{"id":9380,"date":"2026-06-08T11:57:26","date_gmt":"2026-06-08T09:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9380"},"modified":"2026-06-08T11:57:26","modified_gmt":"2026-06-08T09:57:26","slug":"studie-ostdeutsche-kommunen-setzen-haeufiger-auf-digitale-buergerbeteiligung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/studie-ostdeutsche-kommunen-setzen-haeufiger-auf-digitale-buergerbeteiligung\/","title":{"rendered":"Studie: Ostdeutsche Kommunen setzen h\u00e4ufiger auf digitale B\u00fcrgerbeteiligung"},"content":{"rendered":"\n<p>Digitale B\u00fcrgerbeteiligung ist in ostdeutschen Kommunen st\u00e4rker verbreitet als im Westen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie \u201eErfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation\u201c (ErLE), f\u00fcr die erstmals bundesweit alle rund 10.700 St\u00e4dte und Gemeinden befragt wurden. Rund 22 Prozent der Kommunen beteiligten sich an der Erhebung, die von einem Forschungskonsortium der Technischen Universit\u00e4t Dresden sowie der Universit\u00e4ten D\u00fcsseldorf, Leipzig und Koblenz durchgef\u00fchrt und von der Mercator-Stiftung gef\u00f6rdert wurde. Die Auswertung zeigt, dass ostdeutsche Kommunen digitale Beteiligungsangebote signifikant h\u00e4ufiger einsetzen als westdeutsche. Dieser Unterschied l\u00e4sst sich nach Angaben der Forscher nicht allein durch Faktoren wie Einwohnerzahl, Steuerkraft, Breitbandversorgung oder demografische Entwicklungen erkl\u00e4ren. Besonders ausgepr\u00e4gt ist der Effekt bei Klein- und Mittelst\u00e4dten. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung sehen die Wissenschaftler in den Unterst\u00fctzungsangeboten der L\u00e4nder. So k\u00f6nnen rund 31 Prozent der ostdeutschen Kommunen auf zentrale Beteiligungsportale ihrer L\u00e4nder zur\u00fcckgreifen. In Westdeutschland liegt dieser Anteil bei lediglich zehn Prozent. Gerade f\u00fcr kleinere Kommunen k\u00f6nnten solche Plattformen eine wichtige Einstiegshilfe darstellen. Bei der technischen Umsetzung setzen die Verwaltungen \u00fcberwiegend auf pragmatische L\u00f6sungen. Am h\u00e4ufigsten kommen Kontaktformulare, Umfragetools, Videokonferenzen und soziale Medien zum Einsatz. Fast die H\u00e4lfte der Kommunen nutzt inzwischen auch umfangreichere Beteiligungsportale. Anspruchsvollere Technologien wie digitale Zwillinge, interaktive Stelen oder Anwendungen aus dem Bereich Augmented und Virtual Reality spielen dagegen bislang nur eine untergeordnete Rolle. Auch K\u00fcnstliche Intelligenz wird derzeit noch vergleichsweise selten eingesetzt. Nach den Ergebnissen der Studie nutzen neun Prozent der Kommunen KI bereits f\u00fcr Beteiligungsangebote, knapp ein Drittel plant entsprechende Anwendungen f\u00fcr die Zukunft. Im Vordergrund stehen dabei Aufgaben wie die Erstellung von Texten und Bildern sowie automatische \u00dcbersetzungen. K\u00fcnftig k\u00f6nnten KI-Anwendungen nach Einsch\u00e4tzung der Forscher auch bei der Auswertung und Zusammenfassung von B\u00fcrgerbeitr\u00e4gen oder bei der Moderation digitaler Beteiligungsprozesse eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass digitale B\u00fcrgerbeteiligung nicht zwangsl\u00e4ufig hohe finanzielle Ressourcen voraussetzt. Entscheidend seien vielmehr geeignete Rahmenbedingungen und niedrigschwellige technische L\u00f6sungen. Gleichzeitig stelle der zunehmende Einsatz von KI neue Anforderungen an die kommunalen Verwaltungen und werfe Fragen nach dem Einfluss algorithmischer Systeme auf demokratische Prozesse auf. (DEKOM\/\u00d6FIT, 08.06.2026) <a href=\"https:\/\/www.oeffentliche-it.de\/blog\/wider-die-ressourcenlogik-wie-pragmatismus-und-ein-ueberraschender-ost-effekt-die-digitale-buergerbeteiligung-praegen\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale B\u00fcrgerbeteiligung ist in ostdeutschen Kommunen st\u00e4rker verbreitet als im Westen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie \u201eErfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation\u201c (ErLE), f\u00fcr die erstmals bundesweit alle rund 10.700 St\u00e4dte und Gemeinden befragt wurden. 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