{"id":8715,"date":"2025-12-08T13:35:13","date_gmt":"2025-12-08T11:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8715"},"modified":"2025-12-08T13:35:14","modified_gmt":"2025-12-08T11:35:14","slug":"fernwaerme-verteuert-sich-deutlich-diw-sieht-risiko-fuer-akzeptanz-der-waermewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/fernwaerme-verteuert-sich-deutlich-diw-sieht-risiko-fuer-akzeptanz-der-waermewende\/","title":{"rendered":"Fernw\u00e4rme verteuert sich deutlich \u2013 DIW sieht Risiko f\u00fcr Akzeptanz der W\u00e4rmewende"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Heizenergieverbrauch privater Haushalte in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau, doch die Preise entwickeln sich uneinheitlich. Nach dem j\u00fcngsten W\u00e4rmemonitor des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben die Haushalte 2024 \u00e4hnlich viel geheizt wie im Vorjahr, zugleich aber erneut mehr bezahlt \u2013 vor allem f\u00fcr Fernw\u00e4rme. Im Durchschnitt stiegen die Heizenergiepreise um sechs Prozent und damit deutlich langsamer als in den Vorjahren. W\u00e4hrend Gas und Heiz\u00f6l nur leicht teurer wurden, legte Fernw\u00e4rme nach Auslaufen der staatlichen Preisbremsen kr\u00e4ftig zu: plus 27 Prozent im Jahresvergleich. \u201eDie starke Erh\u00f6hung ist zum Teil ein Nachholeffekt\u201c, so die Studienautoren. Seit Beginn der Energiekrise seien die Preise f\u00fcr Fernw\u00e4rme insgesamt weniger stark gestiegen als f\u00fcr Gas oder Heiz\u00f6l. Im Mittel kletterten die Heizkosten seit 2021 um 77 Prozent, bei Fernw\u00e4rme um 67 Prozent. Trotz der Preissteigerungen halten viele Haushalte an ihrem sparsameren Heizverhalten fest. Der temperaturbereinigte Energiebedarf blieb 2024 nahezu unver\u00e4ndert und liegt noch immer rund sieben Prozent unter dem Niveau vor der Energiekrise. Das zeigt, dass die w\u00e4hrend der Krisenjahre erlernte Zur\u00fcckhaltung im Energieverbrauch bestehen bleibt. Nach wie vor zeigen sich regionale Unterschiede: In ostdeutschen L\u00e4ndern war der Heizenergiebedarf rund 15 Prozent geringer als im Westen \u2013 eine Folge h\u00f6herer Sanierungsraten und einer st\u00e4rkeren Nutzung von Fernw\u00e4rme. Gleichzeitig stiegen dort die durchschnittlichen Kosten um rund elf Prozent, w\u00e4hrend sie bundesweit im Schnitt um 3,5 Prozent zunahmen. Die DIW-\u00d6konominnen und -\u00d6konomen sehen in der aktuellen Preisentwicklung ein Risiko f\u00fcr die gesellschaftliche Akzeptanz der W\u00e4rmewende. \u201eDie extrem unterschiedliche Preisentwicklung zwischen Fernw\u00e4rme und anderen Energietr\u00e4gern k\u00f6nnte die Akzeptanz gef\u00e4hrden \u2013 zu Unrecht, denn sie spiegelt nicht die langfristige Preisentwicklung wider\u201c, warnen die Wissenschaftler. Das DIW fordert deshalb eine <strong>verbindliche Regulierung der Fernw\u00e4rmepreise<\/strong> und mehr <strong>Transparenz in der Preisgestaltung<\/strong>. Nur so lasse sich die Investitionssicherheit gew\u00e4hrleisten, die f\u00fcr den Ausbau der W\u00e4rmenetze notwendig ist. Fernw\u00e4rme sei \u2013 neben W\u00e4rmepumpen \u2013 ein zentraler Baustein zur Erreichung der Klimaziele, betont Behr: \u201eOhne stabile Rahmenbedingungen droht die W\u00e4rmewende an Akzeptanz- und Vertrauensfragen zu scheitern.\u201c Der W\u00e4rmemonitor 2024 zeigt: Die Energiekosten bleiben f\u00fcr viele Haushalte ein sensibles Thema. W\u00e4hrend das Sparverhalten stabil ist, erfordert die Preisdynamik bei der Fernw\u00e4rme politische und regulatorische Aufmerksamkeit. F\u00fcr Kommunen bedeutet das, ihre Rolle als Netzbetreiber, Klimasch\u00fctzer und Preiskontrollinstanz neu auszubalancieren. Denn die W\u00e4rmewende entscheidet sich nicht nur an der Technik \u2013 sondern an ihrer sozialen und \u00f6konomischen Akzeptanz. (DIW, 03.12.2025) <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.990549.de\/diw-waermemonitor_2024__heizenergiebedarf_bleibt_stabil_____fernwaermepreise_steigen_deutlich.html\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heizenergieverbrauch privater Haushalte in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau, doch die Preise entwickeln sich uneinheitlich. Nach dem j\u00fcngsten W\u00e4rmemonitor des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben die Haushalte 2024 \u00e4hnlich viel geheizt wie im Vorjahr, zugleich aber erneut mehr bezahlt \u2013 vor allem f\u00fcr Fernw\u00e4rme. 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