{"id":8234,"date":"2025-03-10T13:43:15","date_gmt":"2025-03-10T11:43:15","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8234"},"modified":"2025-03-10T13:43:16","modified_gmt":"2025-03-10T11:43:16","slug":"frauen-in-parlamenten-in-deutschland-nach-wie-vor-unterrepraesentiert-frauenanteil-auf-kommunaler-ebene-mit-305-am-niedrigsten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/frauen-in-parlamenten-in-deutschland-nach-wie-vor-unterrepraesentiert-frauenanteil-auf-kommunaler-ebene-mit-305-am-niedrigsten\/","title":{"rendered":"Frauen in Parlamenten in Deutschland nach wie vor unterrepr\u00e4sentiert &#8211; Frauenanteil auf kommunaler Ebene mit 30,5 % am niedrigsten"},"content":{"rendered":"\n<p>Frauen sind in Parlamenten in Deutschland nach wie vor unterrepr\u00e4sentiert. Im neu gew\u00e4hlten 21. Deutschen Bundestag betr\u00e4gt der Frauenanteil 32,4 %. Auch in den L\u00e4nderparlamenten (33,2 %) sowie auf kommunaler Ebene (30,5 %) lag der Frauenanteil zuletzt knapp unter einem Drittel, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Bundestag war der Frauenanteil 2,4 Prozentpunkte geringer als zu Beginn der letzten Legislaturperiode, als der Frauenanteil bei 34,8 % lag. Im Vergleich zu 2008, als die Ergebnisse erstmals im Gleichstellungsatlas des Bundesministeriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend ver\u00f6ffentlicht wurden, hat sich der Anteil der Frauen im Bundestag kaum ver\u00e4ndert. Damals waren 31,8 % der Abgeordneten Frauen. Einen Einfluss auf den Frauenanteil im Parlament hat unter anderem, ob Parteien mit einer verankerten Frauenquote st\u00e4rker vertreten sind oder nicht. Zur Einordnung: Von der erwachsenen Bev\u00f6lkerung mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft waren zuletzt 51,7 % Frauen. Das weltweite Ranking der Interparlamentarischen Union (IPU), das auch Ver\u00e4nderungen zwischen zwei Wahlen etwa durch Nachr\u00fcckende ber\u00fccksichtigt, liegt aktuell zum Stichtag 1. Februar 2025 vor. Dort ist Deutschland noch mit einem Frauenanteil von 35,7 % f\u00fcr den 20. Deutschen Bundestag auf Platz 44 verzeichnet. Mit dem neuen Anteil von 32,4 % d\u00fcrfte Deutschland am Ende des vorderen Drittels der mehr als 180 erfassten Staaten zu finden sein. In vielen europ\u00e4ischen Staaten sind anteilig mehr Frauen in den Parlamenten vertreten als hierzulande, beispielsweise in allen skandinavischen Staaten (jeweils mehr als 43 %), in Spanien (44,3 %), dem Vereinigten K\u00f6nigreich (40,5 %), Belgien und den Niederlanden (je 39,3 %), Frankreich (36,2 %) und \u00d6sterreich (36,1 %). Mit einem Frauenanteil von 63,8 % ist das ostafrikanische Land Ruanda aktuell weltweiter Spitzenreiter. Daneben geh\u00f6ren nur noch Kuba (55,7 %), Nicaragua (55,0 %) und Mexiko (50,2 %) zu den L\u00e4ndern, in deren Parlamenten Frauen derzeit ebenfalls in der \u00dcberzahl sind. Geschlechterparit\u00e4t herrscht in den Parlamenten von Andorra und den Vereinigten Arabischen Emiraten.<\/p>\n\n\n\n<p><em><u>Frauenanteil im Bayerischen Landtag am niedrigsten<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In den Parlamenten der Bundesl\u00e4nder haben Frauen nach den Wahlen zur Hamburger B\u00fcrgerschaft im Durchschnitt ein knappes Drittel (33,2 %) der Abgeordneten gestellt. Damit stieg der Anteil gegen\u00fcber dem Vorjahr leicht an (2024: 32,9 %) \u2013 ein Ergebnis der Wahl in Hamburg, wo in der B\u00fcrgerschaft nun anteilig mehr Frauen vertreten sind als zuvor. L\u00e4ngerfristig hat sich in Bezug auf die Repr\u00e4sentanz von Frauen in L\u00e4nderparlamenten wenig getan: Im Jahr 2008 lag ihr Anteil ebenfalls bei knapp einem Drittel (32,3 %). Gez\u00e4hlt wurden jeweils die bei der letzten Wahl gew\u00e4hlten Vertreterinnen; Nachr\u00fcckende wurden nicht ber\u00fccksichtigt. Im Vergleich der Bundesl\u00e4nder ist der Frauenanteil im Bayerischen Landtag mit knapp einem Viertel (24,6 %) am niedrigsten, gefolgt von Sachsen mit 27,5 % und Sachsen-Anhalt mit 27,8 %. Einem parit\u00e4tischen Geschlechterverh\u00e4ltnis am n\u00e4chsten war Hamburg mit einem Frauenanteil von 48,8 %, darauf folgten Bremen mit 42,5 % sowie Schleswig-Holstein und Berlin mit jeweils 37,7 %. &nbsp;In den einzelnen L\u00e4nderparlamenten waren die Schwankungen bez\u00fcglich des Geschlechterverh\u00e4ltnisses deutlich gr\u00f6\u00dfer als auf Bundesebene. So gab es in Brandenburg, wo aktuell 28,4 % der Landtagsabgeordneten Frauen sind, den mit knapp 13 Prozentpunkten st\u00e4rksten R\u00fcckgang im Vergleich zu 2008. Damals hatte der Frauenanteil noch 40,9 % betragen. In Hamburg stieg der Frauenanteil im selben Zeitraum um knapp 16 Prozentpunkte von 33,1 % auf 48,8 %.<\/p>\n\n\n\n<p><em><u>Frauenanteil auf kommunaler Ebene gegen\u00fcber 2008 gestiegen<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Frauenanteil in den Kreistagen der Landkreise sowie in den Stadtr\u00e4ten der Stadtkreise und der kreisfreien St\u00e4dte war im Jahr 2024 mit 30,5 % noch einmal niedriger als auf Bundes- und L\u00e4nderebene. Gegen\u00fcber dem Vorjahr gab es damit kaum eine Ver\u00e4nderung (2023: 30,3 %), l\u00e4ngerfristig ist der Anteil jedoch gestiegen: 2008 war in kommunalen Vertretungen nur gut ein Viertel (25,6 %) weiblich. Besonders selten waren Frauen zuletzt in den kommunalen Vertretungen in Sachsen (22,0 %), Sachsen-Anhalt (22,8 %) und Baden-W\u00fcrttemberg (24,6 %). Besonders h\u00e4ufig vertreten waren sie in den Stadtstaaten Bremen (42,5 %), Hamburg (Stand 2020: 42,0 %) und Berlin (41,1 %) sowie in Hessen (38,7 %). (DESTATIS, 05.03.2025) <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/03\/PD25_N010_13.html\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen sind in Parlamenten in Deutschland nach wie vor unterrepr\u00e4sentiert. Im neu gew\u00e4hlten 21. Deutschen Bundestag betr\u00e4gt der Frauenanteil 32,4 %. Auch in den L\u00e4nderparlamenten (33,2 %) sowie auf kommunaler Ebene (30,5 %) lag der Frauenanteil zuletzt knapp unter einem Drittel, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. 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