{"id":8504,"date":"2025-07-21T11:02:22","date_gmt":"2025-07-21T09:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8504"},"modified":"2025-07-21T11:02:24","modified_gmt":"2025-07-21T09:02:24","slug":"freie-waerme-klimaneutrale-waermeversorgung-zukunftsfaehig-und-buergernah-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/freie-waerme-klimaneutrale-waermeversorgung-zukunftsfaehig-und-buergernah-gestalten\/","title":{"rendered":"Freie W\u00e4rme: Klimaneutrale W\u00e4rmeversorgung zukunftsf\u00e4hig und b\u00fcrgernah gestalten"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit Blick auf angek\u00fcndigte Reformen der Kommunalen W\u00e4rmeplanung (KWP), Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) und der Allgemeinen Versorgungsbedingungen f\u00fcr Fernw\u00e4rme (AVBFernw\u00e4rmeV) durch die Bundesregierung, hat die Verb\u00e4ndeinitiative Allianz Freie W\u00e4rme ein Positionspapier ver\u00f6ffentlicht. Das im Januar 2024 gestartete strategische Planungsverfahren KWP verfolgt das Ziel, L\u00f6sungen zu entwickeln, wie bis zum Jahr 2045 eine zentrale W\u00e4rmeversorgung klimaneutral und bezahlbar gestaltet werden kann. Erste Auswertungen der KWP-Berichte zeigten wiederum, dass zentrale W\u00e4rmenetze oftmals als bevorzugte Ma\u00dfnahme genannt wurden. Die in der Regel monopolartig betriebene Fernw\u00e4rme fiel zuletzt in Presseberichten immer wieder durch hohe Kosten und Nachzahlungen auf. Vertragliche Grundlage zwischen W\u00e4rmeversorger und Kunden ist die veraltete Verordnung \u00fcber allgemeine Bedingungen f\u00fcr die Versorgung mit Fernw\u00e4rme (AVBFernw\u00e4rmeV). Die Allianz Freie W\u00e4rme greift daher diese Themenbereiche auf und gibt entsprechende Empfehlungen f\u00fcr eine effiziente, klimafreundliche W\u00e4rmeerzeugung im Rahmen eines verbraucherfreundlicheren, marktwirtschaftlichen Wettbewerbs. Bis Ende Juni 2026 m\u00fcssen gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte mit mehr als 100.000 Einwohnern ihre ausf\u00fchrlichen und detaillierten W\u00e4rmepl\u00e4ne vorlegen, kleinere Kommunen haben bis Juni 2028 Zeit. Weil die KWP f\u00fcr viele St\u00e4dte und Gemeinden eine enorme Herausforderung ist, begr\u00fc\u00dft die Allianz Freie W\u00e4rme die Bestrebungen des Bundesministeriums f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie, das Verfahren insbesondere f\u00fcr kleinere Kommunen unb\u00fcrokratischer und einfacher zu gestalten. Bei der \u00dcberarbeitung und Optimierung von KWP und GEG sind allerdings aus Sicht der Freien W\u00e4rme mit Blick auf Hausbesitzer, Mieter und die angestrebte Energie- und W\u00e4rmewende weitere Aspekte zu ber\u00fccksichtigen. \u201eIm Zuge einer \u00dcberarbeitung des \u00a771 im GEG sollten Investitionen in die Heizungsmodernisierung nicht durch die Kommunale W\u00e4rmeplanung verz\u00f6gert oder verhindert werden\u201c, unterstreicht Markus Staudt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH). Das strategische Planungsverfahren selbst ist rechtlich unverbindlich, Hausbesitzer k\u00f6nnen demnach ihre Heizung modernisieren und je nach Heizsystem von F\u00f6rders\u00e4tzen von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten profitieren. Zudem sollte die so genannte \u201eEignungspr\u00fcfung\u201c nach \u00a7 14 WPG intensiver zum Einsatz kommen, so dass Gebiete, in denen absehbar keine W\u00e4rmenetze entstehen, fr\u00fchzeitig f\u00fcr die dezentrale W\u00e4rmeerzeugung ausgewiesen werden. Dies ist f\u00fcr das systemoffene Gesamtergebnis notwendig und entlastet das KWP-Verfahren. Politischer Handlungsbedarf besteht nach Meinung der Allianz Freie W\u00e4rme auch bei der AVBFernw\u00e4rmeV. Diese stammt im Kern aus den 1980er Jahren und wurde seither kaum angepasst. Aus Sicht der Verb\u00e4ndeinitiative sowie vieler Verbrauchersch\u00fctzer sind die Regelungen in ihrer jetzigen Form nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df, verbraucherunfreundlich und beg\u00fcnstigen zudem marktbeherrschende Strukturen. \u201eBei jedem Fernw\u00e4rmenetz handelt es sich faktisch um ein regionales Monopol, wodurch Wettbewerb und Anbieterwechsel praktisch ausgeschlossen sind\u201c, kritisiert Andreas M\u00fcller, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Zentralverband Sanit\u00e4r Heizung Klima. Die bestehende Verordnung bietet Verbrauchern bislang nur begrenzte Rechte gegen\u00fcber den Fernw\u00e4rmeversorgern \u2013 vor allem aber recht viele Nachteile wie z. B. sehr lange Vertragsbindungen und vielerorts eine intransparente Preisgestaltung. \u201eFernw\u00e4rmevertr\u00e4ge m\u00fcssen fair, k\u00fcndbar und flexibel an die reale Nutzung anpassbar sein \u2013 wie im Strom- und Gasmarkt \u00fcblich\u201c, fordert Andreas M\u00fcller. Hinzu kommt, dass die verpflichtende Nutzung von Fernw\u00e4rme h\u00e4ufig \u00fcber Anschluss- und Benutzungszw\u00e4nge geregelt ist, was die Wahlfreiheit der Heiztechnik und den marktwirtschaftlichen Wettbewerb einschr\u00e4nkt. \u201eKommunale Eingriffe mit Zwangsvorgaben sind weder verbraucherfreundlich noch klimapolitisch sinnvoll und in puncto Eigenverantwortung der Verbraucher kontraproduktiv\u201c, so Andreas M\u00fcller. (Allianz Freie W\u00e4rme, 10.07.2025) <a href=\"https:\/\/www.freie-waerme.de\/news\/pressetexte\/news-detail\/newsarticle\/detail\/News\/positionspapier-klimaneutrale-waermeversorgung-zukunftsfaehig-und-buergernah-gestalten\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Blick auf angek\u00fcndigte Reformen der Kommunalen W\u00e4rmeplanung (KWP), Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) und der Allgemeinen Versorgungsbedingungen f\u00fcr Fernw\u00e4rme (AVBFernw\u00e4rmeV) durch die Bundesregierung, hat die Verb\u00e4ndeinitiative Allianz Freie W\u00e4rme ein Positionspapier ver\u00f6ffentlicht. 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