter Doublecontent \u2013 gleiche Inhalte und Ansprache auf allen Plattformen &#8211; zieht einfach nicht mehr. Das ist keineswegs trivial, denn hier passieren die h\u00e4ufigsten Fehler. Oftmals werden beispielsweise Fotos mit wahnsinnig viel Text im Bild als Jobangebot auf Facebook, Instagram und TikTok gepostet. Hauptsache auf allen Kan\u00e4len ein bisschen was machen &#8211; und wenn wir was gemacht haben, nutzen wir es \u00fcberall. Das wird nicht funktionieren. Grunds\u00e4tzlich sind auch wir Freunde davon, nachhaltig zu arbeiten und Inhalte zu reaktivieren- allerdings muss auch hier die Ansprache passend sein und das jeweilige Bild zielgruppengerecht aufgearbeitet werden. Wir arbeiten z. B. gern mit unterschiedlichen Schl\u00fcsselbildern, um einen Wiedererkennungswert f\u00fcr unterschiedliche Kategorien zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Fehler werden h\u00e4ufig noch gemacht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Etwa, nicht auf die detaillierten Jobangebote zu verweisen. Hier w\u00fcrden wir beispielsweise einen Link &nbsp;auf die Landingpage der Kommunen mit der Stellenausschreibung setzen. Besonders sch\u00f6n ist es, wenn man hier eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter gewinnen kann, um ein Reel (Video) aufzunehmen, in der Besch\u00e4ftigte aus ihrer Sicht kommunizieren, was Job und Arbeitgeber so besonders machen, welche Benefits Bewerber haben, etc. Mitarbeiter werben so f\u00fcr ihren Arbeitgeber und suchen neue Kollegen. Das ist nat\u00fcrlich etwas anderes als Arbeitgeber, die Mitarbeiter suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzum: Gesicht zeigen. Nahbarkeit schaffen nach dem Motto: In der Stadtverwaltung, Menschen wie Du und ich. Ein Kardinalfehler liegt regelm\u00e4\u00dfig in nicht vorhandenem oder nur unzul\u00e4nglichem Communitymanagement. Die Menschen wollen geh\u00f6rt werden, erwarten gute Antworten auf ihre Fragen und Anregungen. Social Media ist keine Einbahnstra\u00dfe, sondern ein schneller Kommunikationsweg, bei dem ein Dialog erwartet wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Rolle nimmt Magic Connection bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke ein und warum ist es in vielen F\u00e4llen tats\u00e4chlich ratsam externe Expertise hinzuzuziehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen uns als Sparringspartner und arbeiten nicht nur die Strategie aus, pitchen Content Ideen, realisieren diese, bilden Mitarbeiter aus, um langfristig und nachhaltig erfolgreiches Employer Branding zu machen, sondern unterst\u00fctzen auch im so sehr untersch\u00e4tzten Bereich des Communitymanagements und in der Krisenkommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen Kommunen dazu bef\u00e4higen, sich selbst zu helfen. Von den ersten kleinen Schritten, die sie mit uns an der Hand machen, sind wir da &#8211; bis sie sozusagen allein laufen k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich stehen wir unseren Kunden auch nach der gemeinsamen Zeit als Berater zur Seite. Wir haben allerdings auch Kunden, die uns f\u00fcr Jahre buchen, weil es sie g\u00fcnstiger kommt und flexibler ist, als zwei Vollzeitkr\u00e4fte einzustellen. (DEKOM, 10.06.2024) <a href=\"https:\/\/www.magic-connection.de\/ueber-uns\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel macht sich mehr und mehr auch in den Kommunalverwaltungen bemerkbar. Ob Sachbearbeiter, Pfleger oder Landschaftsg\u00e4rtner \u2013 viele Kommunen k\u00f6nnen offene Stellen kaum mehr ad\u00e4quat besetzen. Dabei sind St\u00e4dte und Gemeinden sehr attraktive Arbeitgeber. Jobsicherheit, Gleichstellung und Familienvereinbarkeit werden im \u00f6ffentlichen Dienst gro\u00dfgeschrieben. 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