{"id":8160,"date":"2025-01-13T16:35:29","date_gmt":"2025-01-13T14:35:29","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8160"},"modified":"2025-01-13T16:35:30","modified_gmt":"2025-01-13T14:35:30","slug":"kommunen-wollen-viele-sportstaetten-offenhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/kommunen-wollen-viele-sportstaetten-offenhalten\/","title":{"rendered":"Kommunen wollen viele Sportst\u00e4tten offenhalten"},"content":{"rendered":"\n<p>Laut einer aktuellen Sonderbefragung im Rahmen des \u201eKfW-Kommunalpanel 2025\u201c streben Kommunen an, so viele Sportst\u00e4tten wie m\u00f6glich weiterhin offen zu halten, um ihr vielf\u00e4ltiges Angebot zu sichern. Dieses Ziel wird jedoch angesichts des Investitionsr\u00fcckstands in Sportst\u00e4tten zunehmend schwieriger. Die Kommunen in Deutschland halten bislang trotz steigender finanzieller Widrigkeiten am Betrieb ihrer Sportst\u00e4tten fest. Im Jahr 2024 verf\u00fcgten 94 Prozent der Kommunen \u00fcber Sporthallen und 92 Prozent \u00fcber Sportpl\u00e4tze. Etwas mehr als die H\u00e4lfte der Kommunen betrieben zudem eigene Freib\u00e4der und 46 Prozent Hallenb\u00e4der. Zudem ist in zwei Dritteln der Kommunen, in denen es 2024 Sporthallen oder Sportpl\u00e4tze gab, die Anzahl der Sportst\u00e4tten in den vergangenen zehn Jahren konstant geblieben. Jeweils etwa ein Viertel der Kommunen hat in den letzten Jahren sogar neue Sporthallen oder Sportpl\u00e4tze gebaut. 60 Prozent der Kommunen berichten, dass sich die Zahl ihrer Hallenb\u00e4der seit 2014 erh\u00f6ht hat, bei den Freib\u00e4dern sind es 54 Prozent. \u00a0Das sind Ergebnisse einer Sonderbefragung unter K\u00e4mmereien, die das Deutsche Institut f\u00fcr Urbanistik (Difu) im Auftrag der KfW im Oktober 2024 durchgef\u00fchrt hat. Auch wenn die Ergebnisse nicht repr\u00e4sentativ sind, so vermitteln sie jedoch einen belastbaren Eindruck der Situation in den Kommunen. \u00a0\u201eDie Bedeutung von Sportst\u00e4tten als Orte gesellschaftlicher Teilhabe und Gesundheitspflege ist nicht zu untersch\u00e4tzen\u201c, sagt Difu-Wissenschaftlerin Frida von Zahn. \u201eDie gro\u00dfe Zahl an Kommunen mit Investitionsr\u00fcckstand zeigt jedoch dringenden Handlungsbedarf. Hier aktiv zu werden, w\u00fcrde sich letztlich auch positiv auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirken.\u201c In der Befragung gaben 59 Prozent der Kommunen an, dass der Investitionsr\u00fcckstand bei Sporthallen \u201egravierend\u201c oder \u201enennenswert\u201c sei, bei Hallenb\u00e4dern sagten dies 62 Prozent, bei Eissporthallen 53 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass die R\u00fcckst\u00e4nde aufgrund der Geb\u00e4udesubstanz besonders schwerwiegend bei gedeckten Sportst\u00e4tten sind. Hierbei geht es vor allem um den energetischen Zustand der Geb\u00e4ude und Geb\u00e4udeh\u00fcllen sowie marode sanit\u00e4re und technische Anlagen. \u00a0In mehr als 40 Prozent der Kommunen k\u00f6nnen wegen des schlechten baulichen Zustands der Sportst\u00e4tten bereits jetzt einzelne Sportangebote gelegentlich nicht stattfinden. 36 Prozent der Kommunen bef\u00fcrchten, das Sportangebot in zuk\u00fcnftig reduzieren zu m\u00fcssen. Die bef\u00fcrchtete Reduzierung ist im Bereich Sportst\u00e4tten aber moderater als in anderen freiwilligen Aufgabenbereichen der \u00f6ffentlichen Daseinsvorsorge: So geben zum Beispiel 41 Prozent der Kommunen an, angesichts der finanziellen Lage in den n\u00e4chsten Jahren kulturelle Angebote herunterfahren zu m\u00fcssen. \u00a0Besonders augenf\u00e4llig wird der schlechte Zustand einzelner Sportst\u00e4tten, wenn man die Kommunen danach fragt, wie hoch der Anteil der Anlagen ist, der in den kommenden drei Jahren geschlossen werden muss, sofern keine umfassende Sanierung durchgef\u00fchrt wird. Hier geben die teilnehmenden Kommunen an, im Durchschnitt 16 Prozent der Freib\u00e4der, 15 Prozent der Eissporthallen und 14 Prozent der Hallenb\u00e4der schlie\u00dfen zu m\u00fcssen. \u201eZwar wollen Kommunen das Sportangebot weniger drastisch reduzieren als andere freiwillige Aufgaben, die drohende Schlie\u00dfung ganzer Sportst\u00e4tten ist jedoch besorgniserregend. Aus Sicht der Kommunen braucht es hier vor allem eine verbesserte Grundfinanzierung, um die ben\u00f6tigten Investitionen zu stemmen\u201c, so Difu-Wissenschaftler und Projektleiter Dr. Christian Raffer. \u00a0Das Deutsche Institut f\u00fcr Urbanistik (Difu) hat im Auftrag der Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau (KfW) 903 Kommunen angeschrieben, die sich zuvor an einer der zur\u00fcckliegenden Hauptbefragungen f\u00fcr das KfW-Kommunalpanel beteiligt und darin ihre Bereitschaft f\u00fcr erg\u00e4nzende Befragungen signalisiert hatten. An der Umfrage, die sich wie gewohnt an die K\u00e4mmereien richtete, haben sich im Oktober 2024 insgesamt 307 St\u00e4dte, Gemeinden und Landkreise beteiligt. (Difu\/KFW, 13.01.2025) <a href=\"https:\/\/difu.de\/presse\/pressemitteilungen\/2025-01-13\/kommunen-wollen-viele-sportstaetten-offenhalten\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut einer aktuellen Sonderbefragung im Rahmen des \u201eKfW-Kommunalpanel 2025\u201c streben Kommunen an, so viele Sportst\u00e4tten wie m\u00f6glich weiterhin offen zu halten, um ihr vielf\u00e4ltiges Angebot zu sichern. Dieses Ziel wird jedoch angesichts des Investitionsr\u00fcckstands in Sportst\u00e4tten zunehmend schwieriger. Die Kommunen in Deutschland halten bislang trotz steigender finanzieller Widrigkeiten am Betrieb ihrer Sportst\u00e4tten fest. 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