{"id":8843,"date":"2026-02-09T12:23:49","date_gmt":"2026-02-09T10:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8843"},"modified":"2026-02-09T12:47:42","modified_gmt":"2026-02-09T10:47:42","slug":"regierungsplaene-wecken-hoffnungen-auf-mehr-investitionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/regierungsplaene-wecken-hoffnungen-auf-mehr-investitionen\/","title":{"rendered":"Regierungspl\u00e4ne wecken Hoffnungen auf mehr Investitionen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Investitionen der deutschen Wirtschaft sind seit 2019 um fast ein Viertel eingebrochen. Die Bundesregierung hat darauf mit Ank\u00fcndigungen zu B\u00fcrokratieabbau, niedrigeren Energiekosten und Steuersenkungen reagiert. Unternehmen bewerten diese Pl\u00e4ne in Umfragen positiv, doch viele Ma\u00dfnahmen existieren bislang nur auf dem Papier. Von 2019 bis Herbst 2025 sind die privatwirtschaftlichen Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland real um 23 Prozent gesunken, wie das Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt hat. Im internationalen Standortvergleich ist Deutschland vom dritten auf den zw\u00f6lften Platz abgerutscht. Die Gr\u00fcnde sind bekannt: gestiegene Energie- und Materialkosten, neue Handelsh\u00fcrden und verschlechterte Standortbedingungen im Vergleich zu Wettbewerbsl\u00e4ndern. Die Folgen treffen auch die Kommunen, die auf Investitionen der ans\u00e4ssigen Betriebe angewiesen sind. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im Herbst 2025 Unternehmen befragt, wie sich angek\u00fcndigte Regierungsvorhaben auf ihre Investitionsbereitschaft auswirken. Neun von zehn Firmen erwarten positive Effekte durch B\u00fcrokratieabbau, 84 Prozent durch niedrigere Energiekosten. Allerdings beruhen diese Hoffnungen weitgehend auf Ank\u00fcndigungen. Das im November 2025 beschlossene B\u00fcrokratiepaket enth\u00e4lt lediglich kleinteilige Sofortma\u00dfnahmen wie den Wegfall einiger Berichtspflichten. Die von der Wirtschaft geforderte umfassende Entlastung steht noch aus. Bei den Energiekosten hat die Regierung zwar die Stromsteuer gesenkt und die Gasspeicherumlage abgeschafft, eine \u00fcberzeugende Strategie f\u00fcr energieintensive Branchen fehlt jedoch. F\u00fcr Kommunen versch\u00e4rft sich die Lage durch die Unt\u00e4tigkeit der Bundesregierung bei den Sozialversicherungen. Mehr als sechs von zehn befragten Unternehmen nennen die fehlenden Reformen als Investitionsbremse. Sie rechnen mit steigenden Renten- und Krankenversicherungsbeitr\u00e4gen und damit h\u00f6heren Lohnnebenkosten. Das betrifft auch die Kommunen als Arbeitgeber. Die angek\u00fcndigte schrittweise Senkung der K\u00f6rperschaftsteuer von 15 auf 10 Prozent ab 2028 steht zudem unter Vorbehalt, da die n\u00e4chste Bundestagswahl 2029 stattfindet und eine neue Regierung die Pl\u00e4ne revidieren k\u00f6nnte. Kommunen k\u00f6nnen die Rahmenbedingungen f\u00fcr lokale Investitionen durch eigene Ma\u00dfnahmen nur begrenzt verbessern. Beschleunigte Genehmigungsverfahren, verl\u00e4ssliche Planungssicherheit und der Abbau \u00fcberfl\u00fcssiger Dokumentationspflichten in der Verwaltung k\u00f6nnen allerdings Signale setzen. Entscheidend bleibt jedoch, ob die Bundesregierung ihre Ank\u00fcndigungen tats\u00e4chlich umsetzt. Bis dahin d\u00fcrfte die Investitionszur\u00fcckhaltung der Wirtschaft anhalten \u2013 mit direkten Folgen f\u00fcr kommunale Haushalte und Arbeitsplatzsicherheit vor Ort. (DEKOM\/IWD 05.02.2026) Ganzer Artikel hier\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Investitionen der deutschen Wirtschaft sind seit 2019 um fast ein Viertel eingebrochen. Die Bundesregierung hat darauf mit Ank\u00fcndigungen zu B\u00fcrokratieabbau, niedrigeren Energiekosten und Steuersenkungen reagiert. Unternehmen bewerten diese Pl\u00e4ne in Umfragen positiv, doch viele Ma\u00dfnahmen existieren bislang nur auf dem Papier. 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