{"id":8737,"date":"2025-12-15T11:11:37","date_gmt":"2025-12-15T09:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8737"},"modified":"2025-12-15T11:11:38","modified_gmt":"2025-12-15T09:11:38","slug":"resilienzstrategie-bericht-mahnt-strukturelle-verbesserungen-und-verlaessliche-finanzierung-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/resilienzstrategie-bericht-mahnt-strukturelle-verbesserungen-und-verlaessliche-finanzierung-an\/","title":{"rendered":"Resilienzstrategie: Bericht mahnt strukturelle Verbesserungen und verl\u00e4ssliche Finanzierung an"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Nationale Plattform Resilienz hat jetzt ihren Bericht \u201eDie Umsetzung der deutschen Resilienzstrategie (2022\u20132025). Eine Bewertung der Nationalen Plattform Resilienz\u201c vorgelegt. Die umfassende Analyse zieht eine erste Bilanz der seit 2022 ergriffenen Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung zur St\u00e4rkung der Widerstandsf\u00e4higkeit von Staat und Gesellschaft. Das Fazit f\u00e4llt gemischt aus: W\u00e4hrend in Teilbereichen wie dem Ausbau von Warnsystemen und Investitionen in die Katastrophenvorsorge Fortschritte erzielt wurden, identifiziert der Bericht erhebliche Defizite bei der Koordinierung zwischen den f\u00f6deralen Ebenen sowie bei der langfristigen Finanzierungssicherheit. Der unter Mitwirkung des Deutschen Instituts f\u00fcr Urbanistik (Difu) erstellte Bericht verdeutlicht, dass die Resilienzpolitik in Deutschland an Tempo gewinnen muss, um den komplexen Gefahrenlagen gerecht zu werden. Jan Trapp, Teamleiter im Forschungsbereich Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen beim Difu und Mitglied im Umsetzungsbeirat, brachte dabei spezifisch kommunale Perspektiven zum Krisenmanagement und zum Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) ein. Die Analyse zeigt auf, dass zentrale strukturelle Herausforderungen ungel\u00f6st bleiben. Bem\u00e4ngelt werden insbesondere Unklarheiten in der F\u00fchrungsverantwortung auf Bundesebene sowie Defizite in der Abstimmung zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen. Auch eine systematische Ber\u00fccksichtigung vulnerabler Gruppen sowie eine valide Fortschrittsmessung sind demnach noch nicht ausreichend etabliert. F\u00fcr St\u00e4dte, Landkreise und Gemeinden ist die Bewertung von direkter Relevanz, da der Bericht best\u00e4tigt, dass Resilienz prim\u00e4r vor Ort entsteht. Die kommunale Ebene tr\u00e4gt die Hauptlast im operativen Krisenmanagement, sieht sich jedoch oft mit unzureichenden finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Der Bericht kritisiert, dass Resilienzpolitik zu oft von Einzelinitiativen oder kurzfristigen Haushaltslagen abh\u00e4ngig ist. Jan Trapp betont in diesem Zusammenhang, dass Resilienz dort entstehe, wo staatliche Ebenen verl\u00e4sslich zusammenarbeiten und Kommunen handlungsf\u00e4hig sind. Er fordert, dass Bund, L\u00e4nder und Kommunen den eingeschlagenen Weg mit deutlich mehr Verbindlichkeit fortsetzen m\u00fcssen. Als Handlungsempfehlung leitet die Nationale Plattform Resilienz die Notwendigkeit ab, die Strategie und deren Qualit\u00e4tssicherung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen demnach klar priorisiert und die gesellschaftliche Beteiligung gest\u00e4rkt werden. Entscheidend f\u00fcr die kommunale Planungssicherheit ist die Forderung nach stabilen, langfristigen Finanzierungsgrundlagen, um die Abh\u00e4ngigkeit von ad-hoc-Mitteln zu beenden. Der Bericht, der in einem breiten Beteiligungsprozess unter Einbindung der kommunalen Spitzenverb\u00e4nde erarbeitet wurde, unterstreicht somit den Bedarf nach einer strukturellen Neuordnung der Zusammenarbeit, um Deutschland wetterfest gegen k\u00fcnftige Krisen zu machen. (Difu, 03.12.2025) <a href=\"https:\/\/difu.de\/presse\/pressemitteilungen\/2025-12-03\/bewertung-zur-umsetzung-der-deutschen-resilienzstrategie-veroeffentlicht\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nationale Plattform Resilienz hat jetzt ihren Bericht \u201eDie Umsetzung der deutschen Resilienzstrategie (2022\u20132025). Eine Bewertung der Nationalen Plattform Resilienz\u201c vorgelegt. Die umfassende Analyse zieht eine erste Bilanz der seit 2022 ergriffenen Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung zur St\u00e4rkung der Widerstandsf\u00e4higkeit von Staat und Gesellschaft. 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