{"id":9417,"date":"2026-06-22T12:10:17","date_gmt":"2026-06-22T10:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9417"},"modified":"2026-06-22T12:10:17","modified_gmt":"2026-06-22T10:10:17","slug":"glasfaserausbau-zuverlaessige-bestandsnetze-und-baumaengel-bremsen-den-kundenwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/glasfaserausbau-zuverlaessige-bestandsnetze-und-baumaengel-bremsen-den-kundenwechsel\/","title":{"rendered":"Glasfaserausbau: Zuverl\u00e4ssige Bestandsnetze und Baum\u00e4ngel bremsen den Kundenwechsel"},"content":{"rendered":"\n<p>Die deutschen Telekommunikationsnetze arbeiten sp\u00fcrbar zuverl\u00e4ssiger. Die St\u00f6rungsanf\u00e4lligkeit station\u00e4rer Internetanschl\u00fcsse sank von 32 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 27 Prozent. Bei mobilen Verbindungen halbierte sich die Problemquote im selben Zeitraum von 31 Prozent auf 13 Prozent. Das belegen die Ergebnisse der Marktforschung <a href=\"https:\/\/www.deloitte.com\/de\/de\/Industries\/tmt\/research\/glasfaser-studie.html?id=de:2ps:3gl:4__tmt__broadband-consumer-trends-2026:5:6tmt:20260611::sm&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=23935510481&amp;gbraid=0AAAAAD-dxRIkRXWYa-_yGH-2bSr-5ErZT&amp;gclid=CjwKCAjwuuPRBhAnEiwA2Ji8encQuqAt0m4Tq-7IKsEV7gJIys76xjCopL37FvPz1uTnQkVIVk0CmxoCkD8QAvD_BwE\">\u201eBroadband Consumer Trends 2026\u201c<\/a> des Beratungsunternehmens Deloitte. Die technische Stabilit\u00e4t hat aber einen Haken. Sie erzeugt den Studienautoren zufolge eine enorme Tr\u00e4gheit im Markt. Etwa 62 Prozent der Nutzer wollen ihr funktionierendes Internet nicht durch ein technisches Upgrade riskieren. Die Kundenzufriedenheit mit \u00e4lteren DSL- und DOCSIS-Anschl\u00fcssen kletterte im laufenden Jahr auf 81 Prozent. Sehr schnelle Anschl\u00fcsse ab 250 Megabit pro Sekunde erreichen folgerichtig lediglich eine Marktdurchdringung von 32 Prozent. Bemerkenswert ist das Desinteresse an der eigenen Infrastruktur, da 22 Prozent der Haushalte ihre vertraglich vereinbarte Bandbreite \u00fcberhaupt nicht kennen. Rainer Staar kennt diese Lethargie aus der Baupraxis. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"https:\/\/fiberprojects.de\/#referenzen\">fiberprojects GmbH<\/a> erlebt, dass Haushalte ihre bestehenden Kupfernetze schlicht als ausreichend empfinden. Hier r\u00e4chen sich laut dem Infrastrukturexperten die Vers\u00e4umnisse der Vergangenheit. In der einstigen Goldgr\u00e4berstimmung der Branche stand schnelles Bauen im Vordergrund, w\u00e4hrend die Kundenaufkl\u00e4rung auf der Strecke blieb. Staar kritisiert Bauunternehmen, die den Tiefbau vorrangig f\u00fcr rasche Rechnungsstellungen nutzten und deren Profitfokus die n\u00f6tige Qualit\u00e4t verdr\u00e4ngte. Die Folgen dieser Entwicklung lassen sich an der tats\u00e4chlichen Glasfasernutzung ablesen. Zwar stehen 64 Prozent der Bev\u00f6lkerung der Technologie grunds\u00e4tzlich aufgeschlossen gegen\u00fcber, doch die reale Nutzung verharrt bei 21 Prozent. Weitere 17 Prozent warten nach einer Vertragsunterschrift weiterhin auf den physischen Anschluss, wie aus der Erhebung hervorgeht. Dabei liefert die Technik nach der Aktivierung die versprochene Leistung. In 80 Prozent der F\u00e4lle werden die Erwartungen der Kunden voll