{"id":8454,"date":"2025-06-23T12:32:39","date_gmt":"2025-06-23T10:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8454"},"modified":"2025-06-23T12:32:41","modified_gmt":"2025-06-23T10:32:41","slug":"studie-zeigt-ohne-gebaeudesanierung-steigen-heizkosten-und-strombedarf-stark-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/studie-zeigt-ohne-gebaeudesanierung-steigen-heizkosten-und-strombedarf-stark-an\/","title":{"rendered":"Studie zeigt: Ohne Geb\u00e4udesanierung steigen Heizkosten und Strombedarf stark an"},"content":{"rendered":"\n<p>In Debatten zur EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD) und zur geplanten Novelle des Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG) wird aktuell teilweise hinterfragt, ob energetische Sanierungen zus\u00e4tzlich zur Dekarbonisierung der W\u00e4rme noch notwendig sind. Eine Studie des Instituts f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W) im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) kommt zu einem klaren Ergebnis: Deutlich mehr Tempo bei der energetischen Geb\u00e4udesanierung ist unverzichtbar f\u00fcr eine bezahlbare W\u00e4rmewende. Bleibt der Sanierungsstau bestehen, drohen hohe zus\u00e4tzliche Strombedarfe und damit Milliardenkosten f\u00fcr Haushalte und Netze. Die Forschenden haben bestehende Studien zusammengetragen und durch einzelne eigene Berechnungen erg\u00e4nzt. Im Fokus standen die wirtschaftlichen Auswirkungen von (ausbleibenden) energetischen Sanierungen, sowohl f\u00fcr einzelne Haushalte als auch f\u00fcr die Volkswirtschaft insgesamt. Janis Bergmann, Leitautor der Studie vom I\u00d6W, betont: \u201eOhne Geb\u00e4udesanierung vervielfacht sich der Strombedarf \u2013 mit gravierenden Folgen f\u00fcr Netze, Heizkosten und die Versorgungssicherheit. Das Zusammenspiel von Energieeffizienz und Dekarbonisierung bleibt zentral f\u00fcr die Umsetzung der W\u00e4rmewende.\u201c Die Studie macht deutlich: Allein f\u00fcr dezentrales Heizen und Warmwasser \u2013 bei H\u00e4usern ohne Fernw\u00e4rmeanschluss \u2013 w\u00fcrden 153 TWh Strom pro Jahr ben\u00f6tigt, wenn ab jetzt nicht weiter energetisch saniert wird. Zur Einordnung: Dies entspricht in etwa einem Drittel des heutigen Nettostromverbrauchs in Deutschland insgesamt. Sanierte Geb\u00e4ude senken nicht nur den Energiebedarf, sondern d\u00e4mpfen Lastspitzen im Winter, erh\u00f6hen die Netzflexibilit\u00e4t und reduzieren so den Netzausbaubedarf. Auch volkswirtschaftlich zeigt sich der Nutzen: Effizienzma\u00dfnahmen st\u00e4rken die regionale Wertsch\u00f6pfung, sichern Arbeitspl\u00e4tze und reduzieren Energieimporte. Bereits heute arbeiten rund 600.000 Menschen im Bereich der Geb\u00e4udesanierung. Effizienz sch\u00fctzt Eigent\u00fcmer*innen und Mietende effektiv vor Energiepreisanstiegen. In einem unsanierten kleinen Einfamilienhaus, das mit einer W\u00e4rmepumpe beheizt wird, muss je nach Energiepreisentwicklung mit circa 60.000 bis 120.000 Euro reinen Energiekosten bis 2045 gerechnet werden. Wird auf das Niveau Effizienzhaus 70 saniert, k\u00f6nnen die Energiekosten um zwei Drittel sinken, bei einem Effizienzhaus-55-Niveau sogar auf nur noch ein Viertel. Aktuell k\u00f6nnen sich auch ambitionierte energetische Sanierungen lohnen. Es kommt jedoch neben dem konkreten Geb\u00e4ude auf die Ausgestaltung sowie die finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Modernisierung an. Zudem rechnen sie sich vor allem dann, wenn ohnehin Instandhaltungs-ma\u00dfnahmen anstehen. Denn im Rahmen von energetischen Sanierungen entfallen je nach energetischem Niveau nur 30 bis 60 Prozent der Kosten tats\u00e4chlich auf die zus\u00e4tzlichen energetischen Ma\u00dfnahmen. (I\u00d6W, 19.06.2025) <a href=\"https:\/\/www.ioew.de\/news\/article\/studie-zeigt-ohne-gebaeudesanierung-steigen-heizkosten-und-strombedarf-stark-an\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Debatten zur EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD) und zur geplanten Novelle des Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG) wird aktuell teilweise hinterfragt, ob energetische Sanierungen zus\u00e4tzlich zur Dekarbonisierung der W\u00e4rme noch notwendig sind. 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