{"id":8362,"date":"2025-05-12T11:28:38","date_gmt":"2025-05-12T09:28:38","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8362"},"modified":"2025-05-12T11:28:40","modified_gmt":"2025-05-12T09:28:40","slug":"uba-vielfaeltige-krisen-beeintraechtigen-wahrnehmung-von-umwelt-und-klimaherausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/uba-vielfaeltige-krisen-beeintraechtigen-wahrnehmung-von-umwelt-und-klimaherausforderungen\/","title":{"rendered":"UBA: Vielf\u00e4ltige Krisen beeintr\u00e4chtigen Wahrnehmung von Umwelt- und Klimaherausforderungen"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat der Schutz von Umwelt und Klima weiterhin einen hohen Stellenwert. Allerdings nimmt die Bedeutung dieses Themas in der Wahrnehmung der Bev\u00f6lkerung weiter ab. Als dringlicher empfinden viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die Situation im Gesundheits- oder Bildungssektor, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die \u00f6ffentliche Sicherheit und Kriege. F\u00fcr sich genommen bleiben konkrete Umweltschutz-Herausforderungen jedoch auf hohem Niveau wichtig und gewinnen teils sogar leicht an Bedeutung. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zum Umweltbewusstsein in Deutschland. Die Mehrzahl der Befragten \u00e4u\u00dfert sich zudem skeptischer als bisher, ob der Klimawandel und seine Folgen noch einged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig halten sie es f\u00fcr unumg\u00e4nglich, sich an den Klimawandel anzupassen \u2013 insbesondere aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden. Mehr als die H\u00e4lfte der Befragten, 54 Prozent, h\u00e4lt den Umwelt- und \u2060Klimaschutz\u2060 f\u00fcr sehr wichtig. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich zur\u00fcckgegangen: 2022 bewerteten noch 57 Prozent, 2020 sogar 65 Prozent, den Schutz von Umwelt und \u2060Klima\u2060 als sehr wichtig. Auch das Ziel, die globale Erw\u00e4rmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, verliert an R\u00fcckhalt: Nur noch 57 Prozent halten dieses Ziel f\u00fcr sehr wichtig \u2013 f\u00fcnf Prozent weniger als 2022. Befragt nach konkreten aktuellen Umweltschutz-Herausforderungen zeigt sich jedoch, dass deren Wichtigkeit auf hohem Niveau stabil bleibt oder sogar zunimmt. So werden der Kampf gegen die Plastikverm\u00fcllung und das Artenaussterben, die sichere Entsorgung von Atomm\u00fcll und der Schutz von W\u00e4ldern, Mooren und anderen \u00d6kosystemen f\u00fcr etwas wichtiger gehalten als zwei Jahre zuvor. UBA\u2060-Pr\u00e4sident Dirk Messner sagt: \u201eDie Wissenschaft ist sich einig: Wir k\u00f6nnen den sich weiter beschleunigenden \u2060Klimawandel\u2060 mit weitreichenden Folgen f\u00fcr Mensch, Umwelt und Wirtschaft nur verhindern, wenn wir jetzt den Schutz des Klimas rasch und konsequent umsetzen. Andernfalls b\u00fcrden wir den folgenden Generationen enorme Kosten und Risiken auf. Wir brauchen den Klimaschutz auch als Strategie der Wohlstandsicherung und der St\u00e4rkung unserer Lebensqualit\u00e4t. Klima- und Umweltschutz geh\u00f6ren dringend ganz oben auf die politische und \u00f6ffentliche Agenda.\u201c Mit Blick auf die Folgen des Klimawandels schwindet zunehmend der Optimismus der Deutschen: Nur ein knappes Drittel der Befragten ist davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland die Folgen des Klimawandels angemessen bew\u00e4ltigen kann. Dies ist der niedrigste Wert in dieser Zeitreihe seit dem Jahr 2002. Die Umfrage zeigt zudem, dass viele Menschen bereits jetzt unter den Folgen des Klimawandels leiden: Zwei Drittel f\u00fchlen sich durch Hitzeperioden gesundheitlich belastet. Ein Viertel der Befragten gibt an, dass es in ihrem Wohnumfeld keinen ausreichenden Hitzeschutz gibt. Ein \u00e4hnlich gro\u00dfer Anteil sorgt sich, dass sich dieser Zustand k\u00fcnftig verschlechtern wird. Einen klaren Bedarf, den Schutz vor gro\u00dfer Hitze zu verbessern, sehen 85 Prozent. Ein positives Ergebnis der Studie ist, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland mit dem Zustand der Umwelt an ihrem Wohnort zufrieden ist. Mehr als 80 Prozent der Befragten empfinden den Zugang zu Gr\u00fcnfl\u00e4chen, die Trinkwasserqualit\u00e4t und die Sauberkeit in ihrem Wohnumfeld als zufriedenstellend. Nur sieben Prozent sind demgegen\u00fcber der Ansicht, dass die globale Umwelt sich in einem guten Zustand befindet. F\u00fcr eine weitere Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t w\u00e4re aus Sicht der Befragten unter anderem die Verringerung der Luftverschmutzung sowie eine verbesserte Anbindung an den \u00f6ffentlichen Nahverkehr wichtig. Nicht zuletzt spielt f\u00fcr viele die Frage der Bezahlbarkeit eine gro\u00dfe Rolle: So finden 87 Prozent der Befragten, dass der Zugang zu klimafreundlichem und zugleich bezahlbarem Wohnraum verbessert werden sollte. Die Studienergebnisse zeigen dar\u00fcber hinaus, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse nur teilweise im Bewusstsein der Menschen niederschlagen. So wird in der Umweltforschung auf den prek\u00e4ren Zustand der \u2060Biodiversit\u00e4t\u2060, im Zusammenspiel mit dem Klimawandel, und deren gravierende Auswirkungen auf Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung hingewiesen. Diese komplexen Umweltrisiken werden von den Befragten eher untersch\u00e4tzt. (UBA, 12.05.2025) <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/presse\/pressemitteilungen\/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat der Schutz von Umwelt und Klima weiterhin einen hohen Stellenwert. Allerdings nimmt die Bedeutung dieses Themas in der Wahrnehmung der Bev\u00f6lkerung weiter ab. Als dringlicher empfinden viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die Situation im Gesundheits- oder Bildungssektor, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die \u00f6ffentliche Sicherheit und Kriege. 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