{"id":8096,"date":"2024-12-09T12:11:45","date_gmt":"2024-12-09T10:11:45","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8096"},"modified":"2024-12-09T12:11:46","modified_gmt":"2024-12-09T10:11:46","slug":"fachkraeftesicherung-mithilfe-betrieblicher-weiterbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/fachkraeftesicherung-mithilfe-betrieblicher-weiterbildung\/","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftesicherung mithilfe betrieblicher Weiterbildung"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken, ist das lebenslange Lernen. Die Mehrheit der Unternehmen ist \u00fcberaus engagiert in Sachen Weiterbildung und motiviert ihre Besch\u00e4ftigten auch dazu, sich fortzubilden. Wie gut die Weiterbildungskultur im jeweiligen Betrieb gelebt wird, h\u00e4ngt nicht zuletzt vom Verhalten der F\u00fchrungskr\u00e4fte ab. Heute Print-Redakteur, morgen Prompt-Experte? Aktuell Maschinenbauer, bald schon Automatisierungsspezialist? Nicht nur der technische Fortschritt erfordert es, dass sich Besch\u00e4ftigte weiterbilden. Auch der R\u00fcckgang der verf\u00fcgbaren Arbeitskr\u00e4fte durch den demografischen Wandel zwingt Betriebe dazu, Strategien zu entwickeln, um die vorhandenen Mitarbeiter zu halten und f\u00fcr neue Aufgaben zu qualifizieren. Um ein Umfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeiter motiviert sind, ihr Wissen und ihre F\u00e4higkeiten zu erweitern und auch weiterzugeben, sollten die Besch\u00e4ftigten in die Weiterbildungsaktivit\u00e4ten des Unternehmens aktiv einbezogen werden. Die betriebliche Weiterbildung, f\u00fcr die die Unternehmen in Deutschland im Jahr 2022 bereits 46,4 Milliarden Euro aufwendeten, hilft nicht nur dabei, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit langfristig zu sichern. Sie dient auch dazu, den Fachkr\u00e4ftemangel aktiv abzufedern. Doch wie steht es um die Weiterbildungskultur in den Unternehmen? Und wie motiviert sind die Mitarbeiter, sich neues Wissen anzueignen? Tats\u00e4chlich sind die Betriebe in Deutschland diesbez\u00fcglich so engagiert wie noch nie: So zeigt die IW-Weiterbildungserhebung, dass im Jahr 2022 rund 90 Prozent der hiesigen Unternehmen ihren Besch\u00e4ftigten Weiterbildung erm\u00f6glichten. Zwar gibt es Unterschiede im Weiterbildungsengagement von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie gro\u00dfen Unternehmen \u2013 so betreiben KMU etwas seltener Weiterbildung als gro\u00dfe Firmen, aber wenn sie sie praktizieren, tun sie dies sehr intensiv. Doch ob ein Betrieb eine ausgepr\u00e4gte Weiterbildungskultur hat, h\u00e4ngt in der Regel weder mit der Branche noch mit der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe zusammen. Ausschlaggebend sind dagegen die Art der Mitbestimmung, die Qualifikationsstruktur und die wirtschaftliche Lage im Unternehmen. So weisen Betriebe mit einem relativ hohen Anteil an Mitarbeitern ohne abgeschlossene Berufsausbildung ein geringeres Weiterbildungsengagement auf. Das Gleiche gilt f\u00fcr Firmen, deren Umsatz oder Mitarbeiterzahl im Zeitverlauf gesunken ist. Unternehmen, die stark digitalisiert sind oder die viele Ma\u00dfnahmen zur \u00f6kologischen Nachhaltigkeit umsetzen, zeichnen sich dagegen durch eine st\u00e4rker ausgepr\u00e4gte Weiterbildungskultur aus. Um ein Umfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeiter motiviert sind, ihr Wissen