{"id":8632,"date":"2025-10-13T10:50:36","date_gmt":"2025-10-13T08:50:36","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8632"},"modified":"2025-10-13T10:50:38","modified_gmt":"2025-10-13T08:50:38","slug":"ifo-wohnungsmieten-werden-zum-wachstumshindernis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/ifo-wohnungsmieten-werden-zum-wachstumshindernis\/","title":{"rendered":"Ifo: Wohnungsmieten werden zum Wachstumshindernis"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Mietmarkt in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten spaltet sich zunehmend. W\u00e4hrend bei bestehenden Vertr\u00e4gen die Mieten nur moderat zulegten, stiegen die Mieten bei Neuvertr\u00e4gen in den sieben gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten seit 2013 um rund 75%. \u201eDiese Entwicklung droht zum sozialen Sprengstoff und zum Wachstumshemmnis f\u00fcr St\u00e4dte zu werden\u201c, warnt Ifo-Forscher Oliver Falck, einer der Autoren der Untersuchung. Wenn sich Arbeitskr\u00e4fte das Wohnen in den Metropolen nicht mehr leisten k\u00f6nnten, verliere der st\u00e4dtische Arbeitsmarkt an Dynamik. Die Ifo-Forscher errechneten, dass Mieten bei Neuvertr\u00e4gen im Schnitt 4,50 Euro pro Quadratmeter \u00fcber denen bestehender Vertr\u00e4ge liegen \u2013 ein Aufschlag von rund 48 Prozent. Besonders stark f\u00e4llt die Differenz in Berlin aus (rund 70 Prozent), gefolgt von M\u00fcnchen (45 Prozent) und Hamburg (37 Prozent). In K\u00f6ln, Frankfurt, Stuttgart und D\u00fcsseldorf liegen die Werte zwischen 30 und 36 Prozent. \u201eAuf dem Wohnungsmarkt \u00f6ffnet sich zunehmend eine Schere\u201c, so Ifo-Koautor Simon Krause. W\u00e4hrend Mieterinnen und Mieter im Bestand von stabilen Preisen profitieren, zahlen Wohnungssuchende bei Neuvermietungen deutlich mehr. \u201eDas kann bei gleicher Lage und Gr\u00f6\u00dfe mehrere hundert Euro Unterschied im Monat bedeuten \u2013 der Mietmarkt wird zur Lotterie.\u201c Die Forscher haben erstmals die Mietbelastung nach Bestand und Neuvermietung getrennt analysiert. Ergebnis: Im Bestand bleibt die Belastung einkommensschwacher Haushalte seit Jahren bei etwa 35 Prozent des verf\u00fcgbaren Einkommens. Bei Neuvertr\u00e4gen liegt sie dagegen inzwischen bei fast 50 Prozent. \u201eViele Menschen bleiben deshalb lieber in ihrer g\u00fcnstigen Wohnung, auch wenn sie nicht mehr zu ihrer Lebenssituation passt\u201c, erkl\u00e4rt Ifo-Forscher Pascal Zamorski. Das senke die r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t und schr\u00e4nke die Verf\u00fcgbarkeit von Arbeitskr\u00e4ften ein. Das Ifo-Institut fordert, st\u00e4rker auf der Angebotsseite anzusetzen: effizientere Nutzung des Wohnungsbestands, schnellere Genehmigungen und gezielte F\u00f6rderung bezahlbarer Wohnungen. Eine reine Mietpreisregulierung k\u00f6nne kurzfristig d\u00e4mpfen, l\u00f6se aber das Problem des knappen Wohnraums nicht. Der Bundestag hat mit dem sogenannten Bau-Turbo inzwischen reagiert. Das Gesetz soll Genehmigungsverfahren in den Kommunen beschleunigen \u2013 sowohl f\u00fcr Neubauten als auch f\u00fcr Nachverdichtungen und Aufstockungen etwa auf Superm\u00e4rkten. Ziel ist, den brachliegenden Wohnungsbau wieder in Gang zu bringen. (ifo, 13.10.2025) <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2025\/aufsatz-zeitschrift\/mieten-wachstumshemmnis-und-sozialer-sprengstoff-deutschen-grossstaedten\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mietmarkt in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten spaltet sich zunehmend. 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