{"id":8693,"date":"2025-11-24T15:13:46","date_gmt":"2025-11-24T13:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8693"},"modified":"2025-11-24T15:13:47","modified_gmt":"2025-11-24T13:13:47","slug":"nahwaerme-in-kleinen-kommunen-mit-lokalen-energiequellen-heizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/nahwaerme-in-kleinen-kommunen-mit-lokalen-energiequellen-heizen\/","title":{"rendered":"Nahw\u00e4rme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen"},"content":{"rendered":"\n<p>Immer mehr St\u00e4dte und Gemeinden wollen k\u00fcnftig klimaneutral heizen. Besonders kleinere Kommunen stehen dabei vor der Frage, wie sich lokale Energiequellen wie Erdw\u00e4rme, Solarthermie oder Biomasse sinnvoll nutzen lassen. Nahw\u00e4rmenetze bieten hier gro\u00dfe Chancen \u2013 sie erm\u00f6glichen eine gemeinsame W\u00e4rmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Doch der Aufbau solcher Netze ist komplex und erfordert sowohl technische als auch organisatorische L\u00f6sungen. Wie das auch ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigt das Projekt \u201eSuburbane W\u00e4rmewende 2\u201c, das vom Institut f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W), der Technischen Universit\u00e4t Berlin (TUB) und dem Umweltzentrum Stuhr-Weyhe gemeinsam mit der nieders\u00e4chsischen Gemeinde Weyhe umgesetzt wird. Das vom Bundeswirtschaftsministerium gef\u00f6rderte Vorhaben begleitet die 32.000-Einwohner-Gemeinde im Bremer Umland beim Aufbau eines Nahw\u00e4rmenetzes und wertet gleichzeitig Erfahrungen anderer Kommunen aus. Ziel ist es, praxistaugliche Modelle zu entwickeln, die auch f\u00fcr kleinere Gemeinden tragf\u00e4hig sind. Bis sp\u00e4testens 2028 m\u00fcssen alle Kommunen in Deutschland eine W\u00e4rmeplanung vorlegen, viele bereits 2026. Ein zentraler Schritt dabei ist die Identifikation geeigneter Gebiete f\u00fcr klimaneutrale W\u00e4rmenetze. Doch gerade kleine Kommunen verf\u00fcgen h\u00e4ufig weder \u00fcber ein eigenes Stadtwerk noch \u00fcber Erfahrung mit Aufbau und Betrieb solcher Systeme. \u201eDie Herausforderungen reichen von der Suche nach einem Betreiber \u00fcber die technische Planung bis hin zur Akzeptanz der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger\u201c, sagt Energie\u00f6konom Janis Weber (I\u00d6W). Entscheidend f\u00fcr die Umsetzung ist die Nachfrage vor Ort. In vielen Gemeinden beginnt ein W\u00e4rmenetz mit engagierten Einzelpersonen oder kleinen Initiativen, die sich f\u00fcr lokale L\u00f6sungen starkmachen. Informationsveranstaltungen, Hausbefragungen und individuelle Beratungen helfen, das Interesse zu erfassen und Vertrauen aufzubauen. Denn die Wirtschaftlichkeit eines Netzes h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von der Zahl der angeschlossenen Geb\u00e4ude ab. In Weyhe wurde im Ortsteil Leeste untersucht, welche Energiequellen sich f\u00fcr den Betrieb eines Nahw\u00e4rmenetzes eignen. In Betracht kommen Abwasserw\u00e4rme, Biomasse aus Gr\u00fcnschnitt und oberfl\u00e4chennahe Geothermie. Auch mitteltiefe Geothermie wird gepr\u00fcft. Eine Befragung ergab, dass sich mehr als die H\u00e4lfte der Haushalte f\u00fcr ein klimaneutrales W\u00e4rmenetz interessieren \u2013 vor allem dann, wenn ohnehin ein Heizungswechsel ansteht. Wirtschaftlich tragf\u00e4hig w\u00e4re das Netz zun\u00e4chst in den dichter bebauten Bereichen rund um das Schulzentrum, von wo aus es schrittweise erweitert werden k\u00f6nnte. \u201eWeyhe will bis 2035 klimaneutral sein \u2013 die W\u00e4rmewende ist daf\u00fcr zentral\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Kirstin Taberski, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde. Die Projektergebnisse flie\u00dfen direkt in die kommunale W\u00e4rmeplanung ein und liefern eine Grundlage, um weitere Emissionen im W\u00e4rmebereich zu vermeiden. Neben der technischen Machbarkeit steht f\u00fcr viele kleine Kommunen die Frage im Raum, wer ein W\u00e4rmenetz aufbauen und betreiben soll. \u201eDen meisten fehlt ein eigenes Stadtwerk und damit die n\u00f6tige Infrastruktur oder Finanzierungskraft\u201c, sagt Tidian Baerens (I\u00d6W). Deshalb sei es wichtig, geeignete Partnerschaften zu entwickeln, die kommunale Steuerung mit externem Know-how verbinden. Ein m\u00f6gliches Modell ist die Gr\u00fcndung einer W\u00e4rmenetzgesellschaft, an der Kommune, B\u00fcrgerenergiegenossenschaften, benachbarte Stadtwerke oder private Unternehmen gemeinsam beteiligt sind. So bleibt kommunale Mitbestimmung erhalten, w\u00e4hrend Kapital und Fachwissen von au\u00dfen einflie\u00dfen. \u201eDas schafft tragf\u00e4hige L\u00f6sungen, st\u00e4rkt die lokale Wertsch\u00f6pfung und verankert die W\u00e4rmewende vor Ort\u201c, so Baerens. Das Projekt \u201eSuburbane W\u00e4rmewende\u201c zeigt, dass die W\u00e4rmewende auch in kleineren Gemeinden gelingen kann \u2013 wenn technische Konzepte, Akteursnetzwerke und B\u00fcrgerbeteiligung fr\u00fchzeitig zusammengebracht werden. (DEKOM\/I\u00d6W, 24.11.2025) <a href=\"https:\/\/www.ioew.de\/news\/article\/nahwaerme-in-kleinen-kommunen-mit-lokalen-energiequellen-heizen\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr St\u00e4dte und Gemeinden wollen k\u00fcnftig klimaneutral heizen. Besonders kleinere Kommunen stehen dabei vor der Frage, wie sich lokale Energiequellen wie Erdw\u00e4rme, Solarthermie oder Biomasse sinnvoll nutzen lassen. Nahw\u00e4rmenetze bieten hier gro\u00dfe Chancen \u2013 sie erm\u00f6glichen eine gemeinsame W\u00e4rmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. 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