{"id":9382,"date":"2026-06-08T11:58:00","date_gmt":"2026-06-08T09:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9382"},"modified":"2026-06-08T11:58:00","modified_gmt":"2026-06-08T09:58:00","slug":"ifo-und-iab-zusammenfuehrung-von-wohngeld-und-kinderzuschlag-koennte-verwaltung-vereinfachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/ifo-und-iab-zusammenfuehrung-von-wohngeld-und-kinderzuschlag-koennte-verwaltung-vereinfachen\/","title":{"rendered":"ifo und IAB: Zusammenf\u00fchrung von Wohngeld und Kinderzuschlag k\u00f6nnte Verwaltung vereinfachen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Zusammenf\u00fchrung von Wohngeld und Kinderzuschlag mit einer reformierten Grundsicherung k\u00f6nnte sowohl das Arbeitsangebot als auch die \u00f6ffentlichen Haushalte positiv beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommen Berechnungen des ifo Instituts und des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Untersuchung f\u00fcr die Kommission zur Sozialstaatsreform. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben insgesamt 84 Reformvarianten simuliert. Untersucht wurden verschiedene M\u00f6glichkeiten, Wohngeld und Kinderzuschlag entweder in einer reformierten Grundsicherung aufgehen zu lassen oder zu einer neuen vorgelagerten Sozialleistung zusammenzuf\u00fchren. Ziel war es, die Auswirkungen auf Arbeitsanreize, staatliche Ausgaben und die Zahl der Leistungsbeziehenden abzusch\u00e4tzen. Nach Angaben der beteiligten Institute w\u00fcrden insbesondere Reformmodelle, bei denen Wohngeld und Kinderzuschlag in einer reformierten Grundsicherung geb\u00fcndelt werden, in vielen Varianten zu Einsparungen bei den \u00f6ffentlichen Haushalten f\u00fchren. Gleichzeitig k\u00f6nnten st\u00e4rkere Anreize entstehen, sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungen aufzunehmen oder den Arbeitsumfang auszuweiten. Entscheidend seien dabei die Regelungen zum Hinzuverdienst. Wer den Wechsel in regul\u00e4re Besch\u00e4ftigung anstrebe, solle einen gr\u00f6\u00dferen Teil seines zus\u00e4tzlichen Einkommens behalten k\u00f6nnen. F\u00fcr Kommunen ist die Debatte auch aus Verwaltungssicht von Bedeutung. Das heutige System aus Grundsicherung, Wohngeld und Kinderzuschlag gilt als komplex und ist mit unterschiedlichen Zust\u00e4ndigkeiten sowie Schnittstellen zwischen verschiedenen Beh\u00f6rden verbunden. Die Studie verweist darauf, dass die bestehenden Regelungen f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger h\u00e4ufig schwer nachvollziehbar seien und zugleich einen hohen Verwaltungsaufwand verursachten. Andere Reformans\u00e4tze fallen nach den Berechnungen der Forscher deutlich zur\u00fcckhaltender aus. Eine reine Zusammenlegung von Wohngeld und Kinderzuschlag ohne weitergehende Anpassungen w\u00fcrde demnach geringere Wirkungen entfalten und k\u00f6nnte in einzelnen Varianten sogar zu h\u00f6heren staatlichen Ausgaben f\u00fchren. Die Untersuchung entstand im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales und soll die Arbeit der Kommission zur Sozialstaatsreform unterst\u00fctzen. Die Kommission hatte den Auftrag, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Modernisierung und Entb\u00fcrokratisierung des Sozialstaats bei gleichzeitiger Wahrung des sozialen Schutzniveaus zu entwickeln. (DEKOM\/ifo, 08.06.2026) <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2026-06-01\/ifo-institut-fuer-integration-von-wohngeld-und-kinderzuschlag\">Ganze PM hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Zusammenf\u00fchrung von Wohngeld und Kinderzuschlag mit einer reformierten Grundsicherung k\u00f6nnte sowohl das Arbeitsangebot als auch die \u00f6ffentlichen Haushalte positiv beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommen Berechnungen des ifo Instituts und des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Untersuchung f\u00fcr die Kommission zur Sozialstaatsreform. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben insgesamt 84 Reformvarianten simuliert. 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