{"id":9244,"date":"2026-03-23T16:06:17","date_gmt":"2026-03-23T14:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9244"},"modified":"2026-03-23T16:06:17","modified_gmt":"2026-03-23T14:06:17","slug":"strategien-fuer-grossbatteriespeicher-im-neuen-reifegradmodell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/strategien-fuer-grossbatteriespeicher-im-neuen-reifegradmodell\/","title":{"rendered":"Strategien f\u00fcr Gro\u00dfbatteriespeicher im neuen Reifegradmodell"},"content":{"rendered":"\n<p>Die regulatorischen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Netzanschluss von Gro\u00dfbatteriespeichern stehen vor einer Neuausrichtung. Da die \u00dcbertragungsnetzbetreiber (\u00dcNB) das bisherige Verfahren auf ein Reifegradmodell umstellen wollen, verschiebt sich der Wettbewerb um Netzkapazit\u00e4ten zeitlich nach vorne. F\u00fcr Kommunen mit Standorten nahe 220- oder 380-kV-Umspannwerken wird die eigene Planungshoheit damit zum strategischen Instrument. Wie Dr. Friedrich Gebert, Partner der Wirtschaftskanzlei ARQIS, im Gespr\u00e4ch mit der DEKOM-Redaktion erl\u00e4utert, werden Projekte k\u00fcnftig nach ihrem tats\u00e4chlichen Planungsstand priorisiert. Nur wer fr\u00fchzeitig Nachweise \u00fcber die Fl\u00e4chensicherung sowie den Fortschritt der Genehmigungsprozesse erbringt, erh\u00e4lt den notwendigen Netzzugang. Damit werden Netzkapazit\u00e4ten effizienter genutzt und Blockierungen durch spekulative Vorhaben vermieden. Fl\u00e4chen in Umspannwerksn\u00e4he gewinnen dadurch an Bedeutung. Den Gemeinden stehen rechtliche Optionen wie Nutzungsvertr\u00e4ge, Verkauf oder die Bestellung von Erbbaurechten offen. Um einseitige Abh\u00e4ngigkeiten zu vermeiden, empfiehlt Dr. Gebert eine flexible Vertragsgestaltung. Dazu z\u00e4hlen K\u00fcndigungsrechte f\u00fcr den Fall, dass ein Projekt nicht innerhalb definierter Zeitr\u00e4ume realisiert wird, sowie die Kombination aus festen Grundbetr\u00e4gen und erfolgsabh\u00e4ngigen Komponenten bei den Nutzungsentgelten. Neben diesen Einnahmen profitieren Standortgemeinden von 90 Prozent der anfallenden Gewerbesteuer aus dem Speicherbetrieb. Die Umsetzung erfordert eine Verzahnung zwischen kommunaler Verwaltung und Infrastrukturentwicklern. <a href=\"https:\/\/ampermo.com\/\">Ampermo<\/a> realisiert bundesweit Batteriespeicherprojekte an Netzknoten und setzt auf einen partnerschaftlichen Ansatz, um die Kriterien des Reifegradverfahrens zum ersten Zyklus im Sommer 2026 zu erf\u00fcllen. Das Unternehmen \u00fcbernimmt die technische Grobplanung sowie die Analyse von Genehmigungsvoraussetzungen, Brand-, L\u00e4rm- und Wasserschutz. Da die Errichtung eines Gro\u00dfspeichers auf H\u00f6chstspannungsebene hohe Investitionskosten verursacht, sind die vertraglichen Laufzeiten bei Ampermo auf mindestens 30 Jahre angelegt. Zur Absicherung der Kommunen sieht das Modell neben festen j\u00e4hrlichen Nutzungsentgelten auch Reservierungsentgelte ab der Netzzusage sowie R\u00fcckbaub\u00fcrgschaften vor. Bis zum 30. Juni 2026 m\u00fcssen Fl\u00e4chenpotenziale in den Kommunen lokalisiert und Antr\u00e4ge auf Netzanschlusspr\u00fcfung erstellt werden, die das Reifegradverfahren vollumf\u00e4nglich adressieren. Ampermo bringt die Erfahrung bei Genehmigung, Planung und Finanzierung ein, w\u00e4hrend die kommunalen Akteure die regionalen Netzstrukturen und die Abstimmung mit den Genehmigungsbeh\u00f6rden kennen. Durch den fr\u00fchzeitigen Austausch in \u00c4mterkonferenzen und die klare Allokation von Projektrisiken wird der Aufbau der Speicherinfrastruktur zum Standortvorteil f\u00fcr die kommunale Daseinsvorsorge. (DEKOM, 23.03.2026) <a href=\"https:\/\/ampermo.com\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die regulatorischen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Netzanschluss von Gro\u00dfbatteriespeichern stehen vor einer Neuausrichtung. Da die \u00dcbertragungsnetzbetreiber (\u00dcNB) das bisherige Verfahren auf ein Reifegradmodell umstellen wollen, verschiebt sich der Wettbewerb um Netzkapazit\u00e4ten zeitlich nach vorne. F\u00fcr Kommunen mit Standorten nahe 220- oder 380-kV-Umspannwerken wird die eigene Planungshoheit damit zum strategischen Instrument. 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