{"id":7844,"date":"2024-07-08T12:48:14","date_gmt":"2024-07-08T10:48:14","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=7844"},"modified":"2024-07-08T15:33:56","modified_gmt":"2024-07-08T13:33:56","slug":"hoch-im-kurs-steht-derzeit-intelligentes-parkraummanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/hoch-im-kurs-steht-derzeit-intelligentes-parkraummanagement\/","title":{"rendered":"\u201eHoch im Kurs steht derzeit intelligentes Parkraummanagement\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Immer mehr vernetzte Technologien erobern den urbanen Raum. Sogenannte Smart Cities sind dazu geeignet die Lebensqualit\u00e4t der Menschen zu verbessern, knappe Ressourcen wie Strom, das Personal in der Stadtverwaltung oder die Kapazit\u00e4t des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs effizienter einzusetzen und mehr Resilienz zu schaffen. \u00dcber die wichtigsten und grundlegendsten Smart City Anwendungen haben wir uns ausf\u00fchrlich mit dem CEO des f\u00fchrenden deutschen Infrastrukturausstatters EBERO AG, Carsten Schweneker, unterhalten. In unserem zweiteiligen Interview erkl\u00e4rt Schweneker, warum die Smart City das Stadtkonzept der Zukunft ist und wie auch der l\u00e4ndliche Raum von Smart City L\u00f6sungen profitiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Herr Schweneker in den St\u00e4dten und Gemeinden werden immer neue Anwendungsfelder f\u00fcr Smart City Technologien identifiziert und erprobt. Ihr Unternehmen die EBERO AG konnte bereits viel Erfahrung bei Konzeption und Installation von Smart City Anwendungen sammeln. Was sind zurzeit die Topseller bei Ihnen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carsten Schweneker:<\/strong> Tats\u00e4chlich modulare Speichersysteme, die abh\u00e4ngig von der gerade ben\u00f6tigten Speicherkapazit\u00e4t zusammengeschaltet werden k\u00f6nnen. Die Leistungsf\u00e4higkeit solcher Speichersysteme ist mittlerweile enorm. Inzwischen lassen sich sogar Batterielads\u00e4ulen mit so viel Energie aufladen, dass mehrere Autos gleichzeitig daran geladen werden k\u00f6nnen. Die Batterielades\u00e4ulen k\u00f6nnen dann zu Zeiten wiederaufgeladen werden, in denen weniger Strom nachgefragt wird \u2013 z. B. \u00fcber Nacht. Diese Batteriespeicher werden zurzeit gerade auch in Kombination mit Verteilerstationen f\u00fcr Telekommunikationsverbindungen \u2013 sogenannte PoP-Stationen stark nachgefragt, die dann im Not- oder Katastrophenfall netzunabh\u00e4ngig weiterbetrieben werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hoch im Kurs stehen bei Kommunen aktuell auch Anwendungen f\u00fcr intelligentes Parkraummanagement. Also Kameras und Bodensensoren, die Verkehrsdaten und Parkraumbelegung erfassen und freie Parkpl\u00e4tze oder solche mit freien E-Lades\u00e4ulen anzeigen. Die Parkraum\u00fcberwachung kann zudem dabei helfen Flucht- und Rettungswege freizuhalten. Die dort installierten Sensoren melden, wenn sich ein widerrechtlich geparktes Fahrzeug \u00fcber oder neben ihnen befindet. Diese Messdaten werden (datenschutzkonform) z. B. an den kommunalen Ordnungsdienst geleitet. Die Verantwortlichen k\u00f6nnen dann ggf. geeignete Ma\u00dfnahmen einleiten, um diese Bereiche zu r\u00e4umen. Die Stadt L\u00fcbeck setzt diese L\u00f6sung im Rahmen des Projekts <a href=\"https:\/\/www.luebeck.de\/de\/presse\/pressemeldungen\/view\/138441\">\u201eKreuzung Frei\u201c<\/a> bereits in die Praxis um.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ungebrochen hoch ist die Nachfrage auch Bereich intelligenter Stra\u00dfenbeleuchtung. Durch Umr\u00fcstung auf LED-Technologie und \u2013 wenn m\u00f6glich &#8211; bedarfsgerechter Lichtsteuerung &#8211; kann der Energiebedarf enorm gesenkt werden. Gleichzeitig bietet die Stra\u00dfenbeleuchtung eine hervorragende Basis f\u00fcr den Aufbau einer Smart City tauglichen Infrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Inwiefern?