{"id":9308,"date":"2026-04-27T11:30:00","date_gmt":"2026-04-27T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9308"},"modified":"2026-04-27T11:45:53","modified_gmt":"2026-04-27T09:45:53","slug":"iw-wohnindex-im-umland-der-metropolen-wird-es-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/iw-wohnindex-im-umland-der-metropolen-wird-es-teurer\/","title":{"rendered":"IW-Wohnindex: Im Umland der Metropolen wird es teurer"},"content":{"rendered":"\n<p>Im ersten Quartal 2026 ziehen die Mieten weiter kr\u00e4ftig an, die Kaufpreise f\u00fcr Immobilien stagnieren, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Folgen des Iran-Kriegs treffen auf den Wohnungsmarkt: Energieeffizienz bleibt ein Preistreiber. Die Neuvertragsmieten lagen im ersten Quartal 2026 bundesweit 3,5 Prozent \u00fcber dem Vorjahreswert \u2013 in D\u00fcsseldorf (+5,9 Prozent), K\u00f6ln (+5,7 Prozent) und Hamburg (+5,1 Prozent) sogar noch dar\u00fcber. Entspannung ist nicht in Sicht \u2013 auch wenn die Dynamik leicht nachgelassen hat. Verhaltener entwickelten sich die Kaufpreise: Eigentumswohnungen kosteten 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Ein- und Zweifamilienh\u00e4user legten lediglich um 0,7 Prozent zu. Im Vergleich zum vergangenen Quartal stagnieren beide Segmente bei je 0,1 Prozent. Regional bleibt der Mietdruck fast \u00fcberall hoch, einzige Ausnahme: Berlin. Hier gingen die Mieten um 0,8 Prozent zur\u00fcck. Allerdings ist der R\u00fcckgang kein Zeichen f\u00fcr Entspannung, sondern spiegelt eine statistische Gegenbewegung wider: Nachdem der Berliner Mietendeckel ausgelaufen war, stiegen die Mieten \u00fcberdurchschnittlich stark \u2013 viele Vermieter haben aufgestaute Anpassungen nachgeholt und Verzerrungen ausgeglichen. Der aktuelle R\u00fcckgang relativiert diesen Sondereffekt lediglich, ohne die strukturell angespannte Lage zu ver\u00e4ndern. Besonders kr\u00e4ftig fallen die Mietanstiege im Umland aus: Rund um die Top-7-St\u00e4dte zogen die Mieten um 4,2 Prozent an, um die \u00fcbrigen Gro\u00dfst\u00e4dte um 3,9 Prozent. Auch in den Gro\u00dfst\u00e4dten selbst lag das Plus mit 3,8 Prozent kaum darunter. Der Grund liegt auf der Hand: Wer sich die Miete in der Gro\u00dfstadt nicht mehr leisten kann, zieht ins Umland \u2013 und treibt die Preise dort in die H\u00f6he. Die weltweite \u00d6lknappheit infolge des Irankriegs trifft den Wohnungsmarkt noch nicht so hart wie der Energiepreisschock nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Ein Preiseinbruch wie 2022 ist diesmal nicht zu erwarten: Energie verteuert sich bislang weniger stark, Risiken sind zudem zunehmend eingepreist. \u201eSp\u00e4testens seit 2022 achten K\u00e4ufer st\u00e4rker darauf, wie viel Energie ein Geb\u00e4ude verbraucht\u201c, sagt IW &#8211; Immobilien-\u00f6konom Pekka Sagner. \u201eDieser Trend verfestigt sich: Energieeffizienz ist kein vor\u00fcbergehendes Krisenthema, sondern schl\u00e4gt sich dauerhaft in den Preisen nieder\u201c. (IW K\u00f6ln, 27.04.2026) <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/pressemitteilungen\/pekka-sagner-michael-voigtlaender-iw-wohnindex-im-umland-der-metropolen-wird-es-teurer.html\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Quartal 2026 ziehen die Mieten weiter kr\u00e4ftig an, die Kaufpreise f\u00fcr Immobilien stagnieren, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). 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