{"id":9140,"date":"2026-03-09T11:57:59","date_gmt":"2026-03-09T09:57:59","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9140"},"modified":"2026-03-09T11:57:59","modified_gmt":"2026-03-09T09:57:59","slug":"betriebliche-krankenversicherung-als-instrument-gegen-steigende-fehlzeiten-in-kommunen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/betriebliche-krankenversicherung-als-instrument-gegen-steigende-fehlzeiten-in-kommunen\/","title":{"rendered":"Betriebliche Krankenversicherung als Instrument gegen steigende Fehlzeiten in Kommunen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer derzeit mit kommunalen Personalverantwortlichen spricht, h\u00f6rt zwei Klagen immer h\u00e4ufiger im gleichen Atemzug. Es fehlen Bewerber und gleichzeitig steigen die Krankheitsausf\u00e4lle. Beide Entwicklungen wirken sich unmittelbar auf die Arbeitsf\u00e4higkeit von Verwaltungen aus und schlagen sich zunehmend auch in den Haushalten nieder. \u00dcberstunden m\u00fcssen verg\u00fctet werden, Vertretungen werden organisiert, Leistungen verz\u00f6gern sich oder fallen aus. F\u00fcr viele St\u00e4dte und Gemeinden wird der Krankenstand damit zu einem strukturellen Problem der Verwaltungssteuerung. Die statistischen Befunde sind seit Jahren bekannt. Besch\u00e4ftigte im \u00f6ffentlichen Dienst fehlen im Durchschnitt l\u00e4nger als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Hinter diesen Zahlen stehen h\u00e4ufig keine akuten Erkrankungen, sondern Beschwerden, die \u00fcber l\u00e4ngere Zeit nicht behandelt wurden. R\u00fcckenprobleme, fehlende Vorsorgeuntersuchungen oder monatelange Wartezeiten auf Facharzttermine geh\u00f6ren f\u00fcr viele gesetzlich Versicherte zum Alltag. Wird medizinische Hilfe erst sp\u00e4t in Anspruch genommen, verl\u00e4ngern sich Krankheitsverl\u00e4ufe. Die Folge sind l\u00e4ngere Ausfallzeiten und steigende Belastungen f\u00fcr die verbleibenden Besch\u00e4ftigten. F\u00fcr die kommunale Verwaltung entsteht daraus eine Kettenreaktion. Fallen Mitarbeitende \u00fcber l\u00e4ngere Zeit aus, m\u00fcssen Kollegen zus\u00e4tzliche Aufgaben \u00fcbernehmen. \u00dcberstunden und Mehrbelastung nehmen zu. In manchen Bereichen werden externe Dienstleister hinzugezogen, wenn Aufgaben intern nicht mehr bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Diese L\u00f6sungen sind kurzfristig notwendig, belasten jedoch dauerhaft die kommunalen Haushalte. Der Versuch, die Situation allein durch zus\u00e4tzliche Stellenausschreibungen zu entsch\u00e4rfen, st\u00f6\u00dft vielerorts an Grenzen, weil geeignete Bewerber fehlen. \u00a0Vor diesem Hintergrund wird in kommunalen Personalabteilungen zunehmend \u00fcber Instrumente diskutiert, die \u00fcber klassische Ma\u00dfnahmen der Personalgewinnung hinausgehen. Dazu geh\u00f6rt die betriebliche Krankenversicherung. Sie wird nicht nur als zus\u00e4tzliche Sozialleistung verstanden, sondern auch als Ansatz, krankheitsbedingte Ausf\u00e4lle fr\u00fchzeitig zu reduzieren. Der Grundgedanke ist einfach. Wenn Besch\u00e4ftigte schneller Zugang zu Fach\u00e4rzten, Vorsorgeuntersuchungen oder physiotherapeutischen Behandlungen erhalten, lassen sich Beschwerden fr\u00fcher behandeln. Erkrankungen entwickeln sich seltener zu langwierigen Ausf\u00e4llen. In der kommunalen Praxis setzen verschiedene Anbieter auf Modelle, die speziell auf den \u00f6ffentlichen Dienst zugeschnitten sind. Beim <a href=\"https:\/\/dbkvs.de\/\">Deutschen bKV-Service<\/a> etwa erhalten Mitarbeitende verk\u00fcrzte Wartezeiten auf Facharzttermine, zus\u00e4tzliche Vorsorgeleistungen und Zugang zu physiotherapeutischen Behandlungen. Die Teilnahme erfolgt ohne Gesundheitspr\u00fcfung und ohne Wartezeiten beim Eintritt in die Versicherung. Auch Besch\u00e4ftigte mit bestehenden Vorerkrankungen k\u00f6nnen einbezogen werden. F\u00fcr viele Kommunen stellt sich zun\u00e4chst die Frage der Finanzierung. Hier spielt das Tarifrecht eine Rolle. Das tarifliche Leistungsentgelt nach \u00a7 18a TV\u00f6D\/VKA er\u00f6ffnet St\u00e4dten und Gemeinden die M\u00f6glichkeit, Beitr\u00e4ge zu einer betrieblichen Krankenversicherung aus bestehenden Mitteln zu finanzieren. In der kommunalen Praxis wird dieses Instrument bereits genutzt. Es erlaubt, entsprechende Leistungen einzuf\u00fchren, ohne zus\u00e4tzliche Mittel im Haushalt bereitstellen zu m\u00fcssen. Die Diskussion \u00fcber neue Instrumente der Personalpolitik zeigt, wie stark sich die Rahmenbedingungen kommunaler Arbeit ver\u00e4ndert haben. Verwaltungen stehen nicht nur unter finanziellem Druck, sondern zunehmend auch im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende. Ma\u00dfnahmen, die sowohl die Gesundheit der Besch\u00e4ftigten st\u00e4rken als auch langfristig Kosten reduzieren k\u00f6nnen, r\u00fccken deshalb st\u00e4rker in den Fokus der kommunalen Entscheidungstr\u00e4ger. (DEKOM, 09.03.2026) <a href=\"https:\/\/dbkvs.de\/bkv-service\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer derzeit mit kommunalen Personalverantwortlichen spricht, h\u00f6rt zwei Klagen immer h\u00e4ufiger im gleichen Atemzug. Es fehlen Bewerber und gleichzeitig steigen die Krankheitsausf\u00e4lle. 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