{"id":8845,"date":"2026-02-09T12:24:27","date_gmt":"2026-02-09T10:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=8845"},"modified":"2026-02-09T12:45:56","modified_gmt":"2026-02-09T10:45:56","slug":"neue-regeln-sollen-netzausbau-und-erneuerbare-besser-koordinieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/neue-regeln-sollen-netzausbau-und-erneuerbare-besser-koordinieren\/","title":{"rendered":"Neue Regeln sollen Netzausbau und Erneuerbare besser koordinieren"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken sowie die Planungen f\u00fcr Gro\u00dfbatteriespeicher laufen dem Stromnetz-Ausbau davon. Die Bundesregierung will gegensteuern und die Erneuerbaren-Branche k\u00fcnftig st\u00e4rker an den Kosten des Netzausbaus beteiligen. Ein Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums sieht vor, dass Betreiber neuer Anlagen je nach Region und Stand des Netzausbaus Zusch\u00fcsse zahlen m\u00fcssen, damit ihre Kraftwerke ans Netz gehen k\u00f6nnen. Die Regelung soll Anreize schaffen, Anlagen dort zu errichten, wo das Stromnetz die Kapazit\u00e4ten aufnehmen kann. Das berichtete zuerst das <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/katherina-reiche-wirtschaftsministerin-plant-massive-einschnitte-fuer-erneuerbare-energien-a-c8d3fb96-2d80-41c4-9ff4-dc7a82f9019e\">Nachrichtenmagazin Spiegel<\/a>. Demnach sollen Gebiete mit besonders ausgelasteten Netzen k\u00fcnftig als &#8222;kapazit\u00e4tslimitiertes Netzgebiet&#8220; ausgewiesen werden. Ma\u00dfgeblich ist, wenn im Vorjahr mehr als drei Prozent der Strommenge nicht ins Netz eingespeist werden konnte. In solchen Regionen erhalten Betreiber neuer \u00d6kostromanlagen nur dann einen unverz\u00fcglichen Netzanschluss, wenn sie bis zu zehn Jahre lang auf Entsch\u00e4digungen bei k\u00fcnftigen Abregelungen verzichten. Zudem sollen die Betreiber laut Spiegel-Bericht Optimierung, Verst\u00e4rkung und Ausbau der Netze teilweise mitfinanzieren, was die Investitionskosten in die H\u00f6he treibt. Bislang gilt das sogenannte Windhund-Verfahren: Wer seinen Antrag zuerst stellt, erh\u00e4lt Vorrang beim Anschluss. Bereits die Bundesnetzagentur unter der Ampel-Regierung hatte \u00e4hnliche Ideen entwickelt, um den Ausbau der Erneuerbaren besser am Netzausbau auszurichten. Die Energiebranche bef\u00fcrchtet allerdings, die neuen Regeln k\u00f6nnten den Ausbau bremsen. 2025 stammte mehr als die H\u00e4lfte des Stromverbrauchs in Deutschland aus Wind-, Sonnen- oder Wasserkraftwerken. Der Entwurf enth\u00e4lt ein weiteres Instrument: In Gebieten mit ausgelasteten Netzen k\u00f6nnen Betreiber neuer \u00d6kostrom-Anlagen zwar angeschlossen werden, m\u00fcssen aber darauf verzichten, f\u00fcr eine Abregelung ihrer Anlagen wegen Netzengp\u00e4ssen entsch\u00e4digt zu werden. Bisher war diese Entsch\u00e4digung die Regel. Die Neuregelung soll die sogenannten Redispatch-Kosten senken, die \u00fcber die Netzentgelte auf die Strompreise umgelegt werden. Zudem reagiert die Reform auf eine Antragsflut bei Gro\u00dfbatterie-Speichern. Netzbetreiber sehen sich mit Antr\u00e4gen f\u00fcr neue Anlagen im Umfang von rund 400 Gigawatt konfrontiert, obwohl nur ein Bruchteil davon realisierbar ist. Diese \u00dcberlastung blockiert knappe Anschlusskapazit\u00e4ten f\u00fcr umsetzbare Projekte. K\u00fcnftig k\u00f6nnen Netzbetreiber Antr\u00e4ge nach gesetzlichen Kriterien priorisieren statt nur nach Eingangsreihenfolge zu bearbeiten. Ma\u00dfgeblich sind der Beitrag zur Sicherheit des Stromsystems und die Passung zu den Ausbauzielen der Regierung. Damit sollen wichtige Vorhaben f\u00fcr die Energiewende Vorrang vor spekulativen Anfragen erhalten. Das Wirtschaftsministerium best\u00e4tigt, dass man an Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine bessere Synchronisierung des Ausbaus von Erneuerbaren und Netzen arbeite und diese zu gegebener Zeit \u00f6ffentlich konsultieren werde. (DEKOM, 09.02.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken sowie die Planungen f\u00fcr Gro\u00dfbatteriespeicher laufen dem Stromnetz-Ausbau davon. Die Bundesregierung will gegensteuern und die Erneuerbaren-Branche k\u00fcnftig st\u00e4rker an den Kosten des Netzausbaus beteiligen. 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