{"id":8063,"date":"2024-11-18T14:21:22","date_gmt":"2024-11-18T12:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8063"},"modified":"2024-11-18T14:21:24","modified_gmt":"2024-11-18T12:21:24","slug":"studie-woran-sich-kommunen-in-der-energiewende-orientieren-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/studie-woran-sich-kommunen-in-der-energiewende-orientieren-koennen\/","title":{"rendered":"Studie: Woran sich Kommunen in der Energiewende orientieren k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber 10.000 St\u00e4dte und Gemeinden in Deutschland sehen sich vor der Aufgabe, ihre Energiezukunft selbst in die Hand zu nehmen. Aber wie k\u00f6nnen sie ein klimaneutrales Energiesystem entwickeln? Um bei der Entscheidungsfindung Orientierung zu bieten, stellen Forscherinnen in Berlin heute Handlungsempfehlungen zur Unterst\u00fctzung kommunaler Akteure vor. Im Forschungsprojekt \u201ePartizipation im digitalisierten Energiesystem durch soziale Innovationen\u201c (PaDiSo) hat ein Team des Instituts f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W), des Zentrums Technik und Gesellschaft der Technischen Universit\u00e4t Berlin und des Vereins Energieavantgarde Anhalt drei Jahre lang Kommunen in Sachsen-Anhalt begleitet. Mit der Handreichung \u201eDie regionale Energiewende gestalten\u201c richten sich die Wissenschaftlerinnen nun an Entscheidungstragende in Kommunen und geben ihnen praxisrelevante Erkenntnisse f\u00fcr die lokale Energiewende an die Hand. Sie zeigen auf, welche neuen Denk- und Handlungsweisen oder Organisationsformen mit der Energiewende verbunden sind. Die B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister der beteiligten Kommunen aus der Region Anhalt-Bitterfeld-Dessau-Wittenberg betonen, dass der interkommunale Austausch, die wissenschaftliche Unterst\u00fctzung und das Lernen von Vorbildern f\u00fcr ihre kommunale Entwicklung wichtige Impulse geben. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz gef\u00f6rdert. \u201eDas Energiesystem vor Ort zu transformieren, ist komplex\u201c, so die Nachhaltigkeitsforscherinnen Friederike Rohde und Sabine Hielscher vom I\u00d6W. \u201eDer Zeitdruck ist gro\u00df, doch die Bedingungen f\u00fcr raschen Wandel sind nicht \u00fcberall gegeben \u2013 im Gegenteil gibt es auch Beharrungstendenzen. Hier m\u00fcssen Kommunen neu denken, neu organisieren und neu handeln. Unsere Forschung mit Praxisakteuren zeigt: Auch Verwaltungen und Kommunen sind schon seit vielen Jahren innovativ. Und sie sind offen, andere an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen.\u201c Das Forschungsteam erarbeitete gemeinsam mit Kommunen Unterst\u00fctzungsformate. Zwei Fallstudien aus der Harzregion zeigen auf, welche Bedingungen eine gelungene Energietransformation beg\u00fcnstigen. \u201eDie Kommunen brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Um die Energiewende fl\u00e4chendeckend umzusetzen, helfen vor allem strategische Nachahmungen von guten Beispielen, die an die jeweiligen kommunalen Umst\u00e4nde angepasst sind\u201c, erkl\u00e4ren Catharina L\u00fcder und Emilia Nagy vom Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin. Im Projekt wurde eine interaktive Karte erstellt, die soziale Innovationen im Energiesystem aus ganz Deutschland darstellt. \u00dcber 100 Steckbriefe von Initiativen bieten Inspiration und k\u00f6nnen von Kommunen genutzt werden, um direkt Kontakt aufzunehmen, Nachfragen zu stellen und in den Austausch zu treten. \u201eDer Fundus an Handlungsoptionen f\u00fcr Kommunen ist gro\u00df und Kommunen k\u00f6nnen durch Kooperationen mit Akteuren vor Ort, die zielgerichtete Einbindung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sowie gegenseitiges Lernen viel bewegen\u201c, so L\u00fcder. Wenn Kommunen vor Ort Fl\u00e4chen zur Erzeugung von Wind- oder Solarenergie ausweisen, erhalten sie oftmals Anfragen von Projektierern, die Standorte f\u00fcr ihre Vorhaben sichern m\u00f6chten. Die Zahl dieser Anfragen hat sich in den letzten Jahren stark erh\u00f6ht, auch im Zuge der Energiekrise. \u201eIn dieser Vielzahl von Angeboten seri\u00f6se zu erkennen und abzusch\u00e4tzen, welche die lokale Wertsch\u00f6pfung st\u00e4rken und die gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Vorteile f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und die Kommune insgesamt bieten, kann eine Herausforderung darstellen\u201c, sagt Thies Schr\u00f6der vom Verein Energieavantgarde Anhalt. Mit zw\u00f6lf Schl\u00fcsselfragen auf dem Weg zur energiesouver\u00e4nen Kommune hat das PaDiSo-Team daher f\u00fcr Kommunen einen Wegweiser f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Projektierern von Erneuerbare-Energie-Anlagen entwickelt. Die Fragen wurden gemeinsam mit Kommunalvertreterinnen und -vertretern in kommunalen Lernwerkst\u00e4tten erarbeitet. \u201eUm Austausch und Vernetzung zu f\u00f6rdern, haben wir das Format \u201akommunale Lernwerkst\u00e4tten\u2018 entwickelt und in Sachsen-Anhalt erprobt\u201c, so Anna H\u00fclle von der Energieavantgarde Anhalt. \u201eIn drei aufeinanderfolgenden Terminen kamen Akteure vor Ort zum l\u00f6sungsorientierten Austausch zusammen, um voneinander zu lernen und ihre kommunale Handlungsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken. Die Methode haben wir umfassend dokumentiert. Nachmachen ist ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht und empfohlen.\u201c\u00a0(I\u00d6W, 13.11.2024) <a href=\"https:\/\/www.ioew.de\/news\/article\/studie-woran-sich-kommunen-in-der-energiewende-orientieren-koennen\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 10.000 St\u00e4dte und Gemeinden in Deutschland sehen sich vor der Aufgabe, ihre Energiezukunft selbst in die Hand zu nehmen. Aber wie k\u00f6nnen sie ein klimaneutrales Energiesystem entwickeln? Um bei der Entscheidungsfindung Orientierung zu bieten, stellen Forscherinnen in Berlin heute Handlungsempfehlungen zur Unterst\u00fctzung kommunaler Akteure vor. 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