{"id":9384,"date":"2026-06-08T11:58:31","date_gmt":"2026-06-08T09:58:31","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9384"},"modified":"2026-06-08T11:58:31","modified_gmt":"2026-06-08T09:58:31","slug":"42-prozent-der-gemeinden-ohne-oeffentliche-ladeinfrastruktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/42-prozent-der-gemeinden-ohne-oeffentliche-ladeinfrastruktur\/","title":{"rendered":"42 Prozent der Gemeinden ohne \u00f6ffentliche Ladeinfrastruktur"},"content":{"rendered":"\n<p>Rund 42 Prozent der Gemeinden in Deutschland verf\u00fcgen \u00fcber keine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Ladeinfrastruktur f\u00fcr Elektrofahrzeuge. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor. Demnach gibt es aktuell in 4.548 der insgesamt 10.775 Gemeinden keinen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ladepunkt. Besonders betroffen sind kleinere Kommunen. Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass die Versorgung in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten und Gemeinden deutlich besser ausf\u00e4llt. Von den Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern verf\u00fcgen 99 Prozent \u00fcber mindestens einen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ladepunkt. Auch zwischen den Bundesl\u00e4ndern bestehen erhebliche Unterschiede. W\u00e4hrend s\u00e4mtliche Kommunen in Bremen, Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland mit \u00f6ffentlicher Ladeinfrastruktur ausgestattet sind, liegen die Versorgungsquoten in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Th\u00fcringen deutlich niedriger. Die Bundesregierung sieht den Ausbau der Ladeinfrastruktur als wichtige Voraussetzung f\u00fcr die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Haushalte ohne eigene Stellpl\u00e4tze oder private Ladem\u00f6glichkeiten. F\u00fcr viele Kommunen stellt sich inzwischen weniger die Frage, ob Ladeinfrastruktur aufgebaut werden soll, sondern wie zus\u00e4tzliche Ladepunkte in bestehende Orts- und Stra\u00dfenbilder integriert werden k\u00f6nnen. H\u00e4ufig bremsen Zielkonflikte zwischen Elektromobilit\u00e4t, Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit sowie Anforderungen des Denkmal- und Stadtbildschutzes den Ausbau vor Ort. Insbesondere in historischen Innenst\u00e4dten oder dicht bebauten Wohnquartieren sto\u00dfen klassische Lades\u00e4ulen nicht selten an Grenzen. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Ans\u00e4tze f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum an Bedeutung. Dazu z\u00e4hlen Systeme, die Ladepunkte direkt in bestehende Stra\u00dfeninfrastrukturen integrieren. <a href=\"ebero-fab.com\">EBERO FAB<\/a> bietet beispielsweise den von <a href=\"https:\/\/ebero-fab.com\/sortiment\/smart-city\/ladebordstein\">Rheinmetall entwickelten Ladebordstein<\/a> an, bei dem die Ladeeinrichtung unmittelbar in den Bordstein eingebaut wird. Solche L\u00f6sungen sollen den zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chenbedarf im \u00f6ffentlichen Raum reduzieren und Kommunen neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen, Ladeinfrastruktur auch unter schwierigen st\u00e4dtebaulichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch kritisierte die bestehenden Defizite beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Besonders in Ostdeutschland bestehe weiterhin erheblicher Nachholbedarf. Nach seinen Angaben verf\u00fcgt dort etwa jede zweite Kommune \u00fcber keine \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ladepunkte. In Mecklenburg-Vorpommern treffe dies sogar auf rund zwei Drittel der Gemeinden zu. (DEKOM, 08.06.2026) <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/061\/2106164.pdf\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 42 Prozent der Gemeinden in Deutschland verf\u00fcgen \u00fcber keine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Ladeinfrastruktur f\u00fcr Elektrofahrzeuge. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor. Demnach gibt es aktuell in 4.548 der insgesamt 10.775 Gemeinden keinen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Ladepunkt. Besonders betroffen sind kleinere Kommunen. 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