{"id":9271,"date":"2026-04-13T14:08:18","date_gmt":"2026-04-13T12:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9271"},"modified":"2026-04-13T15:03:32","modified_gmt":"2026-04-13T13:03:32","slug":"gebaeudemodernisierungsgesetz-entbindet-kommunen-nicht-von-der-waermeplanung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/gebaeudemodernisierungsgesetz-entbindet-kommunen-nicht-von-der-waermeplanung\/","title":{"rendered":"Neues GMG entbindet Kommunen nicht von der W\u00e4rmeplanung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Bundesregierung plant, das Geb\u00e4udeenergiegesetz durch ein neues Geb\u00e4udemodernisierungs-gesetz abzul\u00f6sen. Laut Klima-B\u00fcndnis Deutschland haben einige Kommunen daraufhin ihre W\u00e4rmeplanung gestoppt \u2013 das ist voreilig. Mit dem geplanten Gesetz (GMG) l\u00f6st die Union eines ihrer zentralen Wahlversprechen ein. \u00d6l- und Gasheizungen sollen wieder zugelassen werden, die 65-Prozent-Pflicht f\u00fcr erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entf\u00e4llt. Stattdessen ist eine stufenweise steigende Beimischung klimafreundlicher Brennstoffe vorgesehen, beginnend ab 2029. Das W\u00e4rmeplanungsgesetz (WPG) bleibt davon unber\u00fchrt. Es verpflichtet Kommunen weiterhin, einen Entwicklungspfad zur treibhausgasneutralen W\u00e4rmeversorgung bis 2045 zu beschreiben. Fossile Energietr\u00e4ger haben in diesem Zielszenario keinen Platz. Biogene Gase und Wasserstoff kommen nur dann in Frage, wenn eine Kommune deren Verf\u00fcgbarkeit konkret belegen kann. Dazu kommt der Zeitdruck. Kommunen \u00fcber 100.000 Einwohner m\u00fcssen ihren Plan bis zum 30. Juni 2026 vorlegen, alle anderen bis Mitte 2028. Von der Bestandsanalyse bis zum fertigen Plan vergehen im Schnitt 18 Monate. Kommunen, die den Prozess jetzt unterbrechen, sollten das im Blick behalten. \u00a0Das GMG k\u00f6nnte allerdings die wirtschaftliche Grundlage f\u00fcr W\u00e4rmenetze verschieben. Wenn Hauseigent\u00fcmer weiter auf Gas setzen d\u00fcrfen, sinken die zu erwartenden Anschlussquoten. Das beeinflusst die Refinanzierbarkeit neuer W\u00e4rmenetze und damit die Planungsaussagen, die Kommunen in ihren W\u00e4rmepl\u00e4nen treffen m\u00fcssen. \u201eGerade deshalb brauchen Kommunen keine statischen Gutachten, sondern Planungsinstrumente, die sie fortschreiben und an ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen anpassen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Dr. David Fischer, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"https:\/\/greenventory.de\/unternehmen\/\">greenventory<\/a>. Das Freiburger Unternehmen entwickelt digitale Zwillinge f\u00fcr kommunale Energieinfrastruktur und begleitet nach eigenen Angaben mehr als 300 Kommunen bei der W\u00e4rmeplanung. Geplant sind zudem \u00c4nderungen am WPG selbst. F\u00fcr Kommunen unter 15.000 Einwohnern soll das Verfahren vereinfacht, die Datenpflichten f\u00fcr Energieversorger und Schornsteinfeger sollen gesenkt werden. F\u00fcr Einfamilienh\u00e4user sollen k\u00fcnftig keine Verbrauchsdaten mehr geliefert werden m\u00fcssen. Das schr\u00e4nkt die Datengrundlage f\u00fcr kleinere Kommunen ein, die ohnehin mit begrenzten Kapazit\u00e4ten planen. Unabh\u00e4ngig vom weiteren Gesetzgebungsverfahren bleibt der Auftrag des WPG bestehen. Kommunen, die ihren Prozess fr\u00fchzeitig aufnehmen oder fortsetzen, verschaffen sich den n\u00f6tigen Spielraum. (DEKOM, 13.04.2026) <a href=\"https:\/\/greenventory.de\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung plant, das Geb\u00e4udeenergiegesetz durch ein neues Geb\u00e4udemodernisierungs-gesetz abzul\u00f6sen. 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