{"id":9409,"date":"2026-06-22T12:07:35","date_gmt":"2026-06-22T10:07:35","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9409"},"modified":"2026-06-22T12:07:35","modified_gmt":"2026-06-22T10:07:35","slug":"mietmarkt-private-kleinvermieter-sorgen-fuer-stabile-mieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/mietmarkt-private-kleinvermieter-sorgen-fuer-stabile-mieten\/","title":{"rendered":"Mietmarkt: Private Kleinvermieter sorgen f\u00fcr stabile Mieten"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Gro\u00dfteil des deutschen Mietwohnungsbestands befindet sich in der Hand von privaten Kleinvermietern, f\u00fcr die die Mieteink\u00fcnfte mehrheitlich nur eine sekund\u00e4re Einnahmequelle darstellen. Das geht aus dem aktuellen Vermieterreport 2026 hervor, f\u00fcr den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rund 1.000 private Eigent\u00fcmer im Auftrag der Deutschland-Immobilien AG befragt hat. Demnach entf\u00e4llt das Gros der rund 5,5 Millionen privaten Vermieter auf Akteure mit sehr kleinen Portfolios: 58 Prozent der Befragten besitzen lediglich ein einziges Mietobjekt, weitere 19 Prozent bewirtschaften zwei Wohnungen. Gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde von sechs bis zehn Wohneinheiten bilden mit einem Anteil von vier Prozent die Ausnahme. Diese kleinteilige Eigent\u00fcmerstruktur pr\u00e4gt die wirtschaftliche Realit\u00e4t des Segments. F\u00fcr 42 Prozent der privaten Vermieter machen die Mieteinnahmen nur einen geringen Anteil am Gesamteinkommen aus, bei 13 Prozent ist dieser Anteil vernachl\u00e4ssigbar. Lediglich zwei Prozent bestreiten ihren Hauptlebensunterhalt aus der Vermietung. Entsprechend moderat f\u00e4llt die Mietpreisgestaltung im Bestand aus. Laut der IW-Untersuchung lassen 40 Prozent der Eigent\u00fcmer die Bestandsmieten \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume hinweg unver\u00e4ndert, w\u00e4hrend 35 Prozent Anpassungen nur in gr\u00f6\u00dferen zeitlichen Abst\u00e4nden und in moderatem Umfang vornehmen. Ein an der allgemeinen Marktentwicklung orientiertes, regelm\u00e4\u00dfiges Erh\u00f6hungsintervall praktizieren lediglich f\u00fcnf Prozent. Auch bei der Neuvermietung verzichten 43 Prozent der privaten Vermieter auf die Durchsetzung von Mietaufschl\u00e4gen. Die angebotenen Immobilien zeichnen sich dabei mehrheitlich durch gute bis gehobene Standards sowie attraktive Lagen aus. Trotz einer historisch hohen Sanierungsaktivit\u00e4t \u2013 54 Prozent der Befragten haben in den vergangenen Jahren bereits energetische Ma\u00dfnahmen wie Heizungstausche oder D\u00e4mmungen umgesetzt \u2013 verzeichnet der Report aktuell eine sp\u00fcrbare Zur\u00fcckhaltung bei k\u00fcnftigen Investitionen. Mittlerweile planen 60 Prozent der privaten Kleinvermieter keine gr\u00f6\u00dferen Renovierungsprojekte mehr; im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 50 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass der Geb\u00e4udesektor f\u00fcr rund ein Drittel der nationalen CO2-Emissionen verantwortlich ist und knapp 80 Prozent der Wohngeb\u00e4ude weiterhin fossile Heizsysteme nutzen, wertet das IW diese Entwicklung als klimapolitisch kritisch. Als Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die abnehmende Sanierungsbereitschaft werden im Report mangelnde Kontinuit\u00e4t bei den F\u00f6rdermechanismen, intransparente gesetzliche Vorgaben sowie eine hohe administrative Belastung angef\u00fchrt. Entsprechend negativ f\u00e4llt das Urteil \u00fcber die aktuelle Wohnungspolitik aus: 34 Prozent der privaten Vermieter \u00e4u\u00dfern sich unzufrieden oder sehr unzufrieden, w\u00e4hrend lediglich acht Prozent der Befragten die politischen Rahmenbedingungen positiv bewerten. (DEKOM\/IWD, 22.06.2026) <a href=\"https:\/\/www.iwd.de\/artikel\/die-meisten-mietwohnungen-gehoeren-privaten-kleinvermietern-684097\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gro\u00dfteil des deutschen Mietwohnungsbestands befindet sich in der Hand von privaten Kleinvermietern, f\u00fcr die die Mieteink\u00fcnfte mehrheitlich nur eine sekund\u00e4re Einnahmequelle darstellen. Das geht aus dem aktuellen Vermieterreport 2026 hervor, f\u00fcr den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rund 1.000 private Eigent\u00fcmer im Auftrag der Deutschland-Immobilien AG befragt hat. 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