{"id":8188,"date":"2025-01-27T15:14:21","date_gmt":"2025-01-27T13:14:21","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8188"},"modified":"2025-01-27T15:14:23","modified_gmt":"2025-01-27T13:14:23","slug":"bund-mehr-als-56-000-menschen-stimmen-fuer-ein-pfas-verbot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/bund-mehr-als-56-000-menschen-stimmen-fuer-ein-pfas-verbot\/","title":{"rendered":"BUND: Mehr als 56.000 Menschen stimmen f\u00fcr ein PFAS-Verbot"},"content":{"rendered":"\n<p>56.000 Menschen fordern Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in der Petition des Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) auf, sich f\u00fcr eine EU-weite Beschr\u00e4nkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) einzusetzen. Manuel Fernandez, Referent f\u00fcr Stoffpolitik beim BUND: \u201eGerade Karl Lauterbach als Mediziner kann die Gefahren von PFAS nicht ignorieren. Wir reden inzwischen vom gr\u00f6\u00dften Fall chemischer Verschmutzung in der Geschichte der Menschheit. Deshalb muss die oberste Gesundheitsbeh\u00f6rde ihren politischen Spielraum nutzen und den Vorschlag zur Beschr\u00e4nkung von PFAS \u00f6ffentlich unterst\u00fctzen. Das ist der einzige Weg, weitere Sch\u00e4den f\u00fcr unsere Gesundheit und die Umwelt abzuwenden.\u201c Einige PFAS sind nachweislich gesundheitsgef\u00e4hrdend: Sie k\u00f6nnen unter anderem Organsch\u00e4den, Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen, Schilddr\u00fcsenerkrankungen und Krebs verursachen. Die gesundheitlichen Risiken von PFAS geraten in der aktuellen politischen Debatte um eine EU-weite PFAS-Beschr\u00e4nkung allerdings zunehmend in den Hintergrund. Ma\u00dfgeblichen Anteil daran hat eine gezielte Kampagne der PFAS-Industrie und verb\u00fcndeter Interessensgruppen, die eine umfassende Regulierung von PFAS verhindern wollen. Das geht aus einer Recherche des journalistischen Netzwerkes \u201eForever Lobbying Project\u201c hervor. PFAS bauen sich nicht ab und belasten zunehmend Grund- und Trinkwasser. Der BUND hat die, auch als Ewigkeits-Chemikalien bekannten Stoffe, in neun von zehn Leitungswasserproben in Deutschland gefunden. Sie gef\u00e4hrden die Gesundheit, erschweren Recycling-Prozesse und verteuern die Trinkwasseraufbereitung. Der bisherige Vorschlag zur Beschr\u00e4nkung von PFAS in der Europ\u00e4ischen Union sieht einen schrittweisen Ausstieg aus der Produktion und Verwendung der Chemikalie vor. Fernandez: \u201eDie Beschr\u00e4nkung der gesamten Stoffgruppe der PFAS-Chemikalien ist ein wichtiger Schritt f\u00fcr den Schutz von Gesundheit und Umwelt. Mit der Petition fordert der BUND deshalb zusammen mit 56.000 Menschen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dazu auf, sich entschieden f\u00fcr eine PFAS-Beschr\u00e4nkung einzusetzen und so unsere Gesundheit und unsere Umwelt zu sch\u00fctzen.\u201c Auch der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) dessen Mitglieder rund 90 Prozent aller Einwohner Deutschlands mit Trinkwasser versorgen und das Abwasser von 40 Prozent entsorgen spricht sich langfristig f\u00fcr ein PFAS-Verbot aus und setzt auf konsequente Herstellerverantwortung: \u201ePFAS, sogenannte Ewigkeits-Chemikalien, belasten schon heute B\u00f6den und Trinkwasser. Weil strengere Trinkwassergrenzwerte die komplexe und komplizierte Problematik allein nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen, muss die PFAS-Vermeidung direkt an der Eintragsquelle ansetzen, beispielsweise \u00fcber ein schnelles PFAS-Verbot. Denn je mehr PFAS eingesetzt wird, desto gr\u00f6\u00dfer die Verunreinigung unserer Wasserressourcen und desto schwieriger die Trinkwassergewinnung. Allerdings tr\u00e4fe ein PFAS-Verbot auch viele Schl\u00fcsseltechnologien, die wir f\u00fcr den Umbau des Energiesystems brauchen, um CO2 zu vermeiden. Deshalb muss ein Verbot mit angemessenen \u00dcbergangsfristen, Bestandsanlagenschutz und Ausnahmeregelungen einher gehen. Aber der Kurs muss klar sein: \u00dcberall dort, wo sich der PFAS-Einsatz heute schon vermeiden l\u00e4sst, muss es schnellstm\u00f6glich ordnungsrechtliche Vorgaben geben. Das gilt etwa f\u00fcr den Einsatz von PFAS-haltigen K\u00e4ltemitteln, die durch nat\u00fcrliche K\u00e4ltemittel zu ersetzen sind. Dar\u00fcber hinaus ist es aber unbedingt notwendig, die Hersteller \u2013 auch finanziell \u2013 in die Verantwortung zu nehmen. Die Weichen daf\u00fcr m\u00fcssen jetzt in Br\u00fcssel und Berlin gestellt werden. Kurzfristig brauchen Wasserversorger technische und finanzielle Mittel, um die Eintr\u00e4ge aus der Vergangenheit bestm\u00f6glich beseitigen zu k\u00f6nnen. Allerdings sto\u00dfen die bisher zur Verf\u00fcgung stehenden technischen Mittel auch an ihre Grenzen. Deshalb geht es um ein grunds\u00e4tzliches Umsteuern. Eine konsequente Herstellerverantwortung setzt die richtigen Anreize f\u00fcr Ver\u00e4nderungen. Ansonsten bleiben die Wasserversorger der Reparaturbetrieb und die Wasserkunden m\u00fcssen zahlen. (BUND\/VKU, 24.01.2025) <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/bund-petition-mehr-als-56000-menschen-stimmen-fuer-ein-pfas-verbot\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>56.000 Menschen fordern Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in der Petition des Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) auf, sich f\u00fcr eine EU-weite Beschr\u00e4nkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) einzusetzen. Manuel Fernandez, Referent f\u00fcr Stoffpolitik beim BUND: \u201eGerade Karl Lauterbach als Mediziner kann die Gefahren von PFAS nicht ignorieren. 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