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carsten Schweneker:<\/strong> Die Laternen sind in der Regel ja vorhanden und stehen im Abstand von 30 bis 50 Metern eigentlich in jeder Stadt. Wird die Beleuchtung auf LED umgestellt, m\u00fcssen die Leuchtenk\u00f6pfe ohnehin ausgetauscht werden. Die kann man dann nat\u00fcrlich auch direkt mit intelligenter Technik versehen. Daf\u00fcr bieten wir bei EBERO einen freien Bauraum an, in dem je nach Bedarf verschiedenste Komponenten installiert werden k\u00f6nnen. Etwa eine 5G-Antenne, ein WLAN-Gateway, Umweltsensorik oder eben auch Sensoren f\u00fcr die Verkehrsz\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Smart City Anwendungen verortet man eigentlich eher in Gro\u00dfst\u00e4dten und Ballungszentren. Anfang des Jahres hat allerdings das Projekt <a href=\"https:\/\/smarte-grenzregion.de\/\">\u201eSmarte Grenzregion\u201c<\/a> hoch im Norden Schleswig-Holsteins mit einem von EBERO installierten Parkraum\u00fcberwachungs- und Verkehrsleitsystem bundesweit von sich reden gemacht. Worum genau geht es da?&nbsp;&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carsten Schweneker:<\/strong> Besucher und B\u00fcrger der Region und der Stadt Flensburg werden \u00fcber ihr Smartphone fr\u00fchzeitig \u00fcber freie Parkpl\u00e4tze ggf. mit freien E-Lades\u00e4ulen informiert und zielgerichtet in Echtzeit dort hingeleitet. Das ist ja nicht nur f\u00fcr die Gro\u00dfstadt Flensburg interessant, sondern auch f\u00fcr die Besucher touristischer Zentren der Region \u2013 z. B. des Weltkulturerbes Haithabu. Kurzum; \u00fcberall dort wo zu Sto\u00dfzeiten hohes Verkehrsaufkommen in der Region anf\u00e4llt wird der Verkehr intelligent geleitet. Die Anwendung minimiert den Parkplatzsuchverkehr, optimiert den Verkehrsfluss insgesamt und tr\u00e4gt so erheblich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum sollten sich B\u00fcrgermeister und kommunale Entscheider unabh\u00e4ngig von der jeweiligen Gemeindegr\u00f6\u00dfe unbedingt mit den M\u00f6glichkeiten von Smart City Anwendungen befassen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carsten Schweneker:<\/strong> Ich fasse das gerne in drei \u00dcberschriften zusammen: Der wichtigste Punkt dabei ist immer die Erh\u00f6hung der Lebensqualit\u00e4t. Und zwar der Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr B\u00fcrger und G\u00e4ste. Dazu geh\u00f6ren ausreichende Parkpl\u00e4tze und Voraussetzungen f\u00fcr Arbeiten im Homeoffice \u2013 also fl\u00e4chendeckendes WLAN, 5G \u2013 Telefonnetz, usw. Also alles was das Leben erleichtert und einen gewissen Komfort verhei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite gro\u00dfe Bereich sind Energieversorgung und Reduktion von CO2-Emissionen. Wenn wir es wirklich ernst meinen mit der Energiewende und der CO2-Reduzierung, dann m\u00fcssen s\u00e4mtliche Verbr\u00e4uche und Einspeisungen in das Netz sekundengenau erfasst und verarbeitet werden. Und das geht eben nur \u00fcber ein schnelles Internet, Smartphone und intelligente Anwendung der Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und der dritte Punkt l\u00e4sst sich unter Resilienz im Sinne von Katastrophenf\u00e4higkeit und dem Schutz kritischer Infrastrukturen zusammenfassen. Allen voran die Aufrechterhaltung des Notrufs und wichtiger Kommunikationskan\u00e4le \u2013 auch wenn alles andere nicht mehr funktioniert. Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal z. B. w\u00e4re erheblich weniger Schaden entstanden, wenn die Kommunikationsnetze funktionst\u00fcchtig geblieben w\u00e4ren. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Vielen Dank!<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im zweiten Teil unseres Smart City Interviews geht es in der n\u00e4chsten DEKOM-Ausgabe darum, wie Smart City Konzepte zur Gleichwertigkeit der Lebensverh\u00e4ltnisse in Stadt und Land beitragen k\u00f6nnen, wie EBERO-Experten die Kommunen Schritt f\u00fcr Schritt bei Planung und Realisation von Smart City Anwendungen unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und wie die kleine schleswig-holsteinische Gemeinde S\u00fcderbrarup zum vielleicht digitalsten Dorf der Republik wird. (DEKOM, 08.07.2024) <a href=\"https:\/\/ebero-fab.com\/sortiment\/smart-city\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr vernetzte Technologien erobern den urbanen Raum. 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