und ihre F\u00e4higkeiten zu erweitern und auch weiterzugeben, sollten die Besch\u00e4ftigten in die Weiterbildungsaktivit\u00e4ten des Unternehmens aktiv einbezogen werden. In drei von vier Unternehmen sind die Besch\u00e4ftigten in die Planung der betrieblichen Weiterbildungsangebote involviert. Ein vergleichbar hoher Anteil gibt au\u00dferdem an, dass die Mitarbeiter ihre Weiterbildungsma\u00dfnahmen eigenverantwortlich ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Das Verhalten der F\u00fchrungskr\u00e4fte hat ebenfalls erheblichen Einfluss darauf, ob eine Kultur der Weiterbildung in einer Organisation gelebt wird oder nicht. Zum einen k\u00f6nnen sie die notwendigen Rahmenbedingungen daf\u00fcr schaffen, indem sie die Bedeutung von lebenslangem Lernen im Unternehmen betonen. Zum anderen haben Vorgesetzte eine Vorbildfunktion und sollten sich selbst regelm\u00e4\u00dfig fortbilden. Auch dies passiert in der Mehrheit der Betriebe bereits, wobei gro\u00dfe Unternehmen (88 Prozent) im Vergleich zu KMU (74 Prozent) etwas h\u00e4ufiger Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung von F\u00fchrungskr\u00e4ften legen. Dies k\u00f6nnte mit den geringeren zeitlichen Ressourcen der F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fcr eigene Weiterbildungen in KMU zusammenh\u00e4ngen sowie mit der Tatsache, dass es in kleinen und mittleren Unternehmen weniger F\u00fchrungskr\u00e4fte gibt als in Gro\u00dfunternehmen. Obwohl nur 29 Prozent der KMU ein Weiterbildungsbudget f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten haben, investierten kleine Unternehmen im Jahr 2022 im Durchschnitt 1.492 Euro pro Mitarbeiter in Weiterbildungs-ma\u00dfnahmen, mittelgro\u00dfe Betriebe kamen auf 1.288 Euro. Gro\u00dfunternehmen, von denen knapp 72 Prozent Weiterbildungsbudgets f\u00fcr alle Mitarbeiter unterhalten, gaben im Schnitt 1.267 Euro aus. Dass gro\u00dfe Unternehmen niedrigere Weiterbildungsaufwendungen haben als kleine und mittlere Unternehmen, k\u00f6nnte damit zusammenh\u00e4ngen, dass sie geringere Organisationskosten haben sowie wom\u00f6glich g\u00fcnstigere Preise bei Bildungsdienstleistern aushandeln k\u00f6nnen. Dass Gro\u00dfunternehmen am Weiterbildungsmarkt Vorteile genie\u00dfen, zeigt sich auch an diesem Befund: Rund 38 Prozent der KMU geben an, dass sie keine passenden Angebote finden und aus diesem Grund nicht noch mehr Weiterbildung betreiben. Gro\u00dfe Firmen haben mit knapp 19 Prozent wesentlich seltener Probleme, ma\u00dfgeschneiderte Weiterbildungen einzukaufen, da sie sich unternehmensspezifisch entwickelte Weiterbildungsma\u00dfnahmen zusammenstellen lassen. (IWD, 03.12.2024) <a href=\"https:\/\/www.iwd.de\/artikel\/fachkraeftesicherung-mithilfe-betrieblicher-weiterbildung-638883\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine M\u00f6glichkeit, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken, ist das lebenslange Lernen. Die Mehrheit der Unternehmen ist \u00fcberaus engagiert in Sachen Weiterbildung und motiviert ihre Besch\u00e4ftigten auch dazu, sich fortzubilden. Wie gut die Weiterbildungskultur im jeweiligen Betrieb gelebt wird, h\u00e4ngt nicht zuletzt vom Verhalten der F\u00fchrungskr\u00e4fte ab. Heute Print-Redakteur, morgen Prompt-Experte? Aktuell Maschinenbauer, bald schon Automatisierungsspezialist? 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