erf\u00fcllt oder sogar \u00fcbertroffen. Lediglich f\u00fcnf Prozent der Anwender \u00e4u\u00dfern sich im Betrieb entt\u00e4uscht. Die eigentlichen H\u00fcrden verortet Staar nicht im Produkt selbst, sondern in der handwerklichen Umsetzung auf den letzten Metern. Besonders bei st\u00e4dtischen Mehrfamilienh\u00e4usern verursachen Abstimmungen mit Eigent\u00fcmergesellschaften massive Verz\u00f6gerungen bei der Erschlie\u00dfung. Neben dem klassischen Festnetz r\u00fccken alternative Zugangswege in das Bewusstsein der Verbraucher. Rund 39 Prozent der Befragten interessieren sich f\u00fcr satellitenbasiertes Internet. Ein Drittel der Konsumenten w\u00fcrde einen monatlichen Aufpreis von f\u00fcnf Euro akzeptieren, um das eigene Smartphone bei fehlender Netzabdeckung direkt mit Satelliten zu verbinden. Die Nutzung von Mobilfunk als vollwertigem Internetzugang zu Hause st\u00f6\u00dft bei 44 Prozent auf grunds\u00e4tzliche Bereitschaft. Zunehmend diskutiert der Markt zudem die geopolitische Herkunft der Netztechnik. \u00a0Etwa 48 Prozent der Nutzer sehen die deutsche Infrastruktur in einer moderaten oder starken Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Akteuren. Die Bereitschaft, technologische Souver\u00e4nit\u00e4t finanziell zu st\u00fctzen, f\u00e4llt laut der Marktforschung allerdings gering aus. Lediglich 30 Prozent w\u00fcrden einen Aufschlag von zehn Euro f\u00fcr rein europ\u00e4ische Netzwerktechnologien zahlen. Auch die generelle Bindung an Telekommunikationsanbieter erodiert. Das ist insbesondere bei jungen Nutzern messbar, denen die Marke ihres Smartphones weit wichtiger ist als der eigentliche Netzbetreiber. Um Kunden \u00fcberhaupt noch zu binden, erwarten branchenweit 39 Prozent der Verbraucher konkrete Treueprogramme. Um den stockenden Netzausbau qualitativ abzusichern, verlangt Staar harte Vorgaben f\u00fcr die ausf\u00fchrenden Betriebe. Kommunen m\u00fcssen Ausschreibungen \u00fcber pr\u00e4zise Leistungsverzeichnisse auf Basis etablierter DIN-Vorschriften steuern. Das von ihm empfohlene Schweizer Modell kann beim Vergabeverfahren Dumping-Angebote systematisch abwehren, indem das g\u00fcnstigste und das teuerste Gebot vor der eigentlichen Bewertung ausscheiden. In der Bauphase fordert der Experte eine strikte abschnittsweise Abnahme der Trassen. Die finale Kontrolle der Bauarbeiten muss sich zudem auf eine dreidimensionale Dokumentation st\u00fctzen, welche die exakte Verlegetiefe und die verbauten Komponenten zweifelsfrei nachweist. Eine streng kontrollierte Glasfaserinfrastruktur erreicht am Ende eine gesicherte Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. (DEKOM\/Deloitte, 22.06.2026) <a href=\"https:\/\/fiberprojects.de\/\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutschen Telekommunikationsnetze arbeiten sp\u00fcrbar zuverl\u00e4ssiger. Die St\u00f6rungsanf\u00e4lligkeit station\u00e4rer Internetanschl\u00fcsse sank von 32 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 27 Prozent. Bei mobilen Verbindungen halbierte sich die Problemquote im selben Zeitraum von 31 Prozent auf 13 Prozent. Das belegen die Ergebnisse der Marktforschung \u201eBroadband Consumer Trends 2026\u201c des Beratungsunternehmens Deloitte. 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