{"id":9257,"date":"2026-04-13T13:58:47","date_gmt":"2026-04-13T11:58:47","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9257"},"modified":"2026-04-13T13:58:47","modified_gmt":"2026-04-13T11:58:47","slug":"zahl-der-leistungsminderungen-2025-deutlich-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/zahl-der-leistungsminderungen-2025-deutlich-gestiegen\/","title":{"rendered":"Zahl der Leistungsminderungen 2025 deutlich gestiegen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Jobcenter haben im Jahr 2025 rund 461.400 Leistungsminderungen verh\u00e4ngt. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Gesetzliche oder regulatorische \u00c4nderungen gab es im Berichtszeitraum nicht, sodass die bestehenden Regelungen, die zuvor wiederholt angepasst worden waren, erstmals \u00fcber einen vollen Jahreszyklus kontinuierlich wirken konnten. Betroffen waren im vergangenen Jahr rund 224.100 erwerbsf\u00e4hige Leistungsberechtigte, die mindestens eine neu verh\u00e4ngte Minderung erhalten haben. Gemessen an der Gesamtzahl aller Leistungsberechtigten bleibt der Anteil allerdings gering: Im Jahresdurchschnitt traf es lediglich 0,9 Prozent der erwerbsf\u00e4higen B\u00fcrgergeld-Empf\u00e4nger, nach 0,7 Prozent im Vorjahr. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil der Minderungen geht auf Terminvers\u00e4umnisse zur\u00fcck. 85,5 Prozent aller F\u00e4lle \u2014 rund 394.600 Minderungen \u2014 entstanden, weil Leistungsberechtigte ohne nachgewiesenen wichtigen Grund nicht zu einem vereinbarten Termin beim Jobcenter erschienen. Weitere 31.000 Minderungen sprachen die Jobcenter aus, weil Betroffene die Aufnahme oder Fortsetzung einer zumutbaren Besch\u00e4ftigung, Ausbildung oder Eingliederungsma\u00dfnahme verweigert haben. Auf Minderungen wegen selbst herbeigef\u00fchrter Einkommensminderung, unwirtschaftlichen Verhaltens oder vorliegender Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld I entfielen zusammen knapp 15.700 F\u00e4lle. Die durchschnittliche Minderung betrug 8,3 Prozent der Regelleistung, was einem Betrag von 66 Euro entspricht. Die H\u00f6he einer Sanktion richtet sich nach der Art und H\u00e4ufigkeit der Pflichtverletzung. Ein erstes Meldevers\u00e4umnis f\u00fchrt zu einer K\u00fcrzung um zehn Prozent des Regelbedarfs f\u00fcr einen Monat. Bei wiederholten Pflichtverletzungen steigen die Abz\u00fcge auf 20 Prozent \u00fcber zwei Monate beziehungsweise 30 Prozent \u00fcber drei Monate. Unter bestimmten Voraussetzungen \u2014 insbesondere, wenn eine bereits sanktionierte Person die Aufnahme zumutbarer Arbeit willentlich verweigert \u2014 kann die Regelleistung vollst\u00e4ndig auf null reduziert werden. Minderungen werden aufgehoben, sobald die betroffene Person ihre Mitwirkungspflichten wieder aufnimmt oder sich ernsthaft dazu bereit erkl\u00e4rt. Die Jobcenter k\u00f6nnen von einer Sanktion absehen, wenn ein wichtiger Grund nachgewiesen wird \u2014 etwa Krankheit oder h\u00f6here Gewalt \u2014 oder wenn eine besondere H\u00e4rte vorliegt. Die beschriebenen Regelungen gelten noch bis zum 30. Juni 2026. Mit der Reform des B\u00fcrgergelds hin zum Grundsicherungsgeld treten zum 1. Juli 2026 neue Bestimmungen in Kraft, die das Sanktionsrecht neu ordnen werden. F\u00fcr kommunale Tr\u00e4ger und Jobcenter bedeutet dies, dass laufende Verfahren bis zum Stichtag nach bisherigem Recht abzuschlie\u00dfen sind und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig auf die ge\u00e4nderten Regelungen vorzubereiten sind. (DEKOM\/BA, 13.04.2026) <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/presse\/2026-13-zahl-der-leistungsminderungen-ist-2025-gegenueber-dem-vorjahr-gestiegen\">Ganze PM hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jobcenter haben im Jahr 2025 rund 461.400 Leistungsminderungen verh\u00e4ngt. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Gesetzliche oder regulatorische \u00c4nderungen gab es im Berichtszeitraum nicht, sodass die bestehenden Regelungen, die zuvor wiederholt angepasst worden waren, erstmals \u00fcber einen vollen Jahreszyklus kontinuierlich wirken konnten. Betroffen waren im vergangenen Jahr rund 224.100 erwerbsf\u00e4hige [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-9257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9257"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9258,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9257\/revisions\/9258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}