{"id":8401,"date":"2025-05-26T12:29:44","date_gmt":"2025-05-26T10:29:44","guid":{"rendered":"http:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8401"},"modified":"2025-05-26T12:56:30","modified_gmt":"2025-05-26T10:56:30","slug":"kommunalabwasserrichtlinie-karl-pharma-deutschland-fordert-klarheit-ueber-spurenstoffkonzentrationen-im-kommunalen-abwasser-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/kommunalabwasserrichtlinie-karl-pharma-deutschland-fordert-klarheit-ueber-spurenstoffkonzentrationen-im-kommunalen-abwasser-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Pharma Deutschland fordert Klarheit \u00fcber Spurenstoffkonzentrationen im kommunalen Abwasser in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p>Wasser- und Abwasserverb\u00e4nde sind aufgefordert, vollst\u00e4ndig offenzulegen, welche Spurenstoffe in welchen Konzentrationen im Abwasser vorkommen. Im Zuge der vom Europ\u00e4ischen Parlament angestrebten neuen Folgenabsch\u00e4tzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) durch die Europ\u00e4ische Kommission, fordert Pharma Deutschland vollst\u00e4ndige Informationen \u00fcber die Spurenstoffe und deren Mengen im kommunalen Abwasser in Deutschland. Hintergrund der Forderung: Das Anfang Mai 2025 ver\u00f6ffentlichte Gutachten des Beratungsunternehmens Ramboll hatte aufgezeigt, dass zentrale Annahmen der Europ\u00e4ischen Kommission \u00fcber die Zusammensetzung von Spurenstoffen im kommunalen Abwasser einer wissenschaftlichen \u00dcberpr\u00fcfung nicht standhalten.&nbsp; Dabei konnten weder Daten identifiziert werden, auf deren Basis absolute Aussagen zur prozentualen Verteilung von Spurenstoffen im kommunalen Abwasser get\u00e4tigt werden k\u00f6nnen, noch lie\u00df sich nachvollziehen, dass die Annahme der Europ\u00e4ischen Kommission, nach der 66 Prozent der sch\u00e4dlichen Spurenstoffe im Abwasser von Human-Arzneimitteln stammen, zutrifft. Dar\u00fcber hinaus liegen in der untersuchten Literatur eindeutige und fundierte wissenschaftliche Belege daf\u00fcr vor, dass es viele und verschiedene Quellen von Spurenstoffen im kommunalen Abwasser gibt.&nbsp; Die Fokussierung auf Human-Arzneimittel und Kosmetikprodukte als potenzielle Verursacher wird durch die verf\u00fcgbaren Studien widerlegt. &nbsp;Verb\u00e4nde der Wasser- und Abwasserwirtschaft hatten sich im Verlauf der \u00dcberarbeitung der Richtlinie f\u00fcr eine strikte Umsetzung der Herstellerverantwortung eingesetzt und sprechen sich trotz einer nachweislich fehlerhaften Datengrundlage gegen eine erneute \u00dcberarbeitung aus. So forderte zuletzt die Deutsche Vereinigung f\u00fcr Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) die Politik auf, an der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) festzuhalten.&nbsp; J\u00f6rg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender von Pharma Deutschland, kritisiert das Vorgehen der Wasser- und Abwasserverb\u00e4nde. \u201eWir sehen jetzt, dass keine belastbaren Daten von der Kommission vorgelegt wurden. Wer trotz dieser Tatsachen weiterhin darauf pocht, die Richtlinie unver\u00e4ndert stehenzulassen, sollte daf\u00fcr auch selbst eine vollst\u00e4ndige und gute Datenbasis haben. Angesichts der schwerwiegenden Folgen, die eine einseitige finanzielle Belastung der Arzneimittelproduktion f\u00fcr das deutsche Gesundheitssystem, die sichere Arzneimittelversorgung und die Pharmabranche h\u00e4tte, fordern wir die deutschen Wasser- und Abwasserverb\u00e4nde auf, zu mehr Transparenz in der Debatte beizutragen und ihrerseits eine vollst\u00e4ndige Liste der im Abwasser vorhandenen Spurenstoffe vorzulegen.\u201c, so J\u00f6rg Wieczorek weiter. (Pharma Deutschland, 20.05.2025) <a href=\"https:\/\/www.pharmadeutschland.de\/newsroom\/news\/artikel\/kommunalabwasserrichtlinie-karl-pharma-deutschland-fordert-klarheit-ueber-spurenstoffkonzentrationen-im-kommunalen-abwasser-in-deutschland\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasser- und Abwasserverb\u00e4nde sind aufgefordert, vollst\u00e4ndig offenzulegen, welche Spurenstoffe in welchen Konzentrationen im Abwasser vorkommen. 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