{"id":8723,"date":"2025-12-08T13:38:16","date_gmt":"2025-12-08T11:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8723"},"modified":"2025-12-08T13:38:18","modified_gmt":"2025-12-08T11:38:18","slug":"insolvenzen-in-deutschland-zahl-der-firmenpleiten-steigt-auf-zehnjahreshoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/insolvenzen-in-deutschland-zahl-der-firmenpleiten-steigt-auf-zehnjahreshoch\/","title":{"rendered":"Insolvenzen in Deutschland: Zahl der Firmenpleiten steigt auf Zehnjahreshoch"},"content":{"rendered":"\n<p>Die wirtschaftlichen Spannungen schlagen zunehmend auf die Unternehmenslandschaft durch. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform mussten 2025 bundesweit 23.900 Unternehmen Insolvenz anmelden \u2013 so viele wie seit \u00fcber einem Jahrzehnt nicht mehr. Gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 8,3 Prozent. Zwar f\u00e4llt der Zuwachs deutlich geringer aus als in den beiden Vorjahren, doch der Trend bleibt ungebrochen: Immer mehr Betriebe k\u00e4mpfen mit hohen Finanzierungskosten, steigenden Energiepreisen und zunehmender Regulierung. Besonders im Mittelstand wird die Luft d\u00fcnn. W\u00e4hrend viele Unternehmen noch von Corona-Hilfen oder Kreditlinien aus den Vorjahren zehren konnten, treten die strukturellen Schw\u00e4chen jetzt klarer zutage. Rund 57 Milliarden Euro gingen Gl\u00e4ubigern durch Unternehmensinsolvenzen 2025 verloren \u2013 kaum weniger als im Jahr zuvor. Pro Verfahren stehen damit im Schnitt Forderungen von mehr als zwei Millionen Euro im Raum. Etwa 285.000 Besch\u00e4ftigte waren unmittelbar betroffen. Den gr\u00f6\u00dften Anteil an den Firmenpleiten stellen Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitenden. Nahezu 19.500 von ihnen mussten aufgeben \u2013 vier F\u00fcnftel aller F\u00e4lle. Gr\u00f6\u00dfere Unternehmen mit mehr als 250 Besch\u00e4ftigten blieben vergleichsweise stabil, doch auch hier nahm die Zahl leicht zu. Besonders hart traf es die Gesundheits- und Pflegebranche, wo mehrere gr\u00f6\u00dfere Einrichtungen in Schieflage gerieten. \u00dcberdurchschnittlich stark stiegen die Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel, jeweils um gut zehn Prozent. Der Bausektor verzeichnete ein Plus von 4,7 Prozent, die Dienstleistungsbranche von 8,4 Prozent. In nahezu allen Hauptbranchen liegen die Fallzahlen inzwischen rund ein Drittel \u00fcber dem Niveau von 2019. Ursachen sind Nachfrageschw\u00e4che, steigende Kapital- und Personalkosten, aber auch geopolitische Risiken. Auch die privaten Haushalte sp\u00fcren den Druck. Die Zahl der Privatinsolvenzen kletterte auf rund 76.300 F\u00e4lle, ein Anstieg um 6,5 Prozent und der h\u00f6chste Wert seit 2016. Insgesamt gelten bundesweit 5,67 Millionen Menschen als \u00fcberschuldet. Hohe Lebenshaltungskosten und Stellenabbau bringen viele Familien in finanzielle Engp\u00e4sse. F\u00fcr 2026 erwarten Fachleute keine Entwarnung. Die Konjunktur bleibt schwach, Energie- und B\u00fcrokratiekosten lasten weiter schwer auf der Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Hoffnung gibt allenfalls, dass die geplanten staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung wirtschaftliche Impulse setzen und damit den Anstieg der Insolvenzen abbremsen k\u00f6nnten. Ohne strukturelle Entlastungen d\u00fcrfte sich der Druck allerdings kaum verringern. (creditreform, 08.12.2025) <a href=\"https:\/\/www.creditreform.de\/aktuelles-wissen\/pressemeldungen-fachbeitraege\/news-details\/show\/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2025\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wirtschaftlichen Spannungen schlagen zunehmend auf die Unternehmenslandschaft durch. 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