{"id":8618,"date":"2025-10-13T10:45:44","date_gmt":"2025-10-13T08:45:44","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8618"},"modified":"2025-10-13T10:45:45","modified_gmt":"2025-10-13T08:45:45","slug":"wohnungen-fuer-studenten-bleiben-knapp-und-teuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wohnungen-fuer-studenten-bleiben-knapp-und-teuer\/","title":{"rendered":"Wohnungen f\u00fcr Studenten bleiben knapp und teuer"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf dem studentischen Wohnungsmarkt ist weiter keine Entspannung in Sicht. In nahezu allen Hochschulst\u00e4dten Deutschlands sind die Mieten im vergangenen Jahr erneut gestiegen \u2013 wenn auch etwas moderater als in den Jahren zuvor. Von Entwarnung kann dennoch keine Rede sein: Bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr Studierende bleibt Mangelware. Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass nur in Bochum, Magdeburg und Chemnitz die BAf\u00f6G-Wohnkostenpauschale von 380 Euro pro Monat ausreicht, um eine typische Studentenwohnung in Unin\u00e4he zu finanzieren. In allen anderen untersuchten 38 Hochschulstandorten liegen die Mieten dar\u00fcber \u2013 h\u00e4ufig deutlich. Besonders teuer ist das studentische Wohnen in M\u00fcnchen, wo eine 30-Quadratmeter-Wohnung im ersten Halbjahr 2025 durchschnittlich rund 840 Euro warm kostete. Dahinter folgen Frankfurt am Main (730 Euro), K\u00f6ln (690 Euro) und Heidelberg (670 Euro). Selbst in Berlin, einst f\u00fcr moderate Preise bekannt, lag die Warmmiete zuletzt bei etwa 660 Euro. Die hohen Mieten f\u00fchren dazu, dass immer mehr Studierende in gr\u00f6\u00dferer Entfernung zu ihrer Hochschule wohnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ben\u00f6tigten 2024 rund 16 Prozent der Studierenden eine Stunde oder l\u00e4nger f\u00fcr den einfachen Weg zur Hochschule. Das betrifft mittlerweile fast jeden sechsten Studierenden. Finanziell belastet die Wohnsituation die Studierenden \u00fcberdurchschnittlich stark: Im Durchschnitt gaben sie rund 53 Prozent ihres monatlichen Einkommens f\u00fcr Miete und Nebenkosten aus. Zum Vergleich: In der Gesamtbev\u00f6lkerung liegt dieser Anteil bei etwa 25 Prozent. Zwar fiel der Mietanstieg im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 2,3 Prozent etwas geringer aus, doch die Ursachen f\u00fcr die Knappheit bleiben bestehen. Steigende Baukosten, hohe Zinsen und langwierige Genehmigungsverfahren bremsen die Neubaut\u00e4tigkeit. Nach Berechnungen des ifo Instituts k\u00f6nnten im Jahr 2027 bundesweit nur noch rund 170.000 Wohnungen fertiggestellt werden \u2013 der Bedarf w\u00e4re jedoch etwa doppelt so hoch. Damit droht sich die studentische Wohnungsnot in den kommenden Jahren weiter zu versch\u00e4rfen. Fachleute fordern, dass die Politik kurzfristig den Neubau von Wohnheimpl\u00e4tzen st\u00e4rker f\u00f6rdert und die Programme von Bund und L\u00e4ndern ausbaut. Mittel- und langfristig gehe es darum, Planungs- und Bauprozesse zu vereinfachen, Fl\u00e4chen effizienter zu nutzen und die Wohnraumf\u00f6rderung an die realen Mietniveaus in Hochschulst\u00e4dten anzupassen. Denn klar ist: Ohne gezielte Anstrengungen von Hochschultr\u00e4gern, L\u00e4ndern und Kommunen droht das studentische Wohnen in vielen St\u00e4dten zum sozialen Risiko zu werden \u2013 und damit auch die Attraktivit\u00e4t der Hochschulstandorte zu schw\u00e4chen. (IWD, 07.10.2025) <a href=\"https:\/\/www.iwd.de\/artikel\/wohnungen-fuer-studenten-sind-rar-und-teuer-663072\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem studentischen Wohnungsmarkt ist weiter keine Entspannung in Sicht. In nahezu allen Hochschulst\u00e4dten Deutschlands sind die Mieten im vergangenen Jahr erneut gestiegen \u2013 wenn auch etwas moderater als in den Jahren zuvor. Von Entwarnung kann dennoch keine Rede sein: Bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr Studierende bleibt Mangelware. 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