{"id":8123,"date":"2024-12-16T13:12:56","date_gmt":"2024-12-16T11:12:56","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8123"},"modified":"2024-12-16T13:12:58","modified_gmt":"2024-12-16T11:12:58","slug":"der-paritaetische-wohnen-macht-arm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/der-paritaetische-wohnen-macht-arm\/","title":{"rendered":"Der Parit\u00e4tische: Wohnen macht arm"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Parit\u00e4tische Forschungsstelle hat eine neue Berechnung zur Wohnarmut in Deutschland ver\u00f6ffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein alarmierendes Bild: Deutlich mehr Menschen als bisher angenommen leben in Armut, wenn die Wohnkosten ber\u00fccksichtigt werden. Die steigenden Mieten belasten vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen \u00fcberproportional. Viele Haushalte geben inzwischen mehr als ein Drittel ihres Einkommens f\u00fcr Wohnkosten aus \u2013 manche sogar mehr als die H\u00e4lfte. Von Wohnarmut betroffen sind insgesamt 21,2 % der Bev\u00f6lkerung (17,5 Millionen Menschen). Das sind 5,4 Millionen mehr Armutsbetroffene als nach konventioneller Berechnung. Besonders hohe Wohnarmut gibt es in Bremen (29,3 %), Sachsen-Anhalt (28,6 %) und Hamburg (26,8 %) Massiv betroffene Gruppen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Menschen ab 65 Jahren: 27,1% Armutsquote<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Junge Erwachsene (18-25 Jahre): 31% Armutsquote<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Alleinerziehende: 36 % Armutsquote<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Alleinlebende: 37,6 % Armutsquote (im Rentenalter sogar 41,7 %)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erwerbslose: 61,3 % Armutsquote<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eWohnen entwickelt sich mehr und mehr zum Armutstreiber\u201c, erkl\u00e4rt Joachim Rock, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Gesamtverbandes. \u201eDie Schere geht durch die steigenden Wohnkosten immer weiter auseinander.\u201c Die Expertise unterbreitet Vorschl\u00e4ge, mit welchen sozialpolitischen Ma\u00dfnahmen die Armutsl\u00fccke geschlossen werden kann. Die Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit einer ambitionierten Wohnungspolitik. Armutsbek\u00e4mpfung erfordere eine Begrenzung der Wohnkosten. Deshalb m\u00fcsse auf das bestehende Marktgeschehen st\u00e4rker Einfluss genommen werden. In der Diskussion ist aktuell die 2015 eingef\u00fchrte und Ende 2025 auslaufende Mietpreisbremse. Mit dem Ende der Ampel-Koalition k\u00f6nnte die eigentlich bis Ende 2028 geplante Verl\u00e4ngerung wegfallen. Es drohen massive Preissteigerungen in angespannten Wohnungsm\u00e4rkten. Der Parit\u00e4tische Gesamtverband ruft dar\u00fcber hinaus die k\u00fcnftige Bundesregierung auf neue, dauerhaft sozial gebundene Wohnungen zu schaffen. \u201eEine zielgerichtete Politik zur Vermeidung von Armut in Deutschland braucht gute L\u00f6hne, bessere soziale Absicherung und eine Wohnungspolitik, die Mieten bezahlbar h\u00e4lt\u201c, fasst Joachim Rock, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Gesamtverbandes die Expertise zusammen. Die Studie basiert auf einer Sonderauswertung durch das Statistische Bundesamt. Sie ber\u00fccksichtigen erstmals die tats\u00e4chlich verf\u00fcgbaren Einkommen nach Abzug der Wohnkosten (Warmmiete und Strom). Basierend auf den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden die Einkommen um die Wohnkosten bereinigt und so eine Wohnarmuts-Grenze ermittelt. Diese Wohnarmuts-Formel macht ein bislang unsichtbares Ausma\u00df der Armut sichtbar. (Der Parit\u00e4tische, 13.12.2024) <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/studie-belegt-wohnen-macht-arm\/\">Ganzer Artikel hier<\/a>\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Parit\u00e4tische Forschungsstelle hat eine neue Berechnung zur Wohnarmut in Deutschland ver\u00f6ffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein alarmierendes Bild: Deutlich mehr Menschen als bisher angenommen leben in Armut, wenn die Wohnkosten ber\u00fccksichtigt werden. 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