{"id":8036,"date":"2024-11-11T13:07:20","date_gmt":"2024-11-11T11:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8036"},"modified":"2024-11-11T13:07:35","modified_gmt":"2024-11-11T11:07:35","slug":"waermepumpenhochlauf-staerken-durch-einen-verbesserten-rahmen-fuer-die-elektrifizierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/waermepumpenhochlauf-staerken-durch-einen-verbesserten-rahmen-fuer-die-elektrifizierung\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmepumpenhochlauf st\u00e4rken durch einen verbesserten Rahmen f\u00fcr die Elektrifizierung"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit in energieeffiziente Technologien wie eine W\u00e4rmepumpe zu investieren. Gleichzeitig ist das Informationsbed\u00fcrfnis immens \u2013 zumal die Heizungsdebatte teilweise zu starker Verunsicherung gef\u00fchrt hat. Der Bundesverband W\u00e4rmepumpe e. V. (BWP), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der ZVEI e. V. (Verband der Elektro- und Digitalindustrie) begr\u00fc\u00dfen daher Initiativen wie die \u201eWoche der W\u00e4rmepumpe\u201c und den \u201eGipfel zum vernetzten Haus der Zukunft\u201c, an dem alle drei Verb\u00e4nde teilnahmen. Sie fordern die Ampel-Regierung aber dazu auf, die politischen Weichen f\u00fcr den W\u00e4rmepumpen-Hochlauf noch st\u00e4rker zu stellen. Mit einem gemeinsamen Positionspapier zeigen die drei Verb\u00e4nde den Handlungsbedarf im Detail auf. Im Vordergrund stehen dabei vier Aspekte: Damit Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer eine Entscheidung bez\u00fcglich einer neuen Heizungsanlage treffen k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen sie klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten m\u00fcssen daher nachhaltig finanziert und verl\u00e4sslich ausgestaltet sein. \u201eNach dem starken Nachfrageabfall zu Jahresanfang sehen wir seit Mitte des Jahres wieder ein wachsendes Interesse bei Geb\u00e4udeeigent\u00fcmern an der W\u00e4rmepumpe. Die Zahl der F\u00f6rderantr\u00e4ge f\u00fcr W\u00e4rmepumpen steigt, die neuen, attraktiven F\u00f6rderbedingungen sind ein wesentlicher Treiber daf\u00fcr, dass sich der W\u00e4rmepumpenmarkt erholt. Damit die Installationszahlen weiter zulegen, brauchen Investoren vor allem Planungssicherheit, dass die guten F\u00f6rderkonditionen weiter gelten\u201c, so BWP-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Martin Sabel. Sollen W\u00e4rmepumpen als attraktive Alternative zu Erdgas- oder \u00d6l-Heizungen wahrgenommen werden, muss zudem Transparenz hinsichtlich des CO2-Preispfads bestehen, insbesondere hinsichtlich des \u00dcbergangs vom nationalen Preissystem in den ab 2027 geltenden europ\u00e4ischen Emissionshandel f\u00fcr Geb\u00e4ude und Verkehr. Handlungsbedarf sehen BWP, ZVEH und ZVEI auch hinsichtlich der Netzkapazit\u00e4ten. Der Sorge um unzureichenden Netzausbau lie\u00dfe sich durch eine politische Agenda \u00e4hnlich dem \u201eElectrification Action Plan\u201c der EU begegnen, welche W\u00e4rmepumpen-Hochlauf, Netzausbau, Smart Meter Rollout und variable Stromtarife koordiniert. Deutschland hat einen der h\u00f6chsten Strompreise in der EU. Um den Umstieg auf elektrische Heizl\u00f6sungen attraktiver zu gestalten, muss der Strompreis sinken. Steuern, Abgaben und Netzentgelte beim Strompreis m\u00fcssen reduziert werden. Parallel dazu sollten die Chancen und Vorteile flexibler Stromtarife st\u00e4rker betont und der Einsatz flexibler Tarife beschleunigt werden. Dabei ist wichtig, dass Vertr\u00e4ge mit dynamischen Stromtarifen \u00fcber ein Absicherungsinstrument verf\u00fcgen, das Anreize zum Energiesparen setzt, den Verbrauchern aber gleichzeitig Preissicherheit bietet. Eine weitreichende Digitalisierung des Energiesystems im Zuge der Energiewende ist unumg\u00e4nglich. Ein zentrales Element sind dabei intelligente Messsysteme, sogenannte Smart Meter. In Deutschland verlief der Einbau von Smart-Meter-Gateways bisher schleppend. Grund waren unter anderem das lange Ringen um den gesetzlichen Rahmen und hohe Anspr\u00fcche an die Interoperabilit\u00e4t sowie die Sicherheit dieser Systeme. F\u00fcr ein h\u00f6heres Tempo bei der Energiewende muss der Einbau intelligenter Messsysteme jedoch weiter beschleunigt werden; kurzfristige regulatorische Eingriffe sind kontraproduktiv. \u201eDurch ein optimales Zusammenspiel innovativer Technologien \u2013 von der PV-Anlage und W\u00e4rmepumpe \u00fcber Speicher und Wallboxen bis hin zum Energiemanagementsystem und Smart Meter \u2013 lassen sich im Geb\u00e4udesektor bis zu 65 Prozent Prim\u00e4renergie einsparen. Voraussetzung ist die konsequente Nutzung smarter Verbrauchssteuerung. Die Politik muss dem fl\u00e4chendeckenden Rollout intelligenter Messsysteme den R\u00fccken st\u00e4rken, damit sie in der Breite zum Einsatz kommen und wir das so entstehende Effizienzpotenzial heben k\u00f6nnen\u201c, so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. In Deutschland gibt es \u00fcber 800 Netzbetreiber. Unterschiedliche Vorgaben und teils immer noch nicht digitalisierte Prozesse f\u00fcr die Installation und Inbetriebnahme von W\u00e4rmepumpen und anderen Stromverbrauchseinrichtungen (z. B. Ladeinfrastruktur f\u00fcr E-Autos) f\u00fchren zu immensen Verz\u00f6gerungen. Zwar wurde das Thema seitens der Politik aufgegriffen \u2013 zum Beispiel im Rahmen eines \u201eBranchendialogs\u201c \u2013 und Konzepte f\u00fcr eine Standardisierung und Digitalisierung von Netzanschlussverfahren entwickelt. Aus Sicht von BWP, ZVEH und ZVEI m\u00fcssen diese Ma\u00dfnahmen aber konsequent weiterverfolgt und zus\u00e4tzliche angesto\u00dfen werden. \u201eUm Netzanschlussverfahren zu beschleunigen, braucht es volldigitale und einheitliche Anmelde- und Inbetriebnahmeverfahren, einheitliche Prozesse und technische Vorgaben wie etwa eine Muster-TAB sowie auch eine allgemeing\u00fcltige Schulungsverpflichtung f\u00fcr alle im Netzanschlussbereich t\u00e4tigen Fachkr\u00e4fte\u201c, macht ZVEH-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Alexander Neuh\u00e4user deutlich: \u201eDass es mittlerweile gesetzliche Fristen hinsichtlich der Bearbeitung von Anmeldungen durch die Netzbetreiber gibt, erleichtert die Inbetriebnahme. Es braucht aber zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen, um den Hochlauf von W\u00e4rmepumpen voranzutreiben.\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zveh.de\/news\/detailansicht\/positionspapier-von-bwp-zveh-und-zvei-zum-waermepumpen-hochlauf.html\">(ZVEH, 06.11.2024)<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zveh.de\/news\/detailansicht\/positionspapier-von-bwp-zveh-und-zvei-zum-waermepumpen-hochlauf.html\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a> \u00a0<a href=\"https:\/\/www.zveh.de\/securedl\/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3MzA5MDkxMjQsImV4cCI6MTczMDk5OTEyNCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vdXNlcl91cGxvYWQvZG9jdW1lbnRzL1pWRUgvRG9rdW1lbnRlL1ByZXNzZS9QcmVzc2VtZWxkdW5nZW4vMjAyNC8yMDI0MTEwNl9HZW1laW5zYW1lLVBNX1Bvc2l0aW9uc3BhcGllcl9CV1BfWlZFSF9aVkVJLzIwMjQxMTA2X0dlbWVpbnNhbWVzX1Bvc2l0aW9uc3BhcGllcl9CV1BfWlZFSF9aVkVJLnBkZiIsInBhZ2UiOjIyODA0fQ.2QvrNIYbTuT8ndshqZN-vZnC5amHl3nPU5sQ7YV88zI\/20241106_Gemeinsames_Positionspapier_BWP_ZVEH_ZVEI.pdf\">Positionspapier hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit in energieeffiziente Technologien wie eine W\u00e4rmepumpe zu investieren. 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