{"id":9142,"date":"2026-03-09T11:58:36","date_gmt":"2026-03-09T09:58:36","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9142"},"modified":"2026-03-09T11:58:36","modified_gmt":"2026-03-09T09:58:36","slug":"speicher-netzentgelte-vku-warnt-vor-vertrauensbruch-und-komplexitaetsfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/speicher-netzentgelte-vku-warnt-vor-vertrauensbruch-und-komplexitaetsfalle\/","title":{"rendered":"Speicher-Netzentgelte: VKU warnt vor Vertrauensbruch und Komplexit\u00e4tsfalle \u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Diskussion um Netzentgelte f\u00fcr Speicher setzt sich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) f\u00fcr ein einfaches und netzdienliches Modell ein. In einer Stellungnahme zu Orientierungs-punkten der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu Speichernetzentgelten im sogenannten AgNes-Prozess fordert der VKU-Vertrauensschutz f\u00fcr Speicher und f\u00fcr fortgeschrittene Projekte.\u00a0 \u201eEine r\u00fcckwirkende Einf\u00fchrung von Netzentgelten f\u00fcr Batteriespeicher w\u00fcrden das Vertrauen in die Investitionssicherheit in Deutschland ruinieren\u201c, sagt VKU-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ingbert Liebing. Die von der Bundesnetzagentur vorgeschlagenen Pl\u00e4ne bewertet der Verband als zu komplex, zu wenig wirksam und als Risiko f\u00fcr bestehende und geplante Investitionen in Speicher- und Wasserstoffprojekte. Der VKU kritisiert die Komplexit\u00e4t und dabei gleichzeitig den mangelnden Nutzen der BNetzA-Vorschl\u00e4ge, weil sie zus\u00e4tzliche Prognosen, umfangreiche IT-Anpassungen und komplizierte bilanzielle Abgrenzungen erfordern w\u00fcrden. Gleichzeitig w\u00e4re die beabsichtigte Lenkungswirkung kaum gegeben, da Speicher schon heute \u00fcberwiegend preis- und systemorientiert betrieben w\u00fcrden. Liebing: \u201eEin Entgeltsystem, das komplizierter ist als die Energiewirtschaft selbst, hilft niemandem.\u201c Besonders kritisch bewertet der VKU das Vorhaben der BNetzA, die gesetzliche Netzentgeltbefreiung f\u00fcr Batteriespeicher nach \u00a7\u00a0118 Absatz\u00a06 EnWG r\u00fcckwirkend einzuschr\u00e4nken. Kommunale Unternehmen gehen bei Planungen und Investitionen davon aus, dass Speicher, die bis 2029 in Betrieb genommen werden, von Netzentgelten befreit sind und diese Befreiung anschlie\u00dfend f\u00fcr 20 Jahre gilt. So hatte es der Deutsche Bundestag mit einer \u00c4nderung des EnWG ausdr\u00fccklich beschlossen. Eine nachtr\u00e4gliche \u00c4nderung w\u00fcrde nach Ansicht des Verbands tief in bestehende Gesch\u00e4ftsmodelle und Investitionen eingreifen und erhebliche wirtschaftliche Risiken ausl\u00f6sen oder gar schaden. Eine Kurzumfrage des VKU unter seinen Mitgliedsunternehmen hat ergeben, dass bereits aus einer sehr kleinen Stichprobe Projekte mit mehr als 1,4 Gigawatt an Speicherleistung in der Umsetzung gef\u00e4hrdet sind. Das widerspricht den politischen Ausbauzielen f\u00fcr Speicher- und Wasserstoffinfrastruktur. Liebing warnte: \u201eWer r\u00fcckwirkend in Investitionen eingreift, riskiert Projektstopps und zerst\u00f6rt Vertrauen.\u201c Die kommunalen Unternehmen haben ein besonderes Interesse an verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen. Viele Speicher- und Wasserstoffprojekte werden von Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern geplant oder bereits umgesetzt. F\u00fcr sie sind langfristig stabile Investitionsbedingungen entscheidend, um neue Anlagen finanzieren und betreiben zu k\u00f6nnen. Aus Sicht des VKU braucht es ein transparentes, planbares und einfaches Netzentgeltsystem, das die Finanzierung der Netze sichert, den systemdienlichen Betrieb von Speichern st\u00e4rkt und die Wirtschaftlichkeit der Projekte nicht gef\u00e4hrdet. Als Alternative hat der VKU ein eigenes Modell vorgelegt. Es sieht Kapazit\u00e4tspreise f\u00fcr Speicher oberhalb der Niederspannung vor, die sich an der vertraglich vereinbarten Anschlusskapazit\u00e4t orientieren und bei netzdienlicher Fahrweise deutlich abgesenkt werden k\u00f6nnten.\u00a0 Speicher von Privathaushalten und kleinen Betrieben, die in der Niederspannung angeschlossen sind, w\u00e4ren damit nicht betroffen. Ein Arbeitspreis f\u00fcr Speicher sollte aus VKU-Sicht nicht eingef\u00fchrt werden. F\u00fcr Elektrolyseure fordert der Verband eine Gleichbehandlung mit Speichern. \u201eUnser Vorschlag ist einfach, fair und wirksam\u201c, sagte Liebing. Er erm\u00f6gliche netzdienliches Verhalten und halte gleichzeitig die Kosten im Griff. Liebing betonte, der VKU unterst\u00fctze grunds\u00e4tzlich das Anliegen, die Netzentgeltstruktur weiterzuentwickeln. Dies d\u00fcrfe jedoch nicht zu Lasten der Investitionssicherheit gehen. \u201eWir wollen eine faire Beteiligung an den Netzkosten, aber mit Augenma\u00df und ohne Investitionsbremsen f\u00fcr fortgeschrittene Projekte.\u201c (DEKOM\/VKU, 06.03.2026) <a href=\"https:\/\/www.vku.de\/presse\/pressemitteilungen\/vku-warnt-vor-vertrauensbruch-und-komplexitaetsfalle-ohne-lenkungswirkung-durch-geplante-speicher-netzentgelte-der-bundesnetzagentur\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Diskussion um Netzentgelte f\u00fcr Speicher setzt sich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) f\u00fcr ein einfaches und netzdienliches Modell ein. 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