{"id":9230,"date":"2026-03-23T15:58:48","date_gmt":"2026-03-23T13:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9230"},"modified":"2026-03-23T15:58:48","modified_gmt":"2026-03-23T13:58:48","slug":"schlechte-nachrichten-fuer-die-innenstaedte-einzelhandel-in-deutschland-verliert-4900-geschaefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/schlechte-nachrichten-fuer-die-innenstaedte-einzelhandel-in-deutschland-verliert-4900-geschaefte\/","title":{"rendered":"Schlechte Nachrichten f\u00fcr die Innenst\u00e4dte &#8211; Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Gesch\u00e4fte"},"content":{"rendered":"\n<p>Der deutsche Einzelhandel steht vor einem weiteren verlustreichen Jahr. Nach einer aktuellen Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wird die Branche im laufenden Jahr 2026 netto rund 4.900 Gesch\u00e4fte verlieren. HDE-Pr\u00e4sident Alexander von Preen warnte im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin eindringlich vor den dramatischen Folgen f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der Stadtzentren. Damit setzt sich ein besorgniserregender Trend fort: Bereits im Vorjahr verzeichnete der Verband ein Minus von 4.500 Standorten. Die Zahlen verdeutlichen einen tiefgreifenden Strukturwandel, der sich \u00fcber die letzten zehn Jahre verstetigt hat. W\u00e4hrend deutschlandweit vor einer Dekade noch 366.800 Gesch\u00e4fte existierten, wird deren Zahl bis Ende 2026 voraussichtlich auf 296.600 sinken. Besonders verheerend wirkten die Pandemiejahre zwischen 2020 und 2023, in denen der j\u00e4hrliche Verlust zeitweise auf \u00fcber 11.000 Standorte hochschnellte. Von Preen betonte, dass man sich keinesfalls an diesen j\u00e4hrlichen \u201eAderlass\u201c gew\u00f6hnen d\u00fcrfe, da viele Innenst\u00e4dte bereits sichtbare Leerst\u00e4nde aufweisen und gef\u00e4hrliche Kipppunkte erreichen, ab denen die vitale Mischung aus Handel und urbanem Leben unwiederbringlich verloren geht. Als Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die prek\u00e4re Lage vieler, vor allem mittelst\u00e4ndischer H\u00e4ndler, nennt der HDE die seit Jahren stagnierende Konsumlaune sowie hohe Betriebskosten. Der Verband richtet daher klare Forderungen an die Bundespolitik: Zur Entlastung der Unternehmen m\u00fcsse die Stromsteuer f\u00fcr alle Marktteilnehmer gesenkt und die Lohnnebenkosten konsequent bei 40 Prozent gedeckelt werden. Gleichzeitig nimmt der HDE die Vermieter in die Pflicht. Um weiteren Leerstand zu vermeiden, seien verst\u00e4rkt umsatzorientierte Mietmodelle notwendig. Starre Mietvertr\u00e4ge passten oft nicht mehr zur wirtschaftlichen Realit\u00e4t in den Einkaufsstra\u00dfen. \u201eLeerstand nutzt niemandem\u201c, mahnte von Preen und unterstrich, dass das private Kapital der Vermieter und Investoren entscheidend sei, da \u00f6ffentliche Mittel allein nicht ausreichen w\u00fcrden, um die Stadtzentren zu sanieren. Trotz des Wandels bleibt der Einzelhandel laut HDE der Hauptgrund f\u00fcr den Besuch einer Innenstadt. Um die Zentren attraktiv zu halten, fordert der Verband vom Bundesbauministerium und den Kommunen bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen in ein sauberes und sicheres Umfeld. Vorgeschlagen werden unter anderem verbesserte Abschreibungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr private Ausgaben, die zur Aufwertung des \u00f6ffentlichen Raums beitragen. Nur durch eine konzertierte Aktion von Politik, Handel und Immobilieneigent\u00fcmern k\u00f6nne verhindert werden, dass die Innenst\u00e4dte ihre Funktion als gesellschaftliche und wirtschaftliche Ankerpunkte verlieren. (DEKOM\/HDE, 23.03.2026) <a href=\"https:\/\/einzelhandel.de\/presse\/aktuellemeldungen\/15122-schlechte-nachrichten-fuer-die-innenstaedte-hde-prognose-fuer-2026-einzelhandel-in-deutschland-verliert-4900-geschaefte\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Einzelhandel steht vor einem weiteren verlustreichen Jahr. Nach einer aktuellen Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wird die Branche im laufenden Jahr 2026 netto rund 4.900 Gesch\u00e4fte verlieren. HDE-Pr\u00e4sident Alexander von Preen warnte im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin eindringlich vor den dramatischen Folgen f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der Stadtzentren. 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