{"id":8612,"date":"2025-10-13T10:44:06","date_gmt":"2025-10-13T08:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8612"},"modified":"2025-10-13T10:44:08","modified_gmt":"2025-10-13T08:44:08","slug":"gezielte-hausarztplanung-kann-versorgung-in-den-regionen-bis-2040-sichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/gezielte-hausarztplanung-kann-versorgung-in-den-regionen-bis-2040-sichern\/","title":{"rendered":"Gezielte Hausarztplanung kann Versorgung in den Regionen bis 2040 sichern"},"content":{"rendered":"\n<p>Insbesondere in Kleinst\u00e4dten und l\u00e4ndlichen Regionen wird es bis zum Jahr 2040 weniger Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte geben, als n\u00f6tig w\u00e4ren. Das geht aus Berechnungen des BARMER Instituts f\u00fcr Gesundheitssystemforschung und der Bertelsmann Stiftung hervor. F\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Versorgung braucht es bessere Digitalisierung der Prozesse in Hausarztpraxen, mehr \u00dcbertragung haus\u00e4rztlicher Aufgaben auf therapeutische und pflegerische Berufe sowie eine gezielte Steuerung, um nachr\u00fcckende Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte f\u00fcr die betroffenen Regionen zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte wollen in den kommenden Jahren ihre Arbeitszeit reduzieren oder das Berufsfeld ganz verlassen. Dazu kommen diejenigen, die regul\u00e4r in den Ruhestand gehen. In Verbindung mit dem demografischen Wandel und dem steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen f\u00fchrt das dazu, dass die haus\u00e4rztliche Versorgung in Westdeutschland bis zum Jahr 2040 \u00e4hnlich angespannt sein wird, wie heute bereits in den \u00f6stlichen Bundesl\u00e4ndern. Insbesondere f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum und Kleinst\u00e4dte gibt es ein Risiko f\u00fcr Unterversorgung. Das geht aus der gemeinsamen Studie des BARMER Instituts f\u00fcr Gesundheitssystemforschung (bifg) und der Bertelsmann Stiftung unter dem Dach des &#8222;Health Transformation Hub&#8220; hervor. &#8222;Eine ausreichende Versorgung mit Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzten ist wichtig f\u00fcr jede einzelne Kommune. Besonders im l\u00e4ndlichen Raum st\u00e4rkt das die Zukunftsf\u00e4higkeit einer Region und damit auch das Vertrauen in die Demokratie. Deshalb muss es gelingen, die Bedarfsl\u00fccken zu schlie\u00dfen&#8220;, sagt unsere Vorstandsvorsitzende, Brigitte Mohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn bei den Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzten ein R\u00fcckgang erwartet wird, muss das in der Gesamtheit nicht zwingend zu einer Unterversorgung f\u00fchren. Um in einzelnen Regionen eine ohne weitere Reformen drohende Unterversorgung zu verhindern, w\u00fcrde es ausreichen, wenn in diesen Regionen in den kommenden 15 Jahren insgesamt 40 der nachr\u00fcckenden Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte pro Jahr zus\u00e4tzlich t\u00e4tig werden. Eine Unterversorgung liegt vor, wenn der Sollwert der geplanten Hausarztsitze in einer Region um mehr als 25 Prozent unterschritten wird. Der Sollwert besagt, wie viele Sitze in einer Region f\u00fcr eine ausreichende Versorgung der Patientinnen und Patienten vorgesehen sind. Um bundesweit eine haus\u00e4rztliche Versorgung auf vergleichbar hohem Niveau zu gew\u00e4hrleisten, m\u00fcssten j\u00e4hrlich rund 160 Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte, und damit zehn Prozent des Nachwuchses, gezielt f\u00fcr k\u00fcnftig schlechter versorgte Regionen gewonnen werden. In diesem Fall w\u00e4re die haus\u00e4rztliche Versorgungsdichte in Deutschland \u00fcberall auf vergleichbarem Niveau. &#8222;Es herrscht Handlungsbedarf. Eine begrenzte, zielgerichtete T\u00e4tigkeit eines Teils der k\u00fcnftigen Medizinerinnen und Medizinern in bestimmten Regionen w\u00fcrde dazu beitragen, eine Unterversorgung effektiv zu verhindern&#8220;, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Zusammen mit einer deutlich konsequenteren \u00dcbertragung ausgew\u00e4hlter Aufgaben auf nicht\u00e4rztliche Assistenzberufe bestehe die Chance, Versorgung effizient und nah am Patienten zu gestalten. Um die Versorgung in den betroffenen Regionen zu sichern, braucht es gute Bedingungen, damit neu ausgebildete Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte sich dort niederlassen. Dar\u00fcber hinaus aber gilt es, schon l\u00e4nger diskutierte L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr eine Weiterentwicklung des Versorgungssystems umzusetzen. Hierzu z\u00e4hlen vor allem Gesundheitszentren mit Leistungen verschiedener Anbieter unter einem Dach, eine bessere Digitalisierung der Prozesse in Hausarztpraxen sowie eine st\u00e4rkere Arbeitsteilung mit Angeh\u00f6rigen therapeutischer und pflegerischer Berufe \u2013 darunter Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger oder nicht \u00e4rztliche Praxisassistentinnen und -assistenten. Diese k\u00f6nnten, bei entsprechender Qualifizierung, bestimmte Aufgaben \u00fcbernehmen, die bislang den Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten vorbehalten sind. In den Berechnungen zur haus\u00e4rztlichen Versorgung haben die Expertinnen und Experten des bifg erstmals kleinr\u00e4umige demografische und arbeitsmarktbezogene Aspekte modelliert. Wie das Verh\u00e4ltnis aus Angebot und Bedarf an haus\u00e4rztlicher Versorgung regional heute und in Zukunft ausf\u00e4llt, verdeutlicht die Prognose von BARMER und Bertelsmann Stiftung in interaktiven Grafiken auf der Homepage des bifg. Diese basieren unter anderem auf einer repr\u00e4sentativen Befragung der Bertelsmann Stiftung unter rund 3.700 Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten, unter anderem zu ihren Zukunftspl\u00e4nen, Arbeitszeitw\u00fcnschen und dem Bedarf an Entlastung. Aus den Befragungsergebnissen, der Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung der Bertelsmann Stiftung auf Gemeindeebene und Informationen des Bundesarztregisters hat das bifg eine regionale Angebots- und Bedarfsprojektion bis zum Jahr 2040 erstellt. (Bertelsmann-Stiftung, 02.10.2025) <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/themen\/aktuelle-meldungen\/2025\/gezielte-hausarztplanung-kann-versorgung-in-den-regionen-bis-2040-sichern\">Ganzer Artikel hier\u2026 &nbsp;<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insbesondere in Kleinst\u00e4dten und l\u00e4ndlichen Regionen wird es bis zum Jahr 2040 weniger Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte geben, als n\u00f6tig w\u00e4ren. 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