{"id":8639,"date":"2025-10-28T15:20:56","date_gmt":"2025-10-28T13:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8639"},"modified":"2025-10-28T15:20:58","modified_gmt":"2025-10-28T13:20:58","slug":"seniorenunfaelle-ueberwiegend-akute-medizinische-notfaelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/seniorenunfaelle-ueberwiegend-akute-medizinische-notfaelle\/","title":{"rendered":"Seniorenunf\u00e4lle: \u00dcberwiegend akute medizinische Notf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"\n<p>Entgegen der vorherrschenden Meinung, sind von Senioren verursachte Unf\u00e4lle mit Verletzten und Get\u00f6teten nicht nur auf kognitive Defizite zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern sogar \u00fcberwiegend auf akute medizinische Ereignisse oder Notf\u00e4lle. Das ist das wesentliche Ergebnis einer in Berlin vorgestellten Studie der Unfallforschung der Bj\u00f6rn Steiger Stiftung. \u201eJe \u00e4lter der Verursacher des Unfalls, umso h\u00e4ufiger sind k\u00f6rperliche und geistige M\u00e4ngel die Ursache\u201c, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung. Im Detail habe die Studie, Schwindel, Unwohlsein, Kr\u00e4mpfe, Ohnmachtsanf\u00e4lle bis hin zu lebensbedrohlichen Ereignissen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall in erheblichem Ausma\u00df gefunden. Verpflichtende Gesundheitstests machten nach Aussagen Brockmanns gleichwohl keinen Sinn, da sich in den meisten F\u00e4llen diese Ereignisse schwer oder gar nicht vorhersagen lassen. Insofern sei es auch richtig, dass die EU keine Gesundheitstests vorschreibe. Die Forscher hatten f\u00fcr die Studie die Unfalldaten von 230.000 polizeilich aufgenommen Unf\u00e4llen detailliert untersucht. Anhand der neuesten Mobilit\u00e4tsdaten konnten sie auch erstmals die verursachten Unf\u00e4lle mit Personenschaden fahrleistungsbezogen f\u00fcr das Jahr 2024 neu berechnen. Danach ist das Risiko, einen solchen Unfall zu verursachen, beinahe genauso hoch, wie in der Hochrisikogruppe der Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Brockmann sieht f\u00fcr die Fr\u00fcherkennung die Haus\u00e4rzte in einer Schl\u00fcsselstellung. Mit Hilfe eines noch zu entwickelnden Frage- und Untersuchungsverfahrens k\u00f6nnten zumindest problematische F\u00e4lle besser identifiziert und optimal medikament\u00f6s eingestellt werden. Allerdings sei dies zeitlich aufwendig und erfordere daher eine angemessene Verg\u00fctung.\u00a0 Dies helfe jedoch nichts, wenn die Patienten ihre Medikation nicht befolgen. Gute Dienste k\u00f6nnten sogenannte \u201ewearables\u201c leisten, die heute schon dauerhaft den Blutdruck und einfache Parameter messen und sogar auf Knopfdruck ein einfaches EKG erstellen k\u00f6nnen. In unvermittelt auftretenden Situationen w\u00e4hrend der Fahrt n\u00fctze das allerdings nichts. Hier machten Bem\u00fchungen einzelner Fahrzeughersteller Hoffnung, die KI-gest\u00fctzt Fahrdaten, Augenbewegungen und per Lenkradsensor abgenommene Parameter so verschneiden k\u00f6nnen, dass kritische Situationen nicht nur erkannt werden, sondern das Fahrzeug auch automatisch zum sicheren Stillstand gef\u00fchrt wird. Brockmann forderte angesichts des enormen Potentials alle Hersteller auf, diese Technik rasch in Serie zu bringen. Auf die kognitiven Defizite als Unfallursache bezogen sagte Brockmann, dass Senioren diese Defizite oft sehr gut durch angepasstes Fahrverhalten kompensieren k\u00f6nnten. Gleichwohl seien sogenannte R\u00fcckmeldefahrten oder Fahrfitnesschecks vor allem zur Selbsterkenntnis zu empfehlen. Da kognitive Defizite aber nach der vorgelegten Studie nur einen Teil des Problems darstellten, fehle die Grundlage f\u00fcr eine Verpflichtung dazu. (Bj\u00f6rn Steiger Stiftung, 28.10.2025) <a href=\"https:\/\/www.steiger-stiftung.de\/presseartikel\/seniorenunfaelle-ueberwiegend-akute-medizinische-notfaelle\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entgegen der vorherrschenden Meinung, sind von Senioren verursachte Unf\u00e4lle mit Verletzten und Get\u00f6teten nicht nur auf kognitive Defizite zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern sogar \u00fcberwiegend auf akute medizinische Ereignisse oder Notf\u00e4lle